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Naher Osten

Israel beschiesst nach Angriffen mit Brandballons Hamas-Stützpunkt

Israel beschiesst nach Angriffen mit Brandballons Hamas-Stützpunkt

26.07.2021, 07:3026.07.2021, 07:30

Nach Angriffen militanter Palästinenser mit Brandballons hat Israels Armee eine Militärbasis der im Gazastreifen herrschenden Hamas beschossen. Kampfjets hätten den Stützpunkt angegriffen, der für Terroraktivitäten genutzt worden sei, teilte das Militär in der Nacht zum Montag mit.

epa08599708 Palestinians wearing masks release a balloon with attached incendiary device to it to Israeli lands near the border between Israel and Eastern Gaza Strip, Gaza Strip, 12 August 2020. EPA/M ...
Militante Palästinenser starten eine Brandballon (Archivbild)Bild: keystone

Israel habe damit auf Angriffe aus dem Gazastreifen mit Brandballons reagiert, hiess es in der Mitteilung. Militante Palästinenser lassen von dort immer wieder Ballons, die mit Spreng- und Brandsätzen beladen sind, nach Israel fliegen. Regelmässig kommt es dabei zu Bränden auf Feldern.

Israel hatte sich im Mai einen elftägigen Schlagabtausch mit militanten Palästinensern im Gazastreifen geliefert. Dabei starben in Gaza nach Angaben des Gesundheitsministeriums 255 Menschen. In Israel gab es nach offiziellen Angaben 13 Todesopfer. Ägypten vermittelte schliesslich eine Waffenruhe.

Die islamistische Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. Im Gazastreifen – einem Gebiet direkt am Mittelmeer – leben etwa zwei Millionen Menschen, davon ein Grossteil nach Angaben von Hilfsorganisationen unter sehr schlechten Bedingungen.

Als Reaktion auf die neuen Angriffe hatte Israel am Sonntag bereits die Fischereizone vor dem Gazastreifen eingeschränkt. Sie wurde nach Angaben der zuständigen Behörde von zwölf Seemeilen (rund 22 Kilometer) auf sechs Seemeilen (rund 11 Kilometer) verringert. (sda/dpa)

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Epstein unterhielt gute Beziehungen zu Schweizer Banken – die Sonntagsnews
Mögliche Exhumierungen von Opfern der Brandkatastrophe, Widersprüche bei den Gehaltsangaben von Moretti und WEF-Löhne im Visier des Bundes : Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.
Die Walliser Staatsanwaltschaft wälzt den Entscheid über mögliche Exhumierungen von Todesopfern der Brandkatastrophe in Crans-Montana VS laut der «NZZ am Sonntag» auf die Familien ab. Sie ordne Exhumierungen und Obduktionen nur an, wenn die Opferfamilien das explizit verlangten, sagten Anwälte von Familien zur Zeitung. Laut Gesetz müsste die Staatsanwaltschaft selbst entscheiden, ob das notwendig sei. Die Ermittlungsbehörde habe auf eine Anfrage nicht reagiert. Akten der Staatsanwaltschaft zeigen laut der Zeitung, weshalb die Schweiz nur zwei Opfer obduzierte: Zwei Wochen nach dem Brand sollte die Kantonspolizei demnach herausfinden, ob bei Schweizer Bestattungsunternehmen noch unbeerdigte Leichen lagen. Die zwei Obduzierten seien vermutlich schlicht die letzten Opfer gewesen, die noch nicht beerdigt waren, schlussfolgerte die «NZZ am Sonntag».
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