DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Ambulances and buses wait as they evacuate people from a rebel-held sector of eastern Aleppo, Syria December 15, 2016. REUTERS/Abdalrhman Ismail

Ein Konvoi am Donnerstag. Bild: ABDALRHMAN ISMAIL/REUTERS

Evakuierung läuft an: Erste Verletzte und Zivilisten verlassen Ost-Aleppo 



In der syrischen Metropole Aleppo hat am Donnerstag die Rettung der dort eingeschlossenen Bewohner begonnen. Über 30 Busse und Krankenwagen mit Verletzten und Zivilpersonen verliessen den Bezirk al-Amirijah.

Sie fuhren am frühen Nachmittag in das von der Regierung gehaltene Viertel Ramussa, wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Video: watson.ch

Der Konvoi bewegte sich sehr langsam vorwärts. Angeführt wurde er von Fahrzeugen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) sowie des Syrischen Halbmonds, dahinter folgten 13 Krankenwagen und 20 grüne Busse.

Evakuierte sollen in von Rebellen besetztes Gebiet gebracht werden

Von Ramussa aus sollen die Bewohner in den Westen der Provinz Aleppo gebracht werden, der in der Hand der Aufständischen ist. Nachdem eine erste geplante Evakuierungsaktion in Aleppo am Mittwoch gescheitert war und neue Kämpfe aufgeflammt waren, meldeten die Kriegsparteien am Donnerstag die Einigung auf die Aktion.

People get on buses to be evacuated from al-Sukkari rebel-held sector of eastern Aleppo, Syria December 15, 2016. REUTERS/Abdalrhman Ismail

Die Evakuierung mit den grünen Bussen ist am Donnerstag angelaufen. Bild: ABDALRHMAN ISMAIL/REUTERS

Insgesamt sollten am Donnerstag bereits rund 15'000 Menschen aus den Rebellengebieten abtransportiert werden, wie die Nachrichtenagentur DPA aus syrischen Militärkreisen erfuhr. Neben 5000 Kämpfern soll es sich demnach um deren Angehörige und um Zivilpersonen handeln, die sich noch in den eingeschlossenen Gebieten aufhalten.

Sie sollen in die Provinz Idlib südwestlich von Aleppo gebracht werden. Die Provinz wird grösstenteils von der bewaffneten Opposition kontrolliert.

Men push an evacuee on a stretcher as vehicles wait to evacuate people from a rebel-held sector of eastern Aleppo, Syria December 15, 2016. REUTERS/Abdalrhman Ismail

Ein Verletzter wird abtransportiert. Bild: ABDALRHMAN ISMAIL/REUTERS

Katastrophale Lebensbedingungen

In Ost-Aleppo halten sich noch Zehntausende Menschen auf, von denen viele in zerbombten Häusern untergekommen sind. Wegen einer monatelangen Blockade wird die humanitäre Lage dort immer katastrophaler.

Es fehlt akut an Trinkwasser, Nahrung und medizinischer Versorgung. Weil es kaum Strom und Treibstoff gibt, können die Menschen trotz der Wintertemperaturen nicht heizen.

People gather to be evacuated from al-Sukkari rebel-held sector of eastern Aleppo, Syria December 15, 2016. REUTERS/Abdalrhman Ismail     TPX IMAGES OF THE DAY

Insgesamt sollten am Donnerstag bereits rund 15'000 Menschen aus den Rebellengebieten abtransportiert werden Bild: ABDALRHMAN ISMAIL/REUTERS

Aleppo gehörte im rund fünfeinhalb Jahre dauernden Krieg zu den am heftigsten umkämpften Orten. Regierungstreue Truppen konnten seit Beginn einer Offensive im November den allergrössten Teil der bislang von Rebellen gehaltenen Stadtteile im Osten Aleppos erobern. (whr/sda/afp/dpa)

Aleppo ist ein Trümmerfeld 

1 / 17
Aleppo ist ein Trümmerfeld (Update 13.12.16)
quelle: ap/ap / hassan ammar
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

EuGH: Kopftuchverbot in Kita und Drogerie kann rechtens sein

Der Europäische Gerichtshof hat die Rechte von Arbeitgebern gestärkt, die muslimischen Mitarbeiterinnen das Tragen von Kopftüchern verbieten.

Das Verbot des Tragens jeder sichtbaren Ausdrucksform politischer, weltanschaulicher oder religiöser Überzeugungen könne durch das Bedürfnis des Arbeitgebers gerechtfertigt sein, gegenüber den Kunden ein Bild der Neutralität zu vermitteln oder soziale Konflikte zu vermeiden, urteilte der EuGH am Donnerstag.

Hintergrund des Urteils waren zwei Fälle aus …

Artikel lesen
Link zum Artikel