International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
In this picture taken January 20, 2016, border zone signs are seen at the Finnish-Russian border in Salla, northern Finland.  Finland's border officials say they have started tightening controls at the joint Russian Arctic border points to halt illegal crossings, in line with an agreement between the two countries. (Kaisa Siren/ Lehtikuva via AP ) FINLAND OUT. NO THIRD PARTY SALES.

Eine echte Grenze zwischen Finnland und Russland. Bild: AP/Lehtikuva

Mann baute in Russland falsche Grenze zu Finnland und kassierte 40'000 Euro für Schmuggel



Neues aus der Sparte: Geschichten, die nur Russland schreiben kann.

Die russische Polizei hat einen Mann verhaftet, weil er angeblich eine falsche Grenze zu Finnland gebaut hat und vier südasiatischen Migranten jeweils 10'000 Euros abknöpfte, um sie rüber zu schmuggeln.

Wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtete, baute der Verdächtige gefälschte Grenzposten in einem Wald in der westlichen Wyborg-Region, rund 30 Kilometer von der echten Grenze entfernt, und markierte sie als Staatsgrenze zwischen Finnland und Russland.

Bild

bild: google maps / montage: watson

Dann gabelte er vier männliche, südasiatische Migranten auf, die auf dem Weg nach Europa waren. Er verlangte 10'000 Euro pro Person, um sie über die Grenze nach Finnland zu schmuggeln. Die Männer bezahlten und wurden von dem Verdächtigen mit dem Auto und zu Fuss durch den Wald geführt, vorbei an den selbst errichteten Kontrollposten.

Um besonders authentisch zu wirken, hatte der Mann, dessen genaue Herkunft nicht bekannt ist, sogar ein aufblasbares Gummiboot dabei. Nur für alle Fälle.

Sowohl die Migranten als auch der Schmuggler wurden verhaftet. Die vier Asiaten wurden bereits ausgeschafft, gegen den verdächtigen Schmuggler wird wegen Betrugs ermittelt.

(dfr)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Putin sammelt Pilze in Sibirien

Munitionslager in Sibirien geht in Flammen auf

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

42 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Bambusbjörn aka Planet Escoria
06.12.2019 12:19registriert June 2018
Ich halte eigentlich nichts von kriminellen Aktionen.
Aber dieser Typ war zumindest unglaublich kreativ. Das muss ich absolut anerkennen.
Jetzt mal ehrlich, wer hier drin wäre auf eine ähnlich verrückt-kreative Idee gekommen.
Ich bin ja selbst ziemlich verrückt, aber DAS? So eine Aktion wäre mir in meinen wildesten Träumen nicht eingefallen.
49629
Melden
Zum Kommentar
Fip
06.12.2019 11:27registriert April 2019
Es ist anzumerken, dass Wyborg und Ostkarelien bis zum 2. Weltkrieg tatsächlich und emotional bis heute zu Finnland gehören!
26212
Melden
Zum Kommentar
Sarkasmusdetektor
06.12.2019 12:42registriert September 2017
Wie ich russische Polizisten so einschätze, haben sie wahrscheinlich zuerst die Migranten abgeschoben und dann dem Betrüger das Geld abgenommen...
10810
Melden
Zum Kommentar
42

Interview

Jean Ziegler zu Moria: «Im ersten Moment dachte ich: Endlich wird dieses Lager liquidiert»

Jean Ziegler kennt die Leiden der Ärmsten auf dieser Welt. Sein Besuch auf der griechischen Insel Lesbos hat den 86-Jährigen dennoch zutiefst erschüttert. Ein Gespräch über die europäische Migrationspolitik und die Rolle der Schweiz.

Herr Ziegler, vor etwas mehr als einem Jahr haben Sie Moria auf Lesbos besucht. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie die Bilder des brennenden Lagers gesehen haben? Ich darf es fast nicht sagen. Im ersten Moment dachte ich: Endlich wird dieses schreckliche Lager liquidiert. Gottseidank ohne Todesopfer. Gleich danach packte mich eine grosse Angst um die Leute, die vor dem Feuer in die Hügel geflohen sind. Ohne Nahrung, ohne Wasser, ohne Medikamente, nichts. Ein Flüchtling ist der …

Artikel lesen
Link zum Artikel