DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Zwei Raketen aus Libanon auf Israel abgefeuert

20.07.2021, 13:26

Aus dem Libanon sind zwei Raketen auf den Norden Israels abgeschossen worden. Das Abwehrsystem Eisenkuppel habe eine davon abgefangen, die andere sei in offenem Gelände aufgeschlagen, teilte das israelische Militär am frühen Dienstagmorgen mit.

Als Reaktion habe die Artillerie Ziele im Libanon beschossen. In den israelischen Gemeinden entlang der Grenze heulten Medienberichten zufolge zeitweise die Sirenen. Verletzte oder Schäden gab es demnach nicht. Die UN-Friedensmission Unifil kündigte eine Untersuchung an und forderte alle Beteiligten zur Zurückhaltung auf.

Israelische Armeevertreter sagten, dass sie nach ersten Erkenntnissen davon ausgehen, dass vermutlich Palästinenser die Raketen aus dem Libanon abgefeuert hätten. Dies sei vor dem Hintergrund der instabilen Lage im Land und des aktuell stattfindenden muslimischen Opferfestes Eid al-Adha geschehen. Auch libanesische Sicherheitskreise vermuten nach eigener Aussage, dass eine militante palästinensische Gruppierung die Raketen abgefeuert hat.

Israels Verteidigungsminister Benny Gantz schrieb am Morgen auf Twitter: «Der Staat Libanon ist verantwortlich für die Raketen, die heute Nacht abgefeuert wurden, weil er Terroristen erlaubt, auf seinem Territorium aktiv zu sein.» Israel werde nicht erlauben, dass die soziale, politische und wirtschaftliche Krise im Libanon zu einer Sicherheitsbedrohung für Israel werde. «Ich rufe die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Stabilität im Libanon wieder herzustellen.»

Anfang Juli hatte Gantz dem Nachbarland humanitäre Hilfe angeboten. Gleichzeitig hatte der libanesische Regierungschef Hassan Diab mit einem eindringlichen Hilferuf die internationale Gemeinschaft aufgefordert, das Land in der schweren Wirtschaftskrise vor dem Abgrund zu retten.

Israel und Libanon befinden sich offiziell im Kriegszustand. An der Grenze kommt es immer wieder zu Spannungen. Vor allem die eng mit dem Iran verbündete libanesische Schiitenmiliz Hisbollah sieht in Israel einen Erzfeind. (saw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Israel-Palästina-Eskalation im Mai 2021 in Bildern

1 / 17
Die Israel-Palästina-Eskalation im Mai 2021 in Bildern
quelle: keystone / mohammed saber
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

«Ich schlafe kaum» – ein Palästinenser in Haifa über sein Leben in Israel

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
Selenskyj an Uni Zürich: «Die Neutralität der Schweiz ist nicht mehr zeitgemäss»
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat donnerstagabends eine Rede am Europa Institut an der Universität Zürich gehalten. Nebst gewohnt hoffnungsvollen Nachrichten richtete er klare Wünsche an die Schweiz.

Die Stimmung im Hörsaal ist aufgeheizt. Während die einen schon sitzen und in allen möglichen Sprachen miteinander diskutieren, strömen weiterhin Zuschauerinnen und Zuschauer in den Saal. Das Publikum ist jung, studentisch, und auch erstaunlich ukrainisch – immer wieder hört man Gespräche in Selenskyjs Landessprache.

Zur Story