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Pakistans Ex-Präsident Musharraf in Abwesenheit zum Tode verurteilt

Pakistans Ex-Präsident Musharraf in Abwesenheit zum Tode verurteilt

17.12.2019, 10:5217.12.2019, 10:52
epa08076323 (FILE) - President of Pakistan General Pervez Musharraf speaking in Rawalpindi, Pakistan, 04 August 2004 (reissued 17 December 2019). Pervez Musharraf has been sentenced to death for high  ...
Musharraf regierte Pakistan 8 Jahre lang.Bild: EPA

Pakistans Ex-Militärmachthaber Pervez Musharraf ist laut Berichten von Staatsmedien in Abwesenheit wegen «Hochverrats» zum Tode verurteilt worden. Ein Sondergericht in Islamabad habe die Strafe gegen Musharraf verhängt.

Dies berichtete Radio Pakistan am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Nach Angaben von Musharrafs Anwalt Akhtar Shah wurde Musharraf wegen der Verhängung des Ausnahmezustands im November 2007 verurteilt. Shah erklärte, Musharraf habe «nichts falsch gemacht».

Musharraf hatte im Oktober 1999 den damaligen Premierminister Nawaz Sharif mit einem unblutigen Militärputsch abgesetzt und selbst die Macht übernommen. Mit den Jahren mehrten sich jedoch die Konflikte mit Justiz und Opposition. Im Zuge der Krise setzte er im November 2007 die Verfassung ausser Kraft, löste das Parlament auf und entliess die obersten Richter.

Letztlich lösten diese Schritte eine Protestwelle aus, die ihn im August 2008 zum Rücktritt zwang. Nach seiner Absetzung ging Musharraf mehrere Jahre ins Exil, kehrte im März 2013 aber zurück, um bei der Parlamentswahl anzutreten. Ihm wurde jedoch eine Kandidatur untersagt. Zudem wurde ein Ausreiseverbot gegen ihn verhängt. Nach dessen Aufhebung setzte er sich 2016 nach Dubai ab. (aeg/sda/afp)

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