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Miese Masche der Mittelmeer-Schleuser – sie lassen Flüchtlinge von der Marine «abholen»



epa04775630 A handout picture released by the Italian Navy shows rescued migrants on board the Italian Navy vessel 'Spica', close to Pozzallo harbour, Italy, 30 May 2015. The Italian Navy has again rescued about 1,000 refugees from the Mediterranean Sea.  EPA/ITALIAN NAVY PRESS OFFICE/HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Rettung im Mittelmeer: Das italienische Marineschiff Spica mit Flüchtlingen an Bord. Bild: EPA/ANSA/ITALIAN NAVY PRESS OFFICE

Schlepper machen sich nach den Worten des UNO-Sondergesandten in Libyen, Martin Kobler, die Rettungsaktionen vor der afrikanischen Küste gezielt zunutze.

«Europäische Schiffe sind nur ausserhalb der Zwölf-Meilen-Zone unterwegs. Deswegen bringen Schleuser die Menschen an die Grenze der Zwölf-Meilen-Zone und rufen sogar die italienische Küstenwache an: Holt diese Menschen jetzt dort ab», sagte Kobler am Dienstag in einem Interview der Deutschen Welle.

«Natürlich haben diese Operationen diesen »Pull-Faktor«, dass sie die Leute anziehen, deshalb können sie auch nur ein Teil der Lösung sein», fügte er hinzu. «Solange die Staatlichkeit in Libyen nicht wiederhergestellt wird, wird der Menschenschmuggel nicht aufhören.»

Zur Bekämpfung der Schlepper brauche man «repressive Massnahmen», sagte der UN-Sondergesandte. «Diese Leute müssen bestraft werden.» Unabhängige Gerichte gebe es in Libyen jedoch nicht.

Kobler appellierte an die Politik, frühzeitig die demografischen Veränderungen in Afrika, Nahost und Europa zu berücksichtigen: «Es ist wichtig, dass wir heute schon anfangen, an das Szenario 2050 zu denken. 2.2 Milliarden Menschen aus Afrika werden nach Norden drängen. Man muss viel intensiver in den Ursprungsländern anfangen.»

Auch die private Seenotretter stehen vor diesem Problem

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Private Seenotretter im Mittelmeer
quelle: x01097 / darrin zammit lupi
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(sda/dpa)

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