International
Russland

Ukraine beharrt auf russischen Reparationszahlungen

Ukraine beharrt auf russischen Reparationszahlungen

23.02.2026, 14:2123.02.2026, 14:21

Vor dem vierten Jahrestag des russischen Einmarsches besteht die Ukraine auf Reparationen für Kriegsschäden und Opfer.

«Ein Frieden ohne Folgen für den Aggressor stellt eine Einladung zur Wiederholung der Tat in unterschiedlichen Ecken der Welt dar», sagte der Leiter der Präsidialkanzlei, Kyrylo Budanow, bei einer Rede auf einer Konferenz («Justice Conference») in Kiew. Es wäre sonst ein Beispiel für alle autoritären Regierungen: «Überfalle, töte, zerstöre, und es wird dir nichts passieren.»

Kiew organisiert regelmässig Konferenzen dieser Art, um die internationale Unterstützung für das Land aufrechtzuerhalten.

2024 Kilometres Book Presentation - Kyiv Chief of the Defence Intelligence of Ukraine DIU Kyrylo Budanov attends the presentation of the 2024 Kilometres book at the Sens bookshop, Kyiv, Ukraine, Octob ...
Budanow verlangt die Entwicklung konkreter finanzieller Instrumente für Entschädigungszahlungen.Bild: imago

Budanow forderte die Ausarbeitung konkreter finanzieller Mechanismen für die Entschädigungszahlungen. «Jede juristische Lösung ohne finanzielle Dimension schafft kein Vertrauen. Und ohne Vertrauen wird es keine Stabilität geben», sagte er. Kiew hatte die bisher verursachten materiellen Schäden mit umgerechnet mehr als 400 Milliarden Euro beziffert.

Schwierige Friedensgespräche

Die Anstrengungen Kiews seien auf die Friedensgespräche unter US-Vermittlung konzentriert. «Es ist kein Geheimnis, dass die Verhandlungen nicht einfach verlaufen», sagte Budanow. Es nahe der Moment, «an dem alle Seiten eine endgültige Entscheidung treffen müssen – diesen Krieg fortzusetzen oder zum Frieden überzugehen.»

KEYPIX - Local residents carry their belongings as they leave their homes following a Russian drone attack that damaged residential buildings in Kyiv, Ukraine, Sunday, Feb. 22, 2026. (KEYSTONE/AP Phot ...
Anwohner tragen ihre Habseligkeiten aus ihren Wohnungen, nachdem ein russischer Drohnenangriff Wohngebäude in Kyjiw, Ukraine am 22. Februar 2026, beschädigt hat.Bild: AP

Die Gespräche müssen nach Budanows Darstellung auch dazu dienen, eine Wiederholung der «blutigen russischen Aggression» zu verhindern. Zudem erinnerte an die von Russland «entführten ukrainischen Kinder». In den vergangenen Jahren hatte es immer wieder Rückführungen gegeben. «Jedes Kind muss letztlich nach Hause zurückkehren», betonte er.

Budanow ist Mitglied der ukrainischen Delegation bei den bisher insgesamt drei Verhandlungsrunden in Abu Dhabi und in Genf. An diesem Dienstag jährt sich der russische Überfall auf die Ukraine zum vierten Mal. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die eindrücklichsten Bilder aus dem Ukrainekrieg
1 / 27
Die eindrücklichsten Bilder aus dem Ukrainekrieg

Am Morgen des 24. Februar 2022 überschritten russische Truppen die Grenze zur Ukraine und starteten somit den Angriffskrieg.

quelle: keystone / vadim ghirda
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Wer genau hinschaut, sieht die nächste Katastrophe, die sich in der Ukraine anbahnt
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
26 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
banda69
23.02.2026 17:19registriert Januar 2020
"Ukraine beharrt auf russischen Reparationszahlungen."

Ja wer solls denn sonst bezahlen? Die Terror-Russen schiessen ja alles zu Schutt und Asche. Haben die Ukrainer etwa darum gebeten?
360
Melden
Zum Kommentar
26
So könnte Trump für seine mutmasslichen Kriegsverbrechen strafrechtlich verfolgt werden
Donald Trump droht mit der Zerstörung von Infrastruktur, die für die iranische Zivilgesellschaft unerlässlich ist. Eine riskante und historische Wende in der Kriegsführung im Nahen Osten.
Indem Donald Trump droht, das iranische Stromnetz zu zerstören und die 90 Millionen Einwohner des Landes «in die Steinzeit» zurückzuversetzen, missachtet er Konventionen ohne Rücksicht auf Verluste: Er schliesst Handlungen, die als mögliche Kriegsverbrechen gelten könnten, nicht aus.
Zur Story