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Krieg in Nahost: Trump: «Werde nirgendwo Truppen stationieren»

KEYPIX - epa12819270 ​An Israeli artillery unit deployed at an undisclosed location at the Israeli border with Lebanon shells targets in Lebanon, 14 March 2026. The Israeli military stated  ...
Eine israelische Artillerieeinheit beschiesst am 14. März 2026 Ziele im Libanon.Bild: keystone
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Trump: «Werde keine Truppen stationieren» +++ Hegseth: «Kostet Geld, Bösewichte zu töten»

11.03.2026, 05:2019.03.2026, 17:33
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18:16
Libanon: Mehr als 1000 Tote nach israelischen Angriffen
Israelische Angriffe auf den Libanon fordern nach dortigen Angaben mittlerweile mehr als 1.000 Tote. Wie das libanesische Gesundheitsministerium mitteilte, seien infolge der Angriffe 1.001 Menschen getötet und 2.584 verletzt worden. Die Angaben beziehen sich auf die Zeit seit Beginn des Iran-Kriegs und der damit verbundenen, erneuten Eskalation im Libanon.

Mit massiven Angriffen im Libanon will Israel den Verbündeten des Irans, die Hisbollah-Miliz, deutlich schwächen. Der Iran und die Hisbollah feuern immer wieder Raketen auf israelische Städte und Ortschaften.

Im Süden Libanons gehen Kämpfe am Boden indes weiter. Schwere Explosionsgeräusche seien in der Gegend um den Ort Chiam zu hören, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus libanesischen Sicherheitskreisen. Israelische Truppen würden langsam vorrücken und systematisch Häuser nahe der Grenze zu Israel zerstören.

Nach israelischen Militärangaben dient der Einsatz dem Schutz von Einwohnern in Israels Norden. Dortige Flussübergänge seien von der Hisbollah für Angriffe auf Israel genutzt worden, hiess es. (sda/dpa)
17:32
Trump: «Ich werde nirgendwo Truppen stationieren»
US-Präsident Donald Trump plant offenbar doch keinen Einsatz von Bodentruppen im Iran-Krieg. Das berichtet CNN. Bei einer Konferenz im Oval Office soll Trump am Donnerstag gesagt haben: «Nein, ich werde nirgendwo Truppen stationieren. Wenn ich es täte, würde ich es Ihnen sicherlich nicht sagen, aber ich werde keine Truppen stationieren.»

Zuvor hatte Reuters berichtet, Trump erwäge Militärverstärkung im Nahen Osten. Auch Bodentruppen hätte er nicht ausgeschlossen, um die Sicherheit für die Schifffahrt in der Strasse von Hormus zu gewährleisten. (hkl)

16:44
Iran meldet 178 Festnahmen wegen Spionagevorwürfen
Der iranische Geheimdienst hat nach eigenen Angaben seit Beginn des Kriegs 178 mutmassliche Spione festgenommen. Ihnen würden «Vaterlandsverrat» sowie Kontakte zu Agenten der USA und Israels vorgeworfen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Mehr. Die Festgenommenen sollen demnach «Bildmaterial von sensiblen Standorten und Kontrollpunkten» an feindliche Geheimdienste weitergegeben haben, damit diese gezielt angegriffen werden.

Zudem seien mehrere ausländische Staatsbürger in Gewahrsam genommen worden, hiess es weiter. Bei ihnen seien Waffen, Ortungsgeräte, spezielle Kommunikationsmittel sowie ausländische Währungen beschlagnahmt worden. Der Geheimdienst der Revolutionsgarden rief die Bevölkerung auf, Verdachtsmomente umgehend zu melden.

Unabhängige Bestätigungen für die Angaben liegen nicht vor. Beobachter weisen darauf hin, dass Teheran in Kriegs- und Krisenzeiten regelmässig über umfangreiche Festnahmen von mutmasslichen Spionen berichtet. (sda/dpa)
16:08
Hegseth: «Es kostet Geld, Bösewichte zu töten»
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat einen Finanzierungsantrag seines Hauses zur Fortführung des Iran-Kriegs verteidigt.

«Es kostet Geld, Bösewichte zu töten», rechtfertigte er sich bei einer Pressekonferenz. Er wolle sich erneut an den Kongress wenden, um so für ausreichende Munitionsvorräte sowie die Finanzierung «für das, was wir in Zukunft möglicherweise tun müssen», Sorge zu tragen.



Die «Washington Post» hatte unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet, das Pentagon habe beim Weissen Haus um Genehmigung eines Antrags an den US-Kongress gebeten. Dabei geht es um mehr als 200 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung des Krieges gegen die Führung in Teheran.

Auf den Bericht angesprochen, sagte Hegseth: «Was die 200 Milliarden Dollar angeht, denke ich, dass sich diese Zahl noch ändern könnte.» (sda/dpa)
15:52
Trump erwägt Militärverstärkung im Nahen Osten
Die Regierung von US-Präsident erwägt laut der Nachrichtenagentur Reuters den Einsatz Tausender US-Soldaten zur Verstärkung im Nahen Osten. Das hätten ein US-Beamter und drei mit der Angelegenheit vertraute Personen bestätigt.



Die Einsätze könnten Trump zusätzliche Optionen im Iran-Krieg bieten, etwa die Sicherstellung der sicheren Durchfahrt von Öltankern durch die Strasse von Hormus. Diese Mission würde vor allem durch Luft- und Seestreitkräfte durchgeführt werden, sagten die Quellen gegenüber Reuters. Doch auch der Einsatz von Bodentruppen an der iranischen Küste sei nicht ausgeschlossen. (hkl)
15:50
Teheran: Reaktion auf Israel «nur ein Bruchteil» der Schlagkraft
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi warnt vor einer härteren Reaktion, sollte Israel erneut die iranische Infrastruktur angreifen.



Auf der Plattform X erklärte er, Irans Reaktion auf den israelischen Angriff habe nur einen Bruchteil der Schlagkraft ausgeschöpft. «Der EINZIGE Grund für diese Zurückhaltung war der Respekt vor der geforderten Deeskalation», so Araghtschi.

Der Aussenminister betonte zudem, ein mögliches Kriegsende müsse die Schäden an zivilen Einrichtungen im Iran berücksichtigen. (sda/dpa)
15:16
Grosse europäische Länder und Japan verurteilen Blockade am Golf
Mehrere wichtige europäische Staaten sowie Japan fordern den Iran auf, die faktische Sperrung der Strasse von Hormus zu beenden.

Teheran solle unverzüglich seine Versuche stoppen, die wichtige Meerenge durch Drohgebärden, das Verlegen von Minen sowie Drohnen- und Raketenangriffe und andere Massnahmen zu blockieren, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Grossbritanniens, Italiens, der Niederlande und Japans.

Zudem signalisierten sie die Bereitschaft, zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Region aktiv zu werden. «Wir bekunden unsere Bereitschaft, einen Beitrag zu geeigneten Anstrengungen zu leisten, um eine sichere Passage der Meerengen zu gewährleisten», hiess es weiter.

Moratorium auf Angriffe gegen zivile Infrastruktur

Die USA und Israel, die mit ihren Angriffen auf den Iran den jüngsten Konflikt am Persischen Golf ausgelöst hatten, wurden in der Erklärung nicht erwähnt. Gefordert wurde jedoch ein «unverzügliches, umfassendes Moratorium» auf alle Angriffe gegen zivile Infrastruktur, einschliesslich Öl- und Gas-Anlagen. «Wir rufen alle Staaten auf, das Völkerrecht zu achten und die wesentlichen Grundprinzipien des globalen Wohlstands und der internationalen Sicherheit aufrechtzuerhalten», so die Erklärung weiter.

Die Entscheidung der Internationalen Energieagentur, eine koordinierte Freigabe der strategischen Ölreserven zu bewilligen, begrüsse man, hiess es. Zudem sollen weitere Massnahmen zur Stabilisierung der Energiemärkte getroffen werden, «auch durch Zusammenarbeit mit bestimmten Erzeugerländern im Hinblick auf eine Produktionssteigerung». (lak/sda/dpa)
15:07
Bessent erwägt Lockerung der Sanktionen gegen iranisches Öl
Angesichts der angespannten Lage auf dem internationalen Ölmarkt hat US-Finanzminister Scott Bessent teilweise Lockerungen von Handelsbeschränkungen für iranisches Öl in Aussicht gestellt. «In den kommenden Tagen werden wir möglicherweise die Sanktionen gegen iranisches Öl aufheben, das sich derzeit auf See befindet», sagte er dem US-Sender Fox Business. Dabei handele es sich um etwa 140 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter).

Bessent zufolge entspricht die schwimmende Ölmenge einem Vorrat von 10 bis 14 Tagen, der ansonsten nach China gegangen wäre. Dabei betonte er, dass iranisches Öl weiterhin aus dem Persischen Golf heraus nach Indien und China exportiert werde. China und Indien sind die wichtigsten Abnehmer des Rohstoffs aus dem Iran.

Mit der Aufhebung von Sanktionen für bereits im Transport befindliches Öl aus dem Iran versuchen die USA, die steigenden Preise für den Rohstoff unter Kontrolle zu bekommen. Zuletzt hatten sich Öl und Gas infolge des Iran-Kriegs deutlich verteuert.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Strasse von Hormus - einer Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, durch die normalerweise ein bedeutender Teil des globalen Ölhandels verläuft. Der Schiffsverkehr dort ist nahezu zum Erliegen gekommen. Die USA erlaubten daraufhin auch temporär den Kauf von derzeit per Schiff transportiertem russischen Öl, um das Angebot auf dem Weltmarkt zu verbessern. (awp/sda/dpa)

12:40
Shell bestätigt Schäden an Gasaufbereitungsanlage
Beim iranischen Angriff auf Katar ist eine Anlage des Öl- und Gaskonzerns Shell getroffen worden. Die Gasaufbereitungsanlage «Pearl» wurde bei dem iranischen Angriff auf Ras Laffan am Mittwoch beschädigt, wie Shell mitteilte. Das auf der Anlage befindliche Personal befinde sich in Sicherheit und sei wohlauf.

Infolge des Angriffs brach nach Angaben von Shell ein Brand an dem Standort aus, der inzwischen gelöscht wurde. Die Anlage befinde sich in einem sicheren Zustand. Das Ausmass des Schadens muss noch ermittelt werden. Einer Mitteilung von Qatar-Energy zufolge gab es erhebliche Schäden. Shell betreibt die Anlage zusammen mit dem staatlich-katarischen Konzern.

Gas-to-Liquid ist ein Verfahren zur Herstellung synthetischer Kraftstoffe. Dabei wird Gas in hochwertige flüssige Produkte umgewandelt. Täglich werden dort bis zu 1,6 Milliarden Kubikfuss Erdgas umgewandelt in 140'000 Barrel Flüssigprodukte wie Diesel, Kerosin und Basisöle. Die Anlage ist Shell zufolge die grösste weltweit. Die Produktion von Flüssiggas (LNG) an dem Standort hatte Shell bereits Anfang März heruntergefahren. (awp/sda/dpa)

10:12
Drohne stürzt über Ölraffinerie in Saudi-Arabien ab
Über der saudischen Ölraffinerie Samref ist nach offiziellen Angaben eine Drohne abgestürzt. Der Schaden werde derzeit begutachtet, teilte das Verteidigungsministerium in Saudi-Arabien mit.

Der Iran hatte am Mittwoch nach israelischen Angriffen auf iranische Gasanlagen gedroht, als Vergeltungsmassnahme Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar anzugreifen. Unter den genannten Zielen war auch die Samref-Raffinerie. Sie ist eine der bedeutendsten im Land.

Am Morgen hatte das Verteidigungsministerium bereits erklärt, mehrere Drohnen unter anderem bei der Hauptstadt Riad und im östlichen Teil des Landes abgefangen zu haben. Auch eine ballistische Rakete, die auf den Hafen von Janbu - nahe der Raffinerie - abgefeuert worden sei, sei abgefangen und zerstört worden. (sda/dpa)
9:18
Kuwait meldet Brände nach Drohnenangriffen auf Ölraffinerien
In Kuwait sind zwei Raffinerieanlagen der staatlichen Ölgesellschaft Ziel von Drohnenangriffen geworden.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur unter Berufung auf die Kuwait Petroleum Corporation berichtete, wurde eine Betriebseinheit in der Raffinerie Mina Abdullah von einer Drohne attackiert. Daraufhin sei ein Brand ausgebrochen.

Zudem wurde eine weitere Betriebseinheit in der Raffinerie Mina al-Ahmadi von einem ähnlichen Angriff getroffen. Auch dort kam es nach Angaben des Unternehmens zu einem begrenzten Brand. Beide Anlagen gehören zu den wichtigsten Ölraffinerien des Landes und auch der Golfregion.

In beiden Fällen seien umgehend alle erforderlichen Vorsichtsmassnahmen ergriffen worden, hiess es. Verletzte habe es nicht gegeben. (sda/dpa)
9:17
Gaspreise steigen nach Iran-Eskalation um bis zu 35 Prozent
Der Preis für europäisches Gas ist am Donnerstag um 35 Prozent gestiegen, nachdem Angriffe auf Energieinfrastrukturen im Nahen Osten erfolgt sind, insbesondere ein Angriff des Iran auf die weltweit grösste Produktionsanlage für Flüssigerdgas (LNG) in Katar.

Kurz nach Beginn des Handels um 8:00 Uhr sprang der niederländische TTF-Terminkontrakt, der als europäische Referenz gilt, um 28,06 Prozent auf 70 Euro pro Megawattstunde, nachdem er zuvor um bis zu 35 Prozent gestiegen war.

Der staatliche Energiekonzern Katars berichtete am Donnerstag insbesondere von «erheblichen Schäden» am Gaskomplex Ras Laffan, nachdem dieses Schlüsselgelände im Morgengrauen erneut von Raketenangriffen getroffen worden war, was die Sorgen um die internationale Energieversorgung anheizt. (awp/sda/afp)

5:54
Katar meldet: Feuer in Ras Laffan unter Kontrolle
Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem iranischen Raketenangriff schwer beschädigt worden. Am frühen Morgen wurden im Industriegebiet Ras Laffan mehrere Flüssiggasanlagen angegriffen, was zu «bedeutenden Bränden und weiteren schweren Schäden» führte, wie der Betreiber Qatar Energy auf der Plattform X mitteilte.

Das Innenministerium erklärte nun, die Brände seien unter Kontrolle gebracht worden. Es gebe keine Verletzten. Eine Sprengstoffeinheit der Sicherheitskräfte sei vor Ort, um sich um mögliches Gefahrengut zu kümmern. Dem Verteidigungsministerium zufolge setzte der Iran bei dem Angriff ballistische Raketen ein.

Das Industriegebiet war bereits am Mittwochabend vom Iran mit Raketen angegriffen worden. Der Betreiber sprach daraufhin auf der Plattform X bereits von Bränden und grossen Schäden. (con/sda/dpa)


Katar ist einer der grössten Flüssiggasproduzenten der Welt.
4:20
Katar weist Irans Militärattaché aus
Der Golfstaat Katar hat die Militär- und Sicherheitsattachés der iranischen Botschaft sowie deren Mitarbeiter zu unerwünschten Personen erklärt und des Landes verwiesen. Sie seien aufgefordert, Katar innerhalb von 24 Stunden zu verlassen, teilte das Aussenministerium mit. Es verwies auf wiederholte «Aggressionen» des Irans gegen Katar. Iran hatte zuletzt mehrfach Katars grosse Gasanlagen bombardiert.

Das Aussenministerium in Doha warnte in seiner auf der Plattform X veröffentlichten Mitteilung, dass andauernde Feindseligkeiten seitens des Irans mit «weiteren Massnahmen zum Schutz der Souveränität, der Sicherheit und der nationalen Interessen des Landes» beantwortet würden. (con/sda/dpa)
4:12
Abu Dhabi schliesst Öl- und Gasanlage nach Angriff wegen Trümmerteilen
Die Behörden in den Vereinigten Arabischen Emiraten haben eine Öl- und Gasanlage im Emirat Abu Dhabi nach einem Raketenangriff geschlossen. Herabstürzende Trümmerteile infolge eines Abwehreinsatzes der Luftabwehr hätten zu «Vorfällen» geführt, teilte die Regierung in Abu Dhabi mit.

Betroffen ist demnach die Gasanlage Habschan und ein Ölfeld namens Bab. Es gebe keine Verletzten. Die Behörden nannten zunächst keine weiteren Einzelheiten zur Art und Schwere der Schäden. Es blieb auch unklar, für wie lange die Anlagen geschlossen bleiben sollen.

In der Mitteilung des Kommunikationsbüros von Abu Dhabi auf der Plattform X wurde nicht genannt, wer für den Angriff verantwortlich war. Der Iran greift seit Beginn des amerikanisch-israelischen Kriegs vor gut zweieinhalb Wochen auch immer wieder Ziele in den Emiraten an. (sda/dpa)
3:55
Trump: Israel greift wichtiges Gasfeld vorerst nicht mehr an
Zugleich hat der US-Präsident erklärt, dass Israel Irans wichtiges Gasfeld «South Pars» nicht erneut angreifen werde. Das gelte aber nur solange der Iran eben Katars Gasanlagen nicht mehr attackiere, schränkte er in einem Post auf seiner Plattform Truth Social ein. (sda/dpa)
3:51
Trump droht Iran mit massivem Angriff auf gesamtes Gasfeld
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer massiven Bombardierung des wichtigen Gasfelds «South Pars» gedroht. Eine solche Attacke des US-Militärs werde es geben, falls Iran weiter Katars Gasindustrie angreife, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Für diesen Fall drohte er mit einem Angriff «mit einer Stärke und Schlagkraft, wie Iran es noch nie zuvor gesehen hat». (sda/dpa)

3:38
Katar: Grosse Schäden an Flüssiggasanlage nach Irans Angriff
Katars für den Weltmarkt bedeutende Flüssiggasanlagen sind bei einem erneuten iranischen Raketenangriff nach Angaben aus dem Golfstaat schwer beschädigt worden. Am frühen Morgen wurden im Industriegebiet Ras Laffan mehrere Flüssiggasanlagen angegriffen, was zu «bedeutenden Bränden und weiteren schweren Schäden» führte, wie der Betreiber Qatar Energy auf der Plattform X mitteilte. Einsatzkräfte seien vor Ort, um den Schaden zu begrenzen. Es gebe keine Verletzten.

Dem Verteidigungsministerium in Doha zufolge setzte Iran bei dem Angriff ballistische Raketen ein.

Das Industriegebiet war bereits am Mittwochabend vom Iran mit Raketen angegriffen worden. Der Betreiber sprach daraufhin auf der Plattform X bereits von Bränden und grossen Schäden.

Katar gehört zu den grössten Gasproduzenten der Welt und spielt eine Schlüsselrolle bei der globalen Versorgung mit Flüssiggas, das vor allem in Ras Laffan verschifft wird. Katars Produktion und der Transport über die Strasse von Hormus sind wegen des seit gut zweieinhalb Wochen andauernden Iran-Kriegs allerdings derzeit weitestgehend unterbrochen. (sda/dpa/con)


In Ras Laffan befindet sich eine der grössten Gasanlagen der Welt.
1:58
Neuer Angriff auf Schiff im Golf von Oman
Südlich der Strasse von Hormus ist ein Schiff im Golf von Oman von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. An Bord brach ein Feuer aus. Das teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) mit.

Der Vorfall ereignete sich demnach etwa 20 Kilometer vor der Küste der Stadt Khor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten, nahe dem südlichen Eingang zur Meerenge von Hormus. Weitere Einzelheiten zu dem Vorfall waren zunächst nicht bekannt.

Der von den USA und Israel angegriffene Iran hat zuletzt in der Region wiederholt Schiffe angegriffen. Die Schifffahrt durch die strategisch wichtige Strasse von Hormus, die vom Persischen Golf in den Golf von Oman führt, ist daher praktisch zum Erliegen gekommen. (sda/dpa)
1:37
Mann bei iranischem Angriff in Israel getötet
Bei einem iranischen Raketenangriff ist in Israel ein Mann ums Leben gekommen. Bei dem Opfer handle es sich um einen ausländischen Arbeiter, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Er sei durch Splitter lebensgefährlich verletzt und schliesslich für tot erklärt worden. Aus welchem Land der Mann stammt, war zunächst unklar. Der Angriff ereignete sich den Angaben zufolge in Zentralisrael.

Dort hatte es zuvor eine Handy-Warnung vor iranischem Raketenbeschuss und kurz darauf Raketenalarm gegeben. Betroffen war auch die Küstenmetropole Tel Aviv.

Israels Armee sowie Polizei meldeten mehrere Einschläge im Zentrum des Landes. Laut israelischen Medien trafen Raketenteile auch ein mehrstöckiges Wohnhaus in Tel Aviv. Medien verbreiteten Aufnahmen, die Schäden am obersten Stockwerk des Gebäudes zeigen. Eine Person wurde den Berichten zufolge wegen einer Rauchvergiftung behandelt.

Israelischen Medien zufolge soll der Iran bei dem Angriff erneut die international weitgehend geächtete Streumunition eingesetzt haben. (sda/dpa)
1:12
Israels Armee greift erstmals Ziele im Nordiran an
Israels Luftwaffe greift Armeeangaben zufolge erstmals seit Kriegsbeginn Ziele im Norden des Irans an. Das Militär habe begonnen, dort Ziele ins Visier zu nehmen, teilte die Armee am Abend mit. Laut früheren Angaben stehen bei den Angriffen vor allem Ziele der iranischen Führung im Fokus.

Israelische Medien hatten zuvor berichtet, Israels Luftwaffe habe erstmals Schiffe der iranischen Marine im Kaspischen Meer, das an den Norden des Landes grenzt, angegriffen. Israels Armee bestätigte das nicht explizit, erklärte aber, dass sich bei ihren aktuellen Angriffen auch auf Geheimdienstinformationen der Marine stütze. Weitere Einzelheiten nannte sie zunächst nicht. Die Zerstörung der iranischen Marine ist eines der Kriegsziele der USA im Iran.

Wegen eines iranischen Angriffs gab es am späten Abend Raketenalarm in der Küstenmetropole Tel Aviv. Berichten zufolge soll der Iran dabei erneut die international weitgehend geächtete Streumunition eingesetzt haben. Es gab zunächst keine Berichte über Opfer. (sda/dpa)
22:42
Palästinenserinnen bei iranischem Raketenangriff getötet
Bei einem iranischen Raketenangriff im Westjordanland sind palästinensischen Angaben zufolge drei Frauen getötet worden. Sieben weitere Palästinenserinnen seien verletzt worden, eine von ihnen schwebe in Lebensgefahr, teilte der palästinensische Rote Halbmond mit. Laut der Nachrichtenagentur Wafa wurde ein Schönheitssalon in dem Ort Beit Awa südwestlich von Hebron getroffen.

Israels Armee bestätigte auf Anfrage, dass es in der Gegend einen Raketeneinschlag gegeben habe. Nach Erkenntnissen des Militärs handelt es sich um eine iranische Rakete - und keine Abfangrakete oder Teile davon. Medienberichten zufolge könnte vom Iran zuletzt häufig eingesetzte, international weitgehend geächtete Streumunition den Salon getroffen haben.

Während es in Israel viele Bunker und Schutzräume gibt, ist das im Westjordanland nicht der Fall. Zudem gibt es keine Warnungen vor Raketenangriffen. (sda/dpa)
22:18
Saudi-Arabien: Abschuss von Rakete über Riad - Vier Verletzte
In Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad sind offiziellen Angaben zufolge vier Menschen durch herabstürzende Trümmer einer ballistischen Rakete verletzt worden. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Spa unter Berufung auf einen Sprecher des Zivilschutzes. Die Trümmer seien auf ein Wohngebiet in Riad gefallen. Dabei sei zudem geringer Sachschaden entstanden. Der Sprecher sagte weiter, Versuche, zivile Ziele anzugreifen, stellten einen klaren Verstoss gegen das Völkerrecht dar.

Zuletzt hatte Saudi-Arabien vor allem Drohnen im ölreichen Osten des Landes abgefangen, angegriffen wurde aber auch die US-Botschaft in Riad, die zentral in dem Land liegt, und eine US-Militärbasis. Der Iran greift Saudi-Arabien und die übrigen Staaten am Persischen Golf seit Beginn des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs vor knapp drei Wochen immer wieder mit Raketen und Drohnen an. (sda/dpa)
22:10
Berichte: Israel greift erstmals iranische Marineschiffe an
Israels Luftwaffe hat israelischen Berichten zufolge erstmals Schiffe der iranischen Marine im Kaspischen Meer ins Visier genommen. Der TV-Sender N12 sprach von einem «ungewöhnlichen Angriff» in der nordiranischen Hafenstadt Bandar Ansali und berief sich auf israelische Sicherheitskreise. Auch die Nachrichtenseite «ynet» und der Sender Kan 11 meldeten einen Angriff auf Ziele der iranischen Marine. Israels Armee äusserte sich auf Anfrage zunächst nicht zu den Berichten.

Israel schliesse sich damit den USA an, hiess es in einem Bericht von N12 weiter. Die Zerstörung der iranischen Marine ist eines der Kriegsziele der USA im Iran. US-Präsident Donald Trump sagte kürzlich, das US-Militär habe die gesamte Marine des Landes versenkt.

In Bandar Ansali liegt das Hauptquartier der iranischen Marine ihrer Nordflotte. Der Iran feuerte am späten Abend zugleich erneut Raketen auf Israel. Im Süden des Landes mussten sich die Menschen in Schutzräume begeben. (sda/dpa)
22:06
Irak meldet Angriff auf Luftwaffenstützpunkt in Kirkuk
Der Irak meldet einen Angriff auf einen eigenen Luftwaffenstützpunkt in der Stadt Kirkuk. Ein Geschoss habe einen Brand ausgelöst, teilte das irakische Verteidigungsministerium auf der Plattform X mit. Das Feuer sei unter Kontrolle, es gebe keine Verletzten.

Bei dem Luftwaffenstützpunkt im Nordirak handele es sich um eine rein irakische Einrichtung, in der sich keine ausländische Ausstattung oder Personal befinde, hiess es weiter. Das Ministerium bezeichnete den Angriff als inakzeptabel und stelle einen direkten Angriff auf die Fähigkeiten der irakischen Luftstreitkräfte dar. Nicht mitgeteilt wurde, wer verdächtigt werde, dafür verantwortlich zu sein.

Der Irak grenzt an den Iran und ist im Zuge des Kriegs ebenfalls Schauplatz von Angriffen. Im Irak haben die mit Teheran verbündeten Milizen grossen Einfluss, die immer wieder Angriffe auf US-Truppen im Land für sich beanspruchen. In den vergangenen Tagen gab es unter anderem Angriffe auf einen US-Militärstützpunkt in der Nähe des Flughafens von Bagdad. Zudem geriet die US-Botschaft dort bereits zwei Mal innerhalb weniger Tage unter Beschuss. (sda/dpa)
20:43
Erster Hisbollah-Angriff auf Südisrael seit Kriegsbeginn
Die libanesische Hisbollah-Miliz hat erstmals seit Kriegsbeginn den Süden Israels angegriffen. In israelischen Orten in der Nähe des Gazastreifens sowie in der Stadt Aschkelon heulten am Abend die Warnsirenen. Israels Armee bestätigte auf Anfrage, dass die Hisbollah dafür verantwortlich sei. Auch mehrere israelische Medien berichteten darüber.

Die vom Iran unterstützten Schiitenorganisation feuerte am Abend ebenfalls erneut Raketen auf den Norden Israels, der an den Libanon grenzt. Auch in der Küstenmetropole Tel Aviv war eine Explosion in der Ferne zu hören. Dort gab es aber keinen Raketenalarm. Berichte über Schäden oder Verletzte nach den neuen Angriffen gab es zunächst nicht. (sda/dpa)
20:26
Nach Angriffen: Iran sieht «neue Eskalationsstufe»
Irans Präsident Massud Peseschkian warnt nach Angriffen auf die Energieinfrastruktur vor einer weiteren Eskalation. Auf der Plattform X schrieb er, diese «aggressiven Handlungen» würden Israel, den USA sowie deren Verbündeten keinen Vorteil bringen, sondern die Lage verschärfen. Sie könnten «unkontrollierbare Folgen» haben, die sich weltweit auswirken.

Parlamentspräsident, Mohammed Bagher Ghalibaf, erklärte auf X, es habe eine neue Eskalationsstufe begonnen. Das Prinzip «Auge um Auge» gelte.

Ein Sprecher der Kommandozentrale der Streitkräfte sagte laut der staatlichen Rundfunkagentur, das Militär habe wiederholt davor gewarnt, dass der Iran den Krieg ausweiten werde, sollte seine Energieversorgung angegriffen werden. «Wartet auf die Reaktion des Irans», sagte der Sprecher.

Zuvor hatte Israels Luftwaffe Anlagen der Gasindustrie am Persischen Golf angegriffen. Das Gasfeld «South Pars», das der Iran und Katar ausbeuten, ist die weltweit grösste bekannte Gasreserve und liefert rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung. (sda/dpa)
20:25
Iran-Krieg blockiert medizinische Hilfslieferungen
Wegen des Iran-Kriegs verzögert sich nach Angaben einer Hilfsorganisation derzeit der Transport von medizinischen Hilfsgütern für rund 400.000 Kinder. Der Konflikt blockiere wichtige Lieferwege und verzögere lebensrettende medizinische Lieferungen, teilte die Kinderhilfsorganisation Save the Children mit. Luft-, See- und Landwege seien unterbrochen.

Die betroffenen Hilfslieferungen seien für Familien im Sudan, Jemen und Afghanistan bestimmt, hiess es weiter. Die Helfer erwarten, dass die Transportkosten bis zu 50 Prozent steigen könnten, da Hilfsgüter in einigen Fällen umgeleitet werden müssten. (sda/dpa)
19:50
Feuer in riesiger Gasanlage in Katar nach Angriff des Iran
Laut dem Innenministerium Katars hat der Iran die Ölraffinerie Ras Laffan angegriffen. Infolge des Angriffs sei ein Feuer ausgebrochen, und Einsatzkräfte des Zivilschutzes seien derzeit vor Ort.

QatarEnergy bestätigte gegenüber Al Jazeera, dass die Industriestadt Ras Laffan heute Abend Ziel von Raketenangriffen war. Auf X schreibt das staatliche Energieunternehmen: «Rettungskräfte wurden sofort entsandt, um die dadurch entstandenen Brände einzudämmen, da erhebliche Schäden verursacht wurden. Alle Mitarbeiter sind in Sicherheit und es wurden bislang keine Verletzten gemeldet.» (val)
17:55
Iran dämmt Brände nach Angriff auf Gasanlagen ein
Nach Luftangriffen auf Anlagen der Gasindustrie am Persischen Golf ist die Lage nach iranischen Angaben unter Kontrolle. Laut Nachrichtenagentur Fars erklärte der Gouverneur der Provinz Asalujeh, dadurch ausgelöste Brände seien eingedämmt worden.

Das Feuer, das noch brenne, stehe mit verbliebenen Gasen in den Leitungen in Zusammenhang, hiess es weiter. Sobald diese geleert seien, würden die Flammen von selbst erlöschen. Für die Bevölkerung umliegender Städte bestehe keine Gefahr.

Das Gasfeld «South Pars», das der Iran und Katar ausbeuten, ist die weltweit grösste bekannte Gasreserve und liefert rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung. (sda/dpa)
16:23
WHO spricht von 2300 toten Zivilisten
Im Krieg im Nahen und Mittleren Osten sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang mehr als 2300 Zivilisten ums Leben gekommen. Mehr als 1400 Tote seien im Iran gemeldet worden, fast 900 im Libanon und 20 in Israel:

Das sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in einer Pressekonferenz in Genf. Tausende Menschen in den drei Ländern seien verletzt worden.

Tedros äusserte auch äusserst besorgt über Dutzende Attacken auf Gesundheitseinrichtungen und medizinisches Personal in der Region. «Angriffe auf die Gesundheitsversorgung verletzen internationales Recht», betonte er.

Bislang hat die WHO im Libanon 28 solche Angriffe mit 30 Toten und 25 Verletzten verifiziert. Im Iran waren laut der UN-Gesundheitsorganisation seit Kriegsbeginn 20 Angriffe mit 9 Toten. In Israel kam es zu zwei Angriffen auf das Gesundheitswesen. (sda/dpa)
15:50
Iran: Präsident bestätigt Tod von Geheimdienstchef Esmail Khatib
Der Geheimdienstminister von Iran, Esmail Khatib, ist tot. Das bestätigte der iranische Präsident, Masoud Pezeshkian. Der israelische Verteidigungsminister, Israel Katz, hatte bereits heute früh erklärt, Khatib sei in der Nacht bei einem Angriff getötet worden.

«Die feige Ermordung meiner lieben Kollegen Ismail Khatib, Ali Larijani und Aziz Nasirzadeh sowie einiger ihrer Familienangehörigen und Begleitpersonen hat uns in tiefe Trauer versetzt», so Präsident Pezeshkian auf X. Die beiden weiteren Personen sind der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates von Iran und der Verteidigungsminister
Leavitt: Strasse von Hormus für US-Energieversorgung nicht nötig
Die Vereinigten Staaten von Amerika sind nach den Worten von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt nicht auf die Strasse von Hormus zur Sicherung der eigenen Energieversorgung angewiesen.

«Wir wollen, dass die Strasse offen für den weltweiten Ölmarkt ist, damit Preise stabilisiert werden und wieder sinken», sagte sie dem US-Sender Fox News. Leavitt zufolge stehen US-Verteidigungsminister Pete Hegseth und Aussenminister Marco Rubio weiterhin im Austausch mit europäischen und arabischen Verbündeten, um sie stärker bei der Sicherung der Meerenge südlich des Irans einzubinden. «Dies liegt mehr in ihrem Interesse als im Interesse der Vereinigten Staaten», sagte sie weiter.

Sie erinnerte daran, dass die USA Nettoexporteur von Öl seien. Tatsächlich profitiert die US-Wirtschaft zwar von der aktuellen Entwicklung. Diese ist robuster als etwa Europa gegenüber hohen Energiepreisen. Dies schützt das Land jedoch nicht vor marktbedingten Preissteigerungen im Inland: Da Öl an internationalen Börsen gehandelt wird, schlagen die globalen Preissprünge dennoch direkt auf die US-Verbraucher durch. (sda/dpa)
15:16
Wadephul: Iran-Krieg kann Welt in allergrösste Krise stürzen
Der deutsche Aussenminister Johann Wadephul hat vor einer Ausweitung des Iran-Kriegs mit weltweiten Folgen gewarnt.

Der Krieg habe «ein wirkliches Eskalationspotenzial, was nicht nur diese Region, sondern die Welt insgesamt in eine allergrösste Krise stürzen kann», sagteer bei einem Treffen mit seinem französischen Kollegen Jean-Noël Barrot in Berlin. Allein die aus der Region sichergestellte Düngerversorgung «ist so essenziell, dass bei einem längeren Ausbleiben eine Nahrungsmittelkrise in grossen Teilen Afrikas» drohen würde.



Dies müsse «wegen der Menschen, die leiden würden, und natürlich auch wegen der Flüchtlingsströme, die sich daraus ergeben können» Sorge auslösen, warnte Wadephul. «Das hat insofern eine grosse Bedeutung für uns». Dies müsse in einer verantwortungsvollen Würdigung der Situation gesehen werden.

Barrot hatte vor dem Gespräch mit Wadephul an der Sitzung des deutschen Kabinetts mit Kanzler Friedrich Merz teilgenommen. Einen solchen gegenseitigen Austausch soll es nach dem deutsch-französischen Vertrag von Aachen viermal im Jahr geben.

«Geordneter Regimewechsel» laut Wadephul nicht zu erwarten
Wadephul betonte angesichts der andauernden Angriffe Israels und der USA, es sei nicht zu erwarten, «dass ein derartiger Militärschlag zu einem geordneten Regimewechsel führt». Weder im Irak noch in Libyen habe militärisches Engagement einen geordneten Wechsel hin zu einer freiheitlichen, demokratischen und rechtsstaatlichen Struktur erreicht.

Er wünsche sich innerhalb des Irans einen Wandel hin zu einer humanen, menschenwürdigen Führung - dazu sei man auch mit der Opposition im Gespräch. Dies werde sich allerdings in Kriegszeiten nicht kurzfristig aus dem Land heraus entwickeln, sagte der Christdemokrat. «Ich glaube nur nicht, dass es sozusagen militärisch von aussen herbeigeführt werden kann», fügte er hinzu.

Wadephul skizziert Weg hin zu politischer Lösung

Mit den USA und Israel müsse deshalb versucht werden, «einen Punkt zu finden, wo die militärischen Ziele, die diese beiden sich vorgenommen haben, erreicht sind», skizzierte Wadephul einen Weg hin zu einer politischen Lösung. Dann müsse es zu einer Deeskalation und zur Beilegung der kriegerischen Handlungen kommen. Gleichzeitig müsse Sicherheit für die Strasse von Hormus und die Golfstaaten hergestellt werden. Dies werde schwierig werden, aber er glaube, «dass Europa dabei eine Rolle spielen kann und sollte». (sda/dpa)
14:32
Türkei verstärkt nach Abschuss von Raketen aus dem Iran erneut Abwehr
Nach dem Abschuss von drei Raketen aus dem Iran verstärkt die Türkei erneut ihre Flugabwehr. In der südtürkischen Provinz Adana werde zusätzlich ein Patriot-Raketenabwehrsystem stationiert.

Das teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums auf dem Nato-Stützpunkt Incirlik in Adana mit. Es soll demnach vom US-Stützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz dorthin verlegt werden. Es war zunächst unklar, welches Land das System zur Verfügung stellt. (sda/dpa)
14:28
Iran droht nach Angriff auf Gasindustrie mit Vergeltung
Nach einem israelischen Angriff auf Irans Gasindustrie hat die Militärführung des Landes mit Vergeltung gedroht.

«Diese Angriffe auf zivile und lebenswichtige Infrastruktur des Irans sind kein militärischer Sieg, sondern ein politischer Selbstmord», hiess es in einer von der Nachrichtenagentur Fars verbreiteten Erklärung. Die Zeit begrenzter Gefechte sei vorbei. Das Kriegspendel bewege sich in Richtung eines «umfassenden Wirtschaftskriegs».

Als mögliche Ziele für einen Vergeltungsangriff nannte der staatliche iranische Rundfunk Gasfelder und Raffinerien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien und Katar. «Diese Einrichtungen sind zu direkten und legitimen Zielen geworden und werden in den kommenden Stunden angegriffen werden», hiess es in einer Mitteilung der mächtigen Revolutionsgarden. Die Streitmacht rief die Bewohner mehrerer Anlagen zur Flucht auf. (sda/dpa)
13:07
Iran: Öl- und Gasindustrie wieder Ziel von Angriffen
Der Iran hat im Krieg mit den USA und Israel neue Angriffe auf Teile seiner Öl- und Gasindustrie gemeldet. Betroffen seien petrochemische Anlagen bei der Industriestadt Asalujeh, berichteten die Nachrichtenagenturen Tasnim und Mehr.

Nähere Details gab es zunächst nicht. Ob Israel für die Luftangriffe verantwortlich war oder die USA, blieb zunächst unklar. Die Bombardierungen könnten weiteres Eskalationspotenzial in dem Krieg haben.

Bei Asalujeh am Persischen Golf liegt mit «South-Pars» das grösste Gasfeld der Welt, das sich der Iran mit Katar teilt. Die Region ist zentral für den iranischen Energiesektor und deckt etwa 70 Prozent der heimischen Gasversorgung.

Die iranische Staatsführung erzielt durch den Ölverkauf ihre wichtigsten Einnahmen – mit China als bedeutendstem, wenn auch inoffiziellem Abnehmer. Die Ölindustrie ist vor allem in der weiter westlich gelegenen Provinz Chusestan angesiedelt. (sda/dpa)
12:38
Trauerzeremonie in Teheran für getöteten Laridschani
Nach der Tötung des iranischen Sicherheitschefs Ali Laridschani durch das israelische Militär sind in der iranischen Hauptstadt Teheran Regierungsanhänger für Trauerfeiern zusammengekommen.

Im Stadtzentrum der Millionenmetropole meldete die Nachrichtenagentur Fars den Beginn einer Zeremonie für den am Montagabend getöteten Generalsekretär des Sicherheitsrats. Ein Foto der Agentur zeigte seinen Sarg und den seines Sohnes, der bei dem israelischen Angriff ebenfalls ums Leben kam.

Bilder im Staatsfernsehen zeigten Anhänger der Staatsführung, die sich um einen Sattelschlepper versammelten, der die Särge durch die Stadt fährt. Sie trauerten ebenfalls um den Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, sowie die Besatzung eines iranischen Kriegsschiffs, das die USA vor Sri Lanka versenkt hatten. (sda/dpa)
11:38
Israel: Iranischer Geheimdienstminister Esmail Khatib getötet
Das israelische Militär habe den iranischen Geheimdienstminister Esmail Khatib getötet, erklärte der israelische Verteidigungsminister am Mittwoch. Im Laufe des Tages sei «an allen Fronten mit bedeutenden Überraschungen zu rechnen», sagte Israel Katz. (hkl)
9:33
Irans Aussenminister: System besteht trotz gezielter Tötungen weiter
Irans Aussenminister Abbas Araghtschi hält das politische System seines Landes im Krieg weiterhin für überlebensfähig. Dabei spiele auch die gezielte Tötung von Führungspersonen keine Rolle.

Das sagte Araghtschi dem Nachrichtensender Al Jazeera in einem heute veröffentlichten Interview. «Die An- oder Abwesenheit einer einzelnen Person hat keinen Einfluss auf die Struktur. (...) Entscheidend ist, dass das politische System im Iran eine sehr solide Struktur ist.»

Das sei auch der Fall gewesen nach der Tötung des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei durch einen israelischen Luftangriff in Teheran, sagte Araghtschi. «Sogar der Anführer wurde getötet. Aber das System arbeitete weiter und sorgte sofort für Ersatz. So wird es auch sein, wenn jemand anders getötet wird.» Auch im Fall, dass der Aussenminister getötet würde - also er selbst -, stünde jemand anderes bereit, um den Posten einzunehmen, sagte Araghtschi. (sda/dpa)
9:27
Mehrere Tote und Dutzende Verletzte bei Angriff im Iran
Bei einem israelisch-amerikanischen Angriff sind nach Angaben aus dem Iran mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. 56 weitere Menschen seien verletzt worden, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim.

Der Luftangriff traf ein Wohngebiet der westlichen Stadt Dorud, wie es in dem Bericht unter Berufung auf den Vizegouverneur der Provinz Lorestan hiess. (sda/dpa)
9:26
Israelische Rakete bringt Hochhaus in Beirut zum Einsturz
Bei israelischen Luftangriffen in der Hauptstadt Beirut sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens 6 Menschen getötet und 24 weitere verletzt worden. Am frühen Mittwochmorgen erschütterte eine Explosion das Stadtviertel Baschura: Laut einem Fotografen der Deutschen Presse-Agentur wurde ein Hochhaus getroffen und komplett in Trümmer gelegt. Zuvor hatte Israels Militär vor Angriffen gewarnt. Das Viertel war bereits in der vergangenen Woche Ziel von Luftangriffen gewesen.

Staatlichen Medien zufolge traf ein Angriff eine Wohnung im Stadtzentrum, unweit der kürzlich vom israelischen Militär attackierten Filiale eines Finanzinstituts der Hisbollah-Miliz. Weitere Geschosse schlugen Medienberichten zufolge im ebenfalls zentral gelegenen Viertel Basta ein. Anwohner berichteten von mehreren deutlich vernehmbaren Explosionen. Alle am Mittwochmorgen getroffenen Gebiete liegen in der Nähe libanesischer Regierungsgebäude wie dem Finanzministerium und dem Amtssitz des Premierministers.

In der Nacht hatte die mit dem Iran verbündeten Hisbollah erneut Dutzende Raketen auf den Norden des Nachbarlands Israel abgefeuert. Ausgelöst worden waren die Gefechte durch die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran vor knapp drei Wochen. Seither herrscht Krieg in der Region. (sda/dpa)


6:15
Iran-Krieg: Saudi-Arabien lädt Aussenminister zu Beratungen ein
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hat Saudi-Arabien Aussenminister arabischer und islamischer Staaten zu neuen Beratungen eingeladen. Bei dem Treffen heute Abend in der Hauptstadt Riad gehe es darum, sich gemeinsam um die Förderung von Sicherheit und Stabilität in der Region zu bemühen, teilte das Aussenministerium mit. Einzelheiten zu den eingeladenen Staaten oder eine Gesamtzahl erwarteter Minister wurden nicht genannt.

Der Iran greift Saudi-Arabien und die übrigen Staaten am Persischen Golf seit Beginn des von den USA und Israel begonnenen Iran-Kriegs immer wieder mit Raketen und Drohnen an. (sda/dpa)
6:14
Israel fliegt neue Angriffe auf Ziele im Südlibanon
Die israelische Luftwaffe greift nach eigenen Angaben erneut Ziele im Süden des Libanons an. Die Angriffe gelten der Infrastruktur der vom Iran unterstützten Terrororganisation Hisbollah, wie das Militär mitteilte. Zuvor hatten die israelischen Streitkräfte Bürger in der südlibanesischen Stadt Tyros zur Flucht aufgefordert, nachdem laut Armeeangaben Raketen aus der Region auf Israel abgefeuert worden waren. (sda/dpa)


Israels Luftwaffe greift immer wieder auch in den Städten Libanons an.
6:12
Iranische Rakete nahe Militärflugplatz in den Emiraten eingeschlagen
Eine iranische Rakete ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten in der Nähe eines Luftwaffenstützpunktes eingeschlagen. Der Flugplatz Minhad südöstlich von Dubai wird unter anderem von der australischen Luftwaffe genutzt. Bei dem Angriff seien keine australischen Soldaten verletzt worden, sagte Premierminister Anthony Albanese vor Journalisten. Die Rakete habe eine Zufahrtsstrasse getroffen, zitierten ihn australische Medien weiter.

Durch einen von der Rakete verursachten Brand habe es auf dem Stützpunkt lediglich geringfügigen Schaden an Unterkünften und einer medizinischen Einrichtung gegeben, sagte Albanese demnach weiter.

In Saudi-Arabien fing das Militär nahe dem Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan eine ballistische Rakete ab. Teile des Geschosses seien in der Umgebung des auch von den US-Streitkräften genutzten Stützpunktes niedergegangen, ohne Schäden zu verursachen. Auch die kuwaitische Luftabwehr schoss nach eigenen Angaben mehrere Raketen und Drohnen ab. (sda/dpa)
3:32
Geschoss auf Gelände von iranischem Atomkraftwerk eingeschlagen
Im Zuge der Angriffe Israels und der USA auf den Iran ist auf dem Gelände des Atomkraftwerks Buschehr nach Angaben aus Teheran ein Geschoss eingeschlagen. Bei dem Vorfall sei das Kraftwerk nicht beschädigt worden, teilten die iranischen Behörden der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Es habe auch keine Verletzten gegeben. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi rief zu höchster Zurückhaltung in dem Konflikt auf, um einen nuklearen Unfall zu vermeiden.

Die Atomanlage Buschehr, das einzige iranische Kernkraftwerk, liegt etwa 760 Kilometer südlich von Teheran am Persischen Golf. Sein Reaktor russischer Bauart liefert seit 2011 Strom. Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom baut derzeit einen zweiten Reaktorblock. (sda/dpa)
3:12
USA setzen Bunkerbrecher gegen Stellungen an Strasse von Hormus ein
Die US-Streitkräfte haben nach eigenen Angaben bunkerbrechende Bomben eingesetzt, um besonders geschützte iranische Raketenstellungen an der Strasse von Hormus anzugreifen. «Mehrere» der Bomben mit einem Gewicht von jeweils knapp 2,3 Tonnen seien «erfolgreich eingesetzt» worden, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit.

Die Spezialmunition mit besonderer Durchdringungskraft kommt etwa bei Angriffen auf besonders verstärkte Einrichtungen oder unterirdische Bunkeranlagen zum Einsatz. Nach Angaben des US-Militärs zielte der Angriff auf Stellungen mit Marschflugkörpern ab, die gegen Schiffe eingesetzt werden sollten. Sie hätten «eine Bedrohung für den Schiffsverkehr in der Meerenge» dargestellt.

Die Strasse von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine wichtige Ader für den internationalen Handel mit Öl und Flüssiggas. Teheran hat infolge der amerikanisch-israelischen Angriffe im Iran mehrfach gedroht, dort passierende Schiffe anzugreifen. Der Schiffsverkehr in der Meerenge ist seit Kriegsbeginn vor rund zweieinhalb Wochen praktisch zum Erliegen gekommen. (sda/dpa)


Ein B-1-Lancer-Bomber, mit dem bunkerbrechende Bomben abgeworfen werden können.
1:24
Zwei Tote bei iranischem Raketenangriff auf Israel
Bei einem iranischen Raketenangriff sind in Israel Medienberichten zufolge mindestens zwei Menschen getötet worden. Sie wurden bei einer Attacke in der Stadt Ramat Gan nahe Tel Aviv schwer verwundet und erlagen wenig später ihren Verletzungen, wie die Zeitungen «Haaretz» und «Times of Israel» übereinstimmend berichteten. Sie beriefen sich dabei auf den Rettungsdienst Magen David Adom.

In Bnei Berak östlich von Tel Aviv wurde dem Rettungsdienst zufolge ein junger Mann mit leichten Splitter-Verletzungen an der Hand in ein Krankenhaus gebracht. Schäden aufgrund des Raketenangriffs wurden zudem am Bahnhof Savidor in Tel Aviv gemeldet. Der Zugverkehr an dem Bahnhof wurde vorübergehend eingestellt.

Medienberichten zufolge rückte die Feuerwehr im Zentrum Israels wegen mehrerer Brände aus, die mit dem Raketenangriff zusammenhingen.

Das israelische Militär teilte mit, es seien an mehreren Stellen im Zentrum des Landes Einschläge gemeldet worden. Es forderte die Bevölkerung auf, sich von diesen Orten fernzuhalten. Auf einem Video waren Schäden am Bahnhof Savidor in Tel Aviv zu sehen. (sda/dpa)
22:04
Iran bestätigt Tod des Sicherheitschefs Ali Laridschani
Der Iran hat den Tod des Spitzenfunktionärs, Ali Laridschani, bestätigt. Die den Revolutionsgarden nahe stehende Nachrichtenagentur Fars teilte mit, dass der Generalsekretär des Nationalen Sicherheitsrates zum «Märyrer» geworden sei. Auf dem ehemaligen Twitteraccount des ranghöchsten Sicherheitsbeamten hiess es, «ein Diener Gottes ist als Märtyrer zu seinem Herrn gelangt.»

Laridschani und der ebenfalls bei einem israelischen Luftangriff am Montag getötete Kommandeur der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, sollen nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim an diesem Mittwoch beigesetzt werden.

Laridschani hatte noch vor seinem Tod angekündigt, den Widerstand gegen die USA und Israel fortsetzen zu wollen. Der 67-Jährige war zuletzt zu einer zentralen Figur im iranischen Machtapparat aufgestiegen. Laridschani galt als wichtige Stimme, die den Iran auch nach aussen vertrat. Seine Tötung dürfte es für die USA erschweren, eine Verhandlungslösung für ein mögliches Ende des Krieges zu finden. (sda/dpa)



Zur Analyse:
21:29
Iran bestätigt Tod von Basidsch-Kommandeur Soleimani
Die iranischen Revolutionsgarden haben den Tod des Kommandeurs der paramilitärischen Basidsch-Miliz, Gholamresa Soleimani, bestätigt. Die den Garden nahestehende Nachrichtenagentur Fars veröffentlichte einen Nachruf, in dem die Revolutionsgarden Soleimani würdigten und «zum ehrenvollen Märtyrer-Tod» gratulierten. Zugleich erklärten sie, die «Basidsch-Kämpfer» würden niemals die Blutrache für ihren getöteten Führer aufgeben. (sda/dpa)

21:11
Berichte: Flammen an US-Botschaft im Irak nach Angriff
In der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die US-Botschaft erneut unter Beschuss geraten. Von dem Gebäude im hoch gesicherten Regierungsviertel stieg Rauch auf, wie irakische Medien berichteten. Zunächst bekannte sich niemand zu der Attacke. Erst vor zwei Tagen war bei einem Angriff offenbar ein Abwehrsystem an der Botschaft getroffen worden.

«Verbotene Gruppen» hätten die Botschaft erneut angegriffen, teilten die irakischen Streitkräfte mit. Es handle sich um einen «Terrorangriff» auf die Souveränität des Landes. Ministerpräsident Mohammed al-Sudani verurteilte Angriffe auf Botschaften und andere diplomatische Vertretungen im Land. Es handle sich dabei um «kriminelle Versuche, den Irak, seine Sicherheit und Stabilität» zu gefährden. (sda/dpa)

21:11
Israel meldet neue Angriffe aus dem Libanon
Die proiranische Hisbollah im Libanon hat israelischen Armeeangaben zufolge erneut Israel beschossen. Israelischen Medien zufolge feuerte die Miliz am Abend Dutzende Raketen und Drohnen aus dem benachbarten Libanon. Demnach gab es Schäden durch Einschläge von Raketenteilen. Unter anderem sei ein Wohnhaus getroffen worden. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht. In mehreren Gegenden im Norden Israels sowie in israelischen Siedlungen im Westjordanland heulten Warnsirenen.

Die Hisbollah reklamierte mehrere Angriffe mit Raketen und Drohnen für sich. Zuvor hatte Israels Armee Pläne der Hisbollah für umfangreiche Raketenangriffe auf Israel für den Abend publik gemacht.

Das israelische Militär teilte auch mit, die israelische Luftwaffe greife derzeit Raketenabschussrampen und weitere Ziele der Hisbollah im Libanon an. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete eine Tote und vier Verletzte bei einem israelischen Luftangriff in Baalbek im Osten des Landes. (sda/dpa)
18:55
Zweites Vietnam? Trump unbeirrt von Iran-Drohung
US-Präsident Donald Trump schliesst einen Einsatz von Bodentruppen im Iran auch nach einer Warnung aus Teheran vor einem zweiten Vietnam nicht aus. «Nein, ich habe keine Angst davor. Ich habe vor gar nichts Angst», sagte er während eines Treffens mit dem irischen Regierungschef Micheál Martin im Weissen Haus. Ein Reporter hatte den Republikaner damit konfrontiert, dass der Iran gedroht habe, die USA sollten nachlesen, was in Vietnam passiert sei, sollten sie Truppen entsenden.

Der US-Bodeneinsatz im Vietnam-Krieg entpuppte sich als Trauma für die Vereinigten Staaten. Trotz technischer Überlegenheit sass das Militär im südostasiatischen Dschungelterrain fest. Der Krieg forderte am Ende das Leben Zehntausende US-Soldaten und spaltete die Gesellschaft. (sda/dpa)

18:54
Israels Präsident sieht Tötung Laridschanis als Chance für Proteste
Israels Staatspräsident Izchak Herzog hat die von Israel verkündete Tötung des einflussreichen iranischen Generalsekretärs des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, als «sehr wichtigen Schritt» gelobt. Dies eröffne den Menschen im Iran den Freiraum für Proteste, sagte Herzog laut Angaben seines Büros.



Israel hat bereits mehrfach das Ziel eines Machtwechsels in Teheran genannt und die Bevölkerung zum Sturz der politischen Führung aufgerufen. Experten sehen diese Aufforderung unter den derzeitigen Bedingungen kritisch.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz hatte zuvor die Tötung Laridschanis bei einem gezielten Angriff verkündet. Israels Armee meldete ausserdem, sie habe den Kommandeur der iranischen Basidsch-Einheiten, Brigadegeneral Gholamresa Soleimani, getötet. Aus dem Iran gab es für beides zunächst keine Bestätigung.

Beide hätten Hass und Terror verbreitet, sagte Herzog. Er erinnerte auch an die Entführung von zwei israelischen Soldaten 2006, die damals den Libanon-Krieg auslöste. Laridschani habe der libanesischen Hisbollah-Miliz sein Einverständnis gegeben, erklärte Israels Präsident.

Weiter sagte Herzog: «Ich hoffe inständig, dass sich für den Nahen Osten aus diesem Konflikt eine neue Perspektive eröffnen wird. Und ich hoffe, dass dies auch der Welt und Europa zugutekommen wird.» (sda/dpa)
17:34
Israels Luftwaffe greift Basidsch-Einheiten in Teheran an
Israels Armee bombardiert nach der von ihr verkündeten Tötung des Kommandeurs der iranischen Basidsch-Einheiten weiter Ziele dieser Miliz in Teheran. «In den vergangenen Stunden hat die israelische Luftwaffe Angriffe auf Mitglieder und Stellungen der Basisch-Einheit ausgeführt», teilte das israelische Militär mit. Weitere Einzelheiten nannte die Armee zunächst nicht. (sda/dpa)
16:40
Trump will doch keine Hilfe von Nato-Ländern
Der US-Präsident Donald Trump möchte im Iran-Krieg doch keine Hilfe mehr durch die Nato-Länder. Das schreibt er auf seiner Plattform Truth Social.

Als Grund gibt er an, auf die Unterstützung aufgrund jüngster Erfolge nicht mehr angewiesen zu sein. «Aufgrund unserer militärischen Erfolge benötigen wir die Unterstützung der Nato-Staaten nicht mehr – das haben wir nie getan!», schreibt Trump.

Die meisten Verbündeten der USA hätten einen Einsatz in der Strasse von Hormus abgelehnt. Er sei nicht überrascht: «Wir schützen sie, aber sie werden uns, insbesondere in Notlagen, nicht helfen.» Diesen Vorwurf brachte der US-Präsident schon des Öfteren an. (hkl)



Mehr dazu:
16:20
Hisbollah und Israel greifen sich weiter gegenseitig an
Im Libanon und in Israel sind erneut Angriffe gemeldet worden. Bei einem israelischen Angriff auf die Flughafenstrasse in der libanesischen Hauptstadt Beirut ist nach Angaben des Gesundheitsministeriums ein Mensch getötet worden. Neun weitere wurden demnach verletzt. Auch im Süden des Landes wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA erneut mehrere Angriffe gemeldet.

Aus dem Libanon wurden ebenfalls erneut Raketen auf den Norden Israels abgefeuert. In mehreren Orten, darunter Kiriat Schmona und Naharija, heulten erneut die Warnsirenen. Nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom gab es zunächst keine Berichte über Verletzte. Die israelische Armee veröffentlichte unterdessen erneut einen Warnaufruf für Einwohner des Südlibanons. Sie wurden aufgerufen, sich in Gebiete nördlich des Saharani-Flusses zu begeben, der etwa 40 Kilometer von der israelischen Grenze entfernt liegt. Die Aktivitäten der libanesischen Hisbollah-Miliz seien der Grund für Einsätze der Armee im Süden des Libanons, hiess es in der Mitteilung. Man wolle Zivilisten keinen Schaden zufügen.

Im Libanon wurden nach Behördenangaben bereits mehr als eine Million Menschen vertrieben. Knapp 900 Menschen wurden demnach durch die israelischen Angriffe getötet. (sda/dpa)
15:35
Netanjahu wünscht Iranern «Jahr der Freiheit»
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zum persischen Neujahrsfest an die Iraner gewandt und dem «mutigen iranischen Volk» ein «Jahr der Freiheit» und den Beginn neuer Hoffnung gewünscht.

Kurz nach der Verkündung der gezielten Tötung führender iranischer Vertreter, darunter der Funktionär Ali Laridschani, gratulierte der Regierungschef den Iranern und Iranerinnen per Videobotschaft zu Neujahr.

Netanjahu sagte in dem Video auf Persisch: «Frohes Norus (fest), lang lebe der Iran». Das persische Neujahr beginnt an diesem Freitag. Die Botschaft Netanjahus dürfte angesichts einer nahezu vollständigen Internetsperre im Iran kaum jemanden erreicht haben. (sda/dpa)

  • Israel und die USA haben am 28. Februar mit einem grossen Angriff auf den Iran begonnen. Die iranischen Revolutionsgarden reagierten mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Israel und US-Stützpunkte in der Region. Seither dauert der Krieg an.
  • Der Anführer des islamistischen Mullah-Regimes, Ayatollah Ali Chamenei, wurde getötet. Auch weitere hochrangige Militärs und Regime-Anhänger wurden in den ersten Tagen des Krieges getötet. Chameneis Sohn Modschtaba wurden zum Nachfolger gekürt, er soll aber verletzt sein.
  • Der Krieg hat sich mittlerweile auf die ganze Region ausgeweitet, es gab Attacken Irans in Katar, den VAE, Jordanien, Oman, Saudi-Arabien, Kuwait, Jordanien und Bahrain. Israel und die Hisbollah bekämpfen sich zudem im Libanon. Auch mehrere US-Soldaten kamen mittlerweile ums Leben.
  • Zur Rechtfertigung und den Zielen der USA im Iran gibt es widersprüchliche Aussagen. Nebst der Vernichtung von potenziellen Atom- und Langstreckenwaffen sprach Donald Trump zeitweise auch von einem Regime-Wechsel oder einem Szenario wie in Venezuela als Ziel.

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640 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Zanzibar
28.02.2026 08:10registriert Dezember 2015
Hoffentlich gelingt es die Mullahs von der Macht zu drängen und dass die Iranische Bevölkerung wieder frei leben kann, nach europäischem Vorbild.
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Jacques #23
28.02.2026 08:18registriert Oktober 2018
Hab erst vor zwei Tagen hier geschrieben, dass Nethanjahu Trump dann schon sagt, was er tun müsse.

Voilà.
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SamsonP
28.02.2026 08:08registriert April 2024
Immer am Wochende, damit die Börsen nicht überreagieren. Man kann schon bald darauf gehen. Wäre interessant zu sehen, wie der Gold-Kurs bzw Edelmetalle allgemein reagiert hätten. Schade, immer wenn auch mal die kleinen Anleger hätten profitieren können, wird es sogar auf geopolitischer Ebene verhindert. Jetzt wird klar, warum der Goldpreis gestern Abend bzw bei US-Marktöffnung rapide gestiegen ist, da waren wohl nicht die kleinen Anleger die treibenden Kräfte.
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