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Members of the public continue to pay their respects and leave flowers outside the Emanuel African Methodist Episcopal Church in Charleston, South Carolina June 19, 2015, two days after a mass shooting left nine dead during a bible study at the church. REUTERS/Brian Snyder

Beim Blutbad in der Kirchen in Charleston kamen neuen Menschen ums Leben. Bild: BRIAN SNYDER/REUTERS

Charleston-Mörder: «Ich wollte einen Krieg der Rassen entfachen»

Dylann R. hat den Behörden gestanden, das Attentat auf die historische Kirche in Charleston verübt zu haben. Er tötete dabei neun Menschen und fachte damit erneut die Rassismus-Debatte in den USA an.



Amoklauf in Schwarzen-Kirche in Charleston

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Amoklauf in Schwarzen-Kirche in Charleston
quelle: ap/ap / david goldman
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Die Behörden bestätigten am Freitag, dass der mutmassliche Täter Dylann R. geständig ist, schreibt «CNN». Er habe die neun Schwarzen getötet, um Unruhe zu stiften. «Ich wollte einen Krieg der Rassen entfachen», soll R. laut der Ermittlern gesagt haben.

Dylanns Mitbewohner erzählte der Polizei, dass er ein grosser Fan der Segregation, der Trennung von Schwarzen und Weissen, sei. «Ihr vergewaltigt unsere Frauen. Ihr übernehmt unser Land. Ich muss tun, was ich tun muss», soll Dylann einem jungen Gemeindemitglied gesagt haben, bevor er ihn erschoss.

Es ist umstritten, woher der Täter die Waffe hatte. Ersten Medienberichten zufolge soll sein Vater ihm die Faustfeuerwaffe geschenkt haben. Neuere Berichte gehen aber eher davon aus, dass Dylann die .45-Kaliber-Waffe selbst gekauft haben soll. Obama rief in einer Ansprache nach der Tat dazu auf, die liberalen Waffengesetze zu überdenken. 

Strafverfahren eingeleitet

Gegen R. ist indes ein Strafverfahren wegen neunfachen Mordes eingeleitet worden. Der 21-Jährige wird noch am Freitag (20 Uhr MESZ) zu einem Gerichtstermin erwartet.

Weiterer Anklagepunkt sei der Waffenbesitz bei der Durchführung eines Gewaltverbrechens, teilte die Polizei über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. US-Medien zufolge habe er die Tat bereits gegenüber den Ermittlern gestanden. In den kommenden Wochen muss eine sogenannte Grand Jury aus Laienrichtern entscheiden, ob die Beweise für eine offizielle Anklage ausreichen.

Die Tat

Der junge, weisse Mann mischte sich am Mittwochabend während des Bibelunterrichts unter die grossmehrheitlich schwarzen Gläubigen in dem historischen Gebäude und eröffnete plötzlich das Feuer. Neun Schwarze starben: sechs Frauen und drei Männer.

Die Behörden gehen von einer rassistischen Tat aus. «Der einzige Grund, warum jemand in eine Kirche geht und betende Leute erschiesst, ist Hass», sagte Charlestons Stadtpräsident Joe Riley. Das Justizministerium in Washington und die Bundespolizei FBI leiteten Ermittlungen wegen eines Hassverbrechens ein. (lhr/sda)

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