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Mel Gibson wird von Trump begnadigt und bekommt Waffenschein zurück

epa04865707 Australian actor and director Mel Gibson during a press conference in Sydney, Australia, 30 July 2015. Gibson plans to direct a movie titled Hacksaw Ridge, primarily filmed in New South Wa ...
Bild: EPA/AAP
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Von Trump begnadigt: Mel Gibson bekommt Waffenschein zurück

Mel Gibson erhält nach über einem Jahrzehnt seine Waffenrechte zurück. Die Entscheidung sorgt für Aufsehen in den Spitzenrängen der US-Justiz.
06.04.2025, 17:0806.04.2025, 17:08
Ein Artikel von
t-online

Seine leidenschaftlichen Filmrollen faszinierten Millionen, doch ein Vorfall mit seiner Ex-Freundin kostete mel Gibson mehr als nur seinen guten Ruf. Nach über einem Jahrzehnt könnte sich für den Hollywoodstar nun ein wichtiges Kapitel schliessen. Die US-Justiz unter Präsident Trump hat entschieden, dem Schauspieler das Recht zum Besitz von Schusswaffen zurückzugeben. Die Entscheidung beendet eine kontroverse Debatte, die in den obersten Rängen des Justizministeriums für erhebliche Spannungen gesorgt hatte, wie Insider berichten.

Oyer erweigert Mel Gibson Waffenschein – und wird gefeuert

Der Beschluss, der auch für neun weitere Personen gilt, wurde von Justizministerin Pam Bondi genehmigt und soll demnächst im Federal Register veröffentlicht werden. Die Entscheidung fiel, nachdem es zuvor zu einem heftigen Konflikt mit der inzwischen entlassenen Spitzenbeamtin Elizabeth G. Oyer gekommen war.

Oyer hatte sich geweigert, Gibson in eine Liste von Personen aufzunehmen, deren Waffenrechte wiederhergestellt werden sollten – trotz des Drucks ihrer Vorgesetzten. Nach ihrer Entlassung erklärte sie der «New York Times», dass ein Ministeriumsbeamter versucht hatte, sie umzustimmen, weil Gibson «eine persönliche Beziehung zu Präsident Trump» habe.

Der Hintergrund: Gibson, ein bekannter Unterstützer des republikanischen Präsidenten, hatte 2011 ein «No Contest»-Plädoyer zu einer Anklage wegen Körperverletzung im Zusammenhang mit seiner damaligen Freundin abgegeben. Diese Verurteilung hatte zur Folge, dass ihm in Nevada der Kauf einer Waffe verweigert wurde. Oyer betonte, ihre Bedenken hätten nichts mit Politik zu tun, sondern mit den Sicherheitsrisiken, die entstehen könnten, wenn jemand mit einer Vorgeschichte häuslicher Gewalt wieder Zugang zu Schusswaffen erhält.

Die Entscheidung der Trump-Administration steht im Einklang mit einer breiteren konservativen Agenda zur Lockerung von Waffenbesitzrechten für bestimmte vorbestrafte Personen. Erst kürzlich hat das Justizministerium neue Vorschriften veröffentlicht, die solche Rechte für einige Personen mit Vorstrafen wiederherstellen sollen.

Die Entscheidung garantiert Mel Gibson jedoch nicht automatisch den Waffenbesitz, da einzelne Bundesstaaten eigene Beschränkungen haben können. Das Gesetz in Nevada verbietet zwar verurteilten Schwerverbrechern den Waffenbesitz, aber der Filmstar wurde nur wegen eines Vergehens, nicht wegen eines Verbrechens verurteilt.

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