International
Südafrika

Hunderttausende auf der Flucht vor Kämpfen im Ostkongo

Hunderttausende auf der Flucht vor Kämpfen im Ostkongo

24.11.2023, 13:4924.11.2023, 13:49

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind nach UN-Angaben innerhalb der vergangenen sechs Wochen 450'000 Menschen vor Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Milizen geflohen. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) sprach am Freitag von einer Verschärfung der seit Jahren andauernden Krise in der Provinz Nord-Kivu.

FILE - Residents flee fighting between M23 rebels and Congolese forces near Kibumba, some 20 kms ( 12 miles) North of Goma, Democratic republic of Congo, on Oct. 29, 2022. The United Nations is warnin ...
Hunderttausende Menschen sind in der Demokratischen Republik Kongo auf der Flucht. Bild: keystone

In der rohstoffreichen Region kämpfen Regierungstruppen und Dutzende bewaffnete Gruppen um die Kontrolle des Gebiets.

Nach UN-Angaben sind mindestens 200'000 Binnenflüchtlinge derzeit von humanitärer Hilfe abgeschnitten. Seit Oktober sei auch ein Anstieg von Menschenrechtsverletzungen in der Region festgestellt worden, hiess es. Darunter seien zahlreiche Vergewaltigungen von Frauen und Mädchen. Zehntausende Menschen haben den Angaben zufolge die Stadt Sake etwa 35 Kilometer von der Provinzhauptstadt Goma erreicht.

Die Demokratische Republik Kongo ist das zweitgrösste Land Afrikas. Am 20. Dezember finden dort Präsidentenwahlen statt. Menschenrechtsorganisationen warnten bereits in den vergangenen Monaten wiederholt, dass die Wahlen in den Konfliktregionen des Landes nur schwer oder kaum durchzuführen seien. (saw/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
«Wäre ein echter Wendepunkt» – Migrationsexperte fordert neuen Kurs bei EU-Asylpolitik
Tage nach dem Ansturm von mehreren Zehntausend Migrantinnen und Migranten auf die spanische Exklave Ceuta ist das Warum noch immer nicht geklärt. Migrationsexperte Gerald Knaus ordnet ein – und spricht von einem Weckruf für die EU.
Bis zu 60'000 Menschen kamen innert kürzester Zeit nach Ceuta. Gibt es überhaupt eine Erklärung für das, was passiert ist?
Gerald Knaus: In diesem Jahr kamen bis vorletzte Woche nur insgesamt 14'000 Migranten aus ganz Afrika nach Spanien. Dass innert weniger Tage zufällig mehrere Zehntausend Menschen aufs Mal die Grenze nach Ceuta überqueren, erscheint mir sehr unwahrscheinlich. Es ist ausserdem nicht das erste Mal, dass so etwas passiert. 2021 kamen 10'000 Menschen in einer ähnlichen Aktion über die marokkanische Grenze. Wir wissen, dass es damals eine Erklärung gab: Marokko wollte Druck auf Spaniens Aussenpolitik ausüben.
Zur Story