International
Raumfahrt

Trump ernennt US-Verkehrsminister Sean Duffy zum neuen NASA-Chef

US-Verkehrsminister Sean Duffy soll die US-Raumfahrtbehörde Nasa kommissarisch leiten.
Sean Duffy soll die US-Raumfahrtbehörde kommissarisch leiten.Bild: imago-images.de

Trump ernennt neuen NASA-Chef – Elon Musk hat das Nachsehen

Der amerikanische Präsident hat einen neuen Chef für die Raumfahrtbehörde Nasa benannt. Der bisherige US-Verkehrsminister Sean Duffy übernimmt den Posten – vorübergehend.
10.07.2025, 09:0010.07.2025, 09:05
Steve Haak / t-online
Ein Artikel von
t-online

Überraschende Entscheidung im Weissen Haus: Der bisherige Verkehrsminister Sean Duffy wird vorläufig auch die Leitung der Raumfahrtbehörde Nasa übernehmen. Das kündigte Trump über seine eigene Social-Media-Plattform «Truth Social» an.

Trump lobte Duffy für seine Arbeit im US-Verkehrsministerium, insbesondere für die Modernisierung der Flugüberwachung und den Ausbau der Infrastruktur in den Vereinigten Staaten. Er werde «ein fantastischer Chef für die immer wichtiger werdende Raumfahrtbehörde sein», schrieb der US-Präsident. Das Weisse Haus bestätigte die Entscheidung kurz darauf offiziell.

Trumpf kündigte die Ernennung von Sean Duffy als kommissarischer Nasa-Chef über seine Social-Media-Plattform "Truth Social" an. (10. Juli 2025)
creenshot: Truth Social

Duffy gehörte vor seiner politischen Laufbahn in den vergangenen Jahren zu den TV-Persönlichkeiten, die Trumps Positionen bei Fox-Nachrichtensendern vertraten. Seine Ehefrau Rachel Campos-Duffy war Co-Moderatorin Hegseths in einer Wochenend-Sendung von Fox News.

Leiter der Nasa werden typischerweise aus einem Pool von Wissenschaftlern, Ingenieuren, Akademikern und Beamten ausgewählt. Um die Finanzierung der von der Nasa angestrebten Projekte sicherzustellen, muss der Chef der Raumfahrtagentur regelmässig mit Abgeordneten sowohl der Republikaner als auch der Demokraten zusammenarbeiten.

Trump zog Nominierung von Musk-Freund Isaacman zurück

Ursprünglich hielt Trump den Weltraum-Touristen Jared Isaacman für die ideale Besetzung an der Spitze der Raumfahrtbehörde. Trump zog die Nominierung Isaacmans im vergangenen Mai nach einer «gründlichen Überprüfung früherer Verbindungen» zurück. In Sozialen Medien äusserte Trump Bedenken wegen Isaacmans engen Beziehung zu Elon Musk.

Die «News York Times» vermutete damals, dass Trumps Personalentscheidung auch mit dem schwindenden Einfluss Musks in der Regierung zu tun haben könnte. Zudem habe Trump erfahren, dass Isaacman die Demokraten in der Vergangenheit mit Parteispenden unterstützt habe, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Der neue Nasa-Chef und Verkehrsminister Duffy ist nicht das einzige US-Regierungsmitglied mit einer Doppelfunktion. Marco Rubio ist derzeit Aussenminister, nationaler Sicherheitsberater, US-Archivar und Leiter der US-Entwicklungshilfebehörde.

Verwendete Quellen:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Menschen auf dem Mond – die Geschichte des Apollo-Programms
1 / 18
Menschen auf dem Mond – die Geschichte des Apollo-Programms
Im Zuge ihres legendären Apollo-Programms hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa zwischen Juli 1969 und Dezember 1972 zwölf Menschen auf den Mond und wieder zurück zur Erde gebracht. So fing alles an ...
quelle: epa / nasa / ho
Auf Facebook teilenAuf X teilen
4 alltägliche Dinge, die in der Schwerelosigkeit auf der «ISS» faszinierend aussehen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
KI-Agenten ausser Kontrolle: OpenAI lädt Nutzer-Bilder auf Online-Plattformen
Die Künstliche Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers OpenAI hat 53 Mal von Nutzern hochgeladene Bilder auf Online-Plattformen platziert.
Die Links dazu seien nicht öffentlich gewesen, erklärte OpenAI. Ein Grossteil sei bereits wieder entfernt worden und man arbeite mit den Plattformen daran, auch den Rest zu löschen. Es ist der erste bekanntgewordene Vorfall, bei dem auch Daten von OpenAI-Nutzern betroffen waren.
Zur Story