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SBB und europäische Partner stellen neuste internationale Züge vor



Gemeinsam haben SBB, DB, SNCF, TGV Lyria und Trenitalia am Samstag in Zürich ihre neusten Züge für den internationalen Verkehr vorgestellt. Die Kapazitäten auf den wichtigsten Achsen aus der Schweiz und aus den Nachbarländern in die Schweiz werden deutlich ausgebaut.

Die Deutsche Bahn (DB), die französischen Staatsbahnen SNCF und die italienische Staatsbahn Trenitalia bauen gemeinsam mit den SBB das Angebot im internationalen Bahnverkehr weiter aus. Die Partnerbahnen wollen damit der Entwicklung und der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeit und Klimaschutz und der gestiegenen Nachfrage Rechnung tragen, wie es in einer Medienmitteilung hiess.

Die vier europäischen Partner hätten das gemeinsame Ziel, die Zahl der Personenverkehrsverbindungen zu erhöhen und die Reisezeit zu verkürzen. Gemeinsam mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wollten die SBB zudem den Nachtzugverkehr von und nach der Schweiz weiterentwickeln.

Im Verkehr nach Deutschland reisen die Kunden von Chur und Zürich bereits ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 mit dem ICE 4, der neusten Generation der Hochgeschwindigkeitszüge der DB. Diese ersetzen die seit rund dreissig Jahren im Einsatz stehenden ICE-Züge der ersten Generation. Der ICE 4 bietet den Reisenden kostenloses WLAN, mit dem ICE Portal ein On-Bord-Unterhaltungsportal sowie in der 1. Klasse einen Service am Platz und Gratiszeitungen an.

Kapazität um 20 Prozent erhöht

Mit der neuen Flotte könne die Kapazität gegenüber dem bisherigen ICE 1 um 20 Prozent erhöht werden, heisst es in der Mitteilung. Der ICE 4 überzeuge mit viel Platz für Gepäck, einem Bordrestaurant sowie einem grosszügigen Familien- und Kleinkindbereich, Reisende mit Mobilitätseinschränkungen profitierten von der barrierefreien Gestaltung.

Ebenfalls bereits ab Dezember 2019 setzt TGV Lyria auf den Strecken von Zürich, Lausanne und Genf nach Paris komplett erneuerte TGV-Doppelstockzüge ein. Die heute zwischen der Schweiz und Frankreich verkehrenden einstöckigen Züge von TGV Lyria werden zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 ersetzt und das Angebot ausgebaut.

Mit der neuen TGV-Flotte mit 15 zweistöckigen Zügen erhöht die Tochtergesellschaft von SNCF und SBB das Platzangebot um 4500 auf täglich 18'000 Sitzplätze. Allen Fahrgästen stehen kostenloses WLAN und ein Bordportal zur Verfügung. In der Klasse «Business 1ère» profitieren die Reisenden unter anderem von einem Verpflegungsangebot mit einem warmen Gericht, das am Platz serviert wird.

Erstmals geschlechtergetrennte Toiletten

Auf der Gotthardachse wird ab Dezember 2019 der neue internationale Fernverkehrszug Giruno der SBB nach Lugano/Chiasso verkehren, und ab Frühling 2020 erfolgt ein schrittweiser Einsatz bis Mailand. Auch der Giruno bietet den Reisenden kostenloses WLAN an. Der Giruno ist der erste internationale Fernverkehrszug der SBB mit Niederflureinstieg für Italien, die Schweiz und Deutschland. Der Giruno ist zudem der erste Zug der SBB mit geschlechtergetrennten Toiletten.

Zugfahrt mit der Sicht aus dem Cockpit

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Video: srf

Die SBB und Trenitalia werden ab 2021 – nach der Eröffnung des Ceneri-Basistunnels – neben Mailand und Venedig auch weitere Verbindungen nach Italien anbieten. Mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels werden die Fahrzeiten nach Italien deutlich verkürzt. Nach Paris verkehren die doppelstöckigen Züge von TGV Lyria (507 Sitzplätze in Einzelkompositionen, 1024 Sitzplätze in Doppelkompositionen) ab Zürich täglich sechs Mal im Zweistundentakt in beiden Richtungen.

TGV Lyria bietet täglich auch auf der Strecke Lausanne-Paris sechs Verbindungen in beiden Richtungen und auf der Strecke Genf-Paris acht Verbindungen in beiden Richtungen. Nach Deutschland verkehren die mit 830 Sitzplätzen ausgestatteten ICE 4 täglich sieben Mal ab Zürich nach Frankfurt und nach Hamburg, insgesamt gibt es über 40 tägliche Direktverbindungen pro Richtung zwischen der Schweiz und Deutschland.

Schneller nach München

Für 2021 ist zudem der Ausbau des Angebots nach München auf sechs Zugpaare täglich und eine Reisezeitverkürzung gegenüber heute um bis zu einer Stunde auf dreieinhalb Stunden geplant.

Mit einem Ausbau der Verfügbarkeit von internationalen Sparbilletten ab der Schweiz soll Bahnreisen auch preislich attraktiver werden, wie es weiter hiess. Der Online-Vertrieb der SBB für internationale Billette werde aktuell grundlegend überarbeitet, um die Suche und Buchung von Sparpreisen zu vereinfachen und kundenfreundlicher zu gestalten. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Donald 24.11.2019 02:38
    Highlight Highlight WiFi und Bedienung in der ersten Klasse gibt es im ICE und TGV schon lange. Keine Ahnung warum das hier als Neuerung angepriesen wird. Für den einzelnen Passagier wird sich nichts ändern. Neu sind einfach die Kapazitäten höher.
  • Felix Meyer 23.11.2019 16:54
    Highlight Highlight "Der Giruno ist zudem der erste Zug der SBB mit geschlechtergetrennten Toiletten."
    Das ist eine Falschmeldung. Das gab's bereits im RAe TEE II von 1961 bis 2000.
  • neutrino 23.11.2019 16:47
    Highlight Highlight Die wirtschaftlich wichtigste Verbindung ist klar München - von Zürich aus.

    Da lobt man sich, dass es im Jahr 2021 nur noch 3.5 Stunden dauert. Dies für 250 km. Wenn man bspw. vergleicht, Tokyo-Osaka, 500 km, 2h mit dem Highspeed-Zug - dann sind diese 3.5 h ein Witz.
    • ghawdex 24.11.2019 00:06
      Highlight Highlight na na na, man schafft es immerhin das im Jahre 2021 die Strecke dann durchgehend elektrifiziert ist.
  • Huckleberry 23.11.2019 16:37
    Highlight Highlight Eine super Nachricht, dass in den Zugverkehr investiert wird!
    Ich als Eisenbahn Fan werde jedoch die oftmals bunten internationalen Eurocity Züge, gezogen von einer imposanten Ae 6/6 (schon lange nicht mehr) oder einer Re 6/6 die den Gotthard hinauf fahren vermissen!
    • El Vals del Obrero 24.11.2019 18:05
      Highlight Highlight Ich auch. Auch weil Lok-Wagen-Züge (zumindest gefühlt) zuverlässiger und flexibler sind als fixe Triebwagenzüge, die erst noch mit Software vollgestopft sind.

      Klar, an der Grenze musste die Lok gewechselt werden, was 10 Minuten kostete. Aber dafür funktionierte das und die "dummen" Wagen konnten ohne weiteres in ganz Europa fahren. (Es gab Züge Norddeutschland-Süditalien, heute kann man schon froh sein, wenn Zürich-Milano klappt).

      Der grösste Fehler der Bahnen in den letzten Jahrzehnten war wohl, dass jedes Land ein eigenes HGV-System schuf statt dass das europaweit koordiniert wurde.
  • Nocciolo 23.11.2019 15:36
    Highlight Highlight Warum sind da nur Nachtzüge nach Norden und Osten vorhanden/geplant? Warum keine Nachtzüge nach Spanien und Süditalien?
    • Felix Meyer 23.11.2019 17:02
      Highlight Highlight Die Karte zeigt nicht was geplant ist, sondern was es ab Dezember gibt.
      Die Einführung eines neuen Nachtzuges ist nicht innert einem halben Jahr möglich, schon alleine wegen dem nicht vorhandenen Rollmaterial.
      Der Personenverkehrschef Toni Häne hat aber bereits angekündigt, weitere Strecken zu prüfen. Barcelona sei sein persönlicher Favorit. Da der Nachtzug dorthin bis 2012 auch recht gut nachgefragt war, stehen die Chancen wohl nicht schlecht, da in den nächsten Jahren etwas zu sehen.
      Nach Süditalien gibt es verschiedene Nachtzüge ab Milano, die sind aus der CH auch schnell erreicht.
    • Influenzer 23.11.2019 20:39
      Highlight Highlight Die gabs alle mal vor 20 Jahren und sind easyjet&co zum Opfer gefallen.
      Rom, Paris, Barcelona.... Heute baut nur noch die Öbb aus. Schade dass die SBB die neue Entwicklung beim Nachtangebot verschlafen (hihi plattes Wortspiel) hat.
    • Felix Meyer 24.11.2019 00:12
      Highlight Highlight Da es diese "neue Entwicklung" erst seit bestenfalls einem Jahr gibt, würde ich nicht sagen, dass es die SBB verschlafen hat. Die letzten SBB-Nachtzüge (nach Italien) wurden eingestellt, als man die Wagen hätte ersetzen müssen. Und das hat sich damals nicht gelohnt.
      Jetzt will auch die SBB wieder ausbauen, was ich sehr begrüsse.
    Weitere Antworten anzeigen
  • glointhegreat 23.11.2019 14:18
    Highlight Highlight Spätestens wenn die elektrischen autos autonom fahren, wird sich keine bahn mehr rentieren.... Obwohl, das machen sie ja heute schon nicht....
    Strassen netz ausbau und investition in erneuerbare energie wäre sinnvoller.
    • velolove 24.11.2019 13:27
      Highlight Highlight Nein, Autos brauchen deutlich mehr Platz pro beförderte Person als der ÖV. Auch ist der ÖV 6mal energie - effizienter als der motorisierte Indivifualverkehr.
      Übrigens, auch der Autoverkehr rendiert nicht : er verursacht in der CH jährlich 9 Milliarde (ohne Schwerverkehr) externe Kosten. Diese muss die Allgemeinheit bezahlen.
  • Sharkdiver 23.11.2019 13:44
    Highlight Highlight Nun wir Schweizer können stolz sein. Wir sind das erste Land das einen 2in1 Zug besitzt: Zug/Chilbischüttelbüchse
  • MrJS 23.11.2019 12:43
    Highlight Highlight Geschlechtergetrennte Toiletten als Innovation... In Zeiten der Gleichstellung von Mann und Frau und der Berücksichtigung aller Geschlechter eher ein Rückschritt als Fortschritt...
    • Felix Meyer 23.11.2019 16:57
      Highlight Highlight Ich find's positiv.
      Neu gibt's bei den Männern ein Pissoir, was zu deutlich saubereren Toiletten führt. Hat übrigens die RhB ab 2015 in den neuen Albula-Zügen ebenfalls eingeführt und auch im Ausland ist der Einbau von Pissoirs in Zügen vermehrt zu beobachten.
  • twentynine 23.11.2019 12:38
    Highlight Highlight Geschlechtergetrennte Toiletten als positive Neuerung? Das erscheint mir eher als eine anachronistische Lösung eines «Problems», das für 100 Jahre nie ein Problem war. Als Mann kann es mir ja recht sein, Männer verbringen weniger Zeit in der Toilette und hinterlassen in der Regel kein Schlachtfeld wie in einer Frauentoilette (hatte vor Jahren das «Vergnügen» Toiletten zu reinigen in einem Gastrobetrieb; ich weiss, wovon ich spreche); trotzdem finde ich geschlechtergetrennte Toiletten überflüssig; mir grauts bereits vor der Diskussion, wenn eine Transperson die «falsche» Toilette benutzt.
    • Starving 23.11.2019 17:20
      Highlight Highlight Der SBB geht es wohl in erster Linie darum, für die Männer ein Pissoir anzubieten. Kein Mann setzt sich im Zug auf's WC wenn er nicht zwingend muss, und schon bei der nächsten Kurve ist die Treffequote 0.
      Gleich neben dem Pissoir und Damen-WC hat es übrigens auch ein "Unisex"-WC.
      Jede(r) kann also so auf die Toilette gehen wie es am besten passt, und die Sauberkeit wird auch noch verbessert.
    • Simon 23.11.2019 19:46
      Highlight Highlight Idealerweise gibt es 1 Pissoir, 1 Klo für alle und eines explizit für Frauen und alle, die sich dafür halten
    • mstuedel 23.11.2019 19:49
      Highlight Highlight Einverstanden. Bei geteilt genutzten Toiletten hab' ich den Eindruck, dass sich alle ein bisschen mehr Mühe geben, das Örtchen so zu verlassen, wie sie es vorgefunden haben. Getrennt geschlechtliche Toiletten benachteiligen tendenziell Frauen, ausser es kommt eine Männertoilette auf zwei Frauentoiletten.

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