International
Schweden

Gewalt in Schweden: Tödliche Schüsse in Stockholm – mehrere Festnahmen

epa10779661 Sweden's Prime Minister Ulf Kristersson speaks during a press conference about measures to protect Swedish citizens, in Stockholm, Sweden, 01 August, 2023. Following the recent Koran  ...
Schwedens Premierminister Ulf Kristersson.Bild: keystone

Erneut tödliche Schüsse in Stockholm – mehrere Festnahmen

08.08.2023, 15:4408.08.2023, 15:44

In dem von schwerer Bandenkriminalität und Waffengewalt geplagten Schweden ist erneut ein junger Mann erschossen worden.

Er wurde am Montagabend in einer Einkaufspassage im Stockholmer Stadtteil Sätra durch Schüsse verletzt und per Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht, wo er später für tot erklärt wurde. Er war zwischen 20 und 30 Jahre alt.

Wie die schwedische Hauptstadtpolizei am Dienstag mitteilte, wurden vier Männer in der Nacht festgenommen. Sie stehen demnach im Verdacht, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Hintergründe des Vorfalls blieben zunächst unklar. Die Polizei nahm Mordermittlungen auf.

Schweden ringt seit geraumer Zeit mit einer um sich greifenden Bandenkriminalität. Die Konflikte zwischen den rivalisierenden Gangs äussern sich immer wieder in Schüssen und vorsätzlich herbeigeführten Explosionen - etwa vor Wohnhäusern.

Besonders Stockholm erlebt viele der Gewalttaten, das Problem betrifft aber auch viele andere Teile des skandinavischen Landes. Landesweit gab es in diesem Jahr bis Ende Juli über 210 Schusswaffenvorfälle, bei denen 25 Menschen getötet und knapp 70 verletzt wurden. Zudem wurden mehr als 100 Explosionen verzeichnet. Zu Tätern und Opfern zahlen häufig auch Minderjährige.

(yam/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Frankreich bereitet sich auf einen weiteren Protesttag vor
Rund 70'000 Polizisten und Gendarmen sind am Samstag im Einsatz, eine Woche nachdem es in mehreren französischen Städten zu Gewalt und Plünderungen gekommen war. Zahlreiche Demonstrationen wurden verboten. Dennoch rufen die Gelbwesten, Gewerkschaften und Studierende zu Protesten auf.
Gelbwesten, Gewerkschaften, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende wollen am Samstag erneut auf die Strasse gehen. Nach dem Verbot zahlreicher Demonstrationszüge ist die Lage äusserst angespannt. Eine Woche nach den Ausschreitungen und Plünderungen sollen nun 70'000 Polizisten und Gendarmen für Sicherheit sorgen.
Zur Story