«Werden den Iran windelweich prügeln»: Die wichtigsten Punkte der Trump-Medienkonferenz
Donald Trump hat sich an einer Medienkonferenz im Weissen Haus zum Angriff auf den Iran geäussert. Das sind die wichtigsten Punkte:
Trump feiert sich als Befreier
Der US-Präsident rühmte sich dabei, die Terrorherrschaft von Ali Khamenei beendet zu haben. «Der Iran hat den Westen und die USA 47 Jahre lang terrorisiert,» sagte Trump.
Der militärische Schlag verteidigte Trump als «notwendig». Der Iran sei im Besitz von Langstreckenraketen gewesen, mit denen sie Europa hätten treffen können. «Bald wären sie auch in der Lage gewesen, die USA anzugreifen», sagte Trump. Der Vorsitzende der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) hatte dieser Ansicht zuvor widersprochen.
Der US-Präsident schoss erneut scharf gegen das Atom-Abkommen und verteidigte seinen Ausstieg. Das unter Präsident Barack Obama geschlossene Abkommen – der sogenannte Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) – sei ein «schreckliches, gefährliches Dokument» gewesen, sagte Trump bei seiner ersten Pressekonferenz seit den US-Angriffen auf den Iran am Samstag.
Der Iran hätte ohne seinen Ausstieg «vor drei Jahren» über Atomwaffen verfügt und diese auch eingesetzt, behauptete der Präsident. Das Abkommen habe Teheran faktisch einen «legitimen Weg» zur Bombe eröffnet. Der Ausstieg aus dem Abkommen, genauso wie das aktuelle militärische Vorgehen gegen iranische Einrichtungen sei deshalb notwendig gewesen, um zu verhindern, dass der Iran jemals in den Besitz einer Atomwaffe gelange.
Gleichzeitg machte Trump den Iranern schwere Vorwürfe mit Blick auf die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. Immer wieder hätten die USA gedacht, eine Einigung erzielt zu haben, nur um mehrfach mitzubekommen, dass die Iraner einen Rückzieher machen, sagte Trump bei seiner ersten Pressekonferenz seit Beginn der US-Angriffe auf den Iran am Samstag. «Mit solchen Leuten kann man keine Geschäfte machen.»
Trump rät Iranern: Bleibt zuhause
Zuvor hatte Trump dem TV-Sender CNN am Montagmorgen US-Zeit ein Telefoninterview gegeben. Darin kündigte er weitere massive Angriffe auf den Iran an.
«Wir prügeln sie windelweich», sagte der US-Präsident im Gespräch, das gemäss dem berichtenden Reporter bloss sieben Minuten gedauert hat. «Die grösste Angriffswelle wird erst noch kommen».
Trump wies darauf hin, dass die USA die stärkste Militärmacht der Welt sei – und sehr wohl bereit sei, diese Macht einzusetzen. Deshalb auch der Rat des US-Präsidenten an die iranische Bevölkerung: «Wir wollen, dass alle zuhause bleiben. Draussen ist es gerade nicht sicher»
Trump ist bereit für längeren Krieg
Die US-Offensive im Iran könnte notfalls auch länger andauern. Zwar liege man «deutlich vor unseren Zeitprojektionen», sagte Trump. Ursprünglich habe man mit vier bis fünf Wochen gerechnet. Zugleich betonte er jedoch, das Militär habe die «Fähigkeit, weit länger zu gehen». «Was immer nötig ist, wir werden es tun», sagte der Präsident. Er schloss auch den Einsatz von Bodentruppen nicht kategorisch aus.
Spekulationen, er könne das Interesse an dem Einsatz verlieren, wies Trump zurück. «Ich werde nicht gelangweilt», sagte er. Die USA verfügten über das «stärkste und mächtigste Militär der Welt» und würden sich durchsetzen. Trump bekräftigte, die Operation werde mit «unerbittlicher Entschlossenheit» fortgesetzt. Man sei dem Zeitplan sogar voraus, sagte er mit Blick auf militärische Ziele.
Der eigentliche Anlass der Medienkonferenz war die Verleihung von drei Ehrenmedaillen, den sogenannten Medals of Honor. Es ist die höchste militärische Auszeichnung der USA und wird traditionell vom Präsidenten überreicht.
Die Medal of Honor würdigt auffallenden Heldenmut und geht bis auf Abraham Lincoln zurück. Sie kann auch posthum verliehen werden.
(her/sda/dpa)
