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Flüchtlingsdrama: «Das, was in Ventimiglia geschieht, ist ein Schlag ins Gesicht Europas»



Nach der Zurückweisung hunderter Flüchtlinge an der französisch-italienischen Grenze bleibt die Lage in der ligurischen Grenzstadt Ventimiglia gespannt: Die italienische Polizei vertrieb Dutzende Migranten, die seit Tagen auf den rauen Felsen an der Küste ausharrten.

Die Flüchtlinge, die meist aus dem Sudan und aus Eritrea stammen, mussten am Dienstag in einen Bus des Roten Kreuzes einsteigen und wurden zum Bahnhof Ventimiglias gebracht, wie italienische Medien berichteten. Wer Widerstand leistete, wurde unter Zwang in den Bus gezerrt. Einige Migranten ergriffen vor den Sicherheitskräften die Flucht.

500 Flüchtlinge wollen nach Frankreich

Auf dem Bahnhof Ventimiglias übernachteten über hundert Flüchtlinge. Die Bahngesellschaft Trenitalia stellte einige Räume im Bahnhof zur Verfügung, wo Unterkünfte für Kinder und Frauen organisiert wurden.

Rund 500 Migranten warten in Ventimiglia auf Möglichkeiten, um nach Frankreich weiterzukommen. Sie wurden vom Roten Kreuz und anderen Organisationen versorgt. Französische Gendarmen sagten, sie hätten Anweisungen, die Migranten nicht über die Grenze zu lassen.

Indirekt Opfer des G7-Gipfels

Normalerweise gibt es im Schengenraum keine Grenzkontrollen. Wegen des G7-Gipfels im bayerischen Elmau wurden aber wieder vorübergehend Kontrollen eingeführt.

Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi verlangte mehr Solidarität von den EU-Mitgliedstaaten bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Europas Antwort auf diese «ernste Krise» sei bisher bei weitem nicht ausreichend, sagte der Regierungschef.

«Das, was in Ventimiglia geschieht, ist ein Schlag ins Gesicht Europas und ein Beweis, dass Migranten nicht in Italien bleiben, sondern weiterreisen sollen.»

Italiens Innenminister Angelino Alfano

Über die Flüchtlingsverteilung allgemein will Italiens Innenminister Angelino Alfano am Dienstag mit seinen europäischen Amtskollegen und Vertretern der EU-Kommission beraten. «Das, was in Ventimiglia geschieht, ist ein Schlag ins Gesicht Europas und ein Beweis, dass Migranten nicht in Italien bleiben, sondern weiterreisen sollen.»

Italien bemühe sich, den politischen Bankrott Europas abzuwenden. «In punkto Einwanderungspolitik muss Europa eine gemeinsame Lösung finden», so Alfano.

Zuvor hatte Frankreich die Zurückweisung der Migranten verteidigt. «Italien muss sich um sie kümmern, das ist das europäische Recht», so der französische Innenminister Bernard Cazeneuve. (whr/sda/apa) 

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wilhelm Dingo 16.06.2015 15:12
    Highlight Highlight Was seid ihr doch alles für Gutmenschen!
  • zombie1969 16.06.2015 14:34
    Highlight Highlight Nicolaus Fest, der ehemalige Chefredakteur der Bild am Sonntag, schrieb im April über die BRD-Asylpolitik und ihre Folgen:
    "Ich zumindest rate meinen Kindern, ihre Zukunft hier nicht zu planen. (...) Deutschland wird sich in den nächsten dreißig Jahren dramatisch verändern. Im Moment kommen Zehntausende, die keinerlei Beziehung zu diesem Land, seiner Geschichte, seiner Kultur haben, und dies auch gar nicht wollen. (...) Dann haben wir libanesische Verhältnisse, also ein Land zerrissen vom Gift der Religionen und Ethnien ohne verbindende Idee, unfähig zur Bewahrung der staatlichen Einheit."
    • zombie1969 16.06.2015 15:46
      Highlight Highlight 2)
      Wenn selbst einstige Repräsenanten eines Mainstream-Medium Warnungen von solcher Schärfe von sich geben, muss es wirklich schlimm stehen.
  • Caprice 16.06.2015 14:34
    Highlight Highlight Was für eine Schande! Wann sieht die EU endlich ein, dass das Schengen-System nicht nur unpraktikabel sondern schlichtweg gescheitert ist??
  • Baba 16.06.2015 12:41
    Highlight Highlight "Italien muss sich um sie kümmern, das ist europäisches Recht" - dieser Ausspruch zeigt, wie unsolidarisch die EU untereinander ist. Es kann doch nicht angehen, dass die Länder, die zufällig ans Mittelmeer grenzen die ganze Flüchtlingsproblematik selbst ausbaden müssen!!! Es ist eine Schande, wie Italien (und Griechenland) von den EU-Mitgliedsstaaten hängen gelassen wird.
    Eine Verteilung der Flüchtlinge nach Quoten (Anzahl Einwohner, Grösse des Landes nach km2 oderwasauchimmer) wäre die einzig faire und solidarische Lösung innerhalb der EU. Alles andere ist Egoismus pur!
    • saukaibli 16.06.2015 13:30
      Highlight Highlight Da kann ich dir nur zustimmen. Und wenn dann eine Merkel oder sonst so ein verlogenes ... kommt und von europäischen, christlichen Werten spricht, kommt mir das Kotzen. Solidarität und Mitgefühl, das wären doch mal christliche Werte, aber davon gibt es in Europa nichts mehr.
    • HabbyHab 16.06.2015 14:15
      Highlight Highlight @saukaibli Merkel.. die ist ja auch in einer Partei, die eher "Club Deutscher Unternehmer" heisst als "Christlich Demokratische Union"

So (schlecht) steht es um die Sozialdemokraten in Europa

Europas Linke hat schon bessere Zeiten gesehen. Das Bild ist allerdings nicht einheitlich, wie unsere Grafiken zeigen. In einigen Ländern ist die Sozialdemokratie tief gefallen, in anderen schaffte sie ein Comeback. Und in der Schweiz trotzt sie den Stürmen.

Wie weiter mit der SPD? Diese Frage stellt sich mit grösster Dringlichkeit, nachdem Parteichefin Andrea Nahles am Sonntag Knall auf Fall den Bettel hingeworfen hat. Der seit Jahren anhaltende Niedergang der deutschen Sozialdemokratie dürfte sich beschleunigen. Wie aber geht es der Linken in Europa? Der Blick auf 12 Länder in Westeuropa mit traditionsreichen sozialdemokratischen Parteien zeigt kein eindeutiges Bild – weshalb wir die Besonderheiten in den einzelnen Ländern weiter unten …

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