International
Türkei

Türkei: 47'000 Gülen-Verdächtige in U-Haft

Türkei: 47'000 Gülen-Verdächtige in U-Haft

03.04.2017, 08:1403.04.2017, 08:20

Seit dem Putschversuch in der Türkei im vergangenen Juli sind wegen angeblicher Verbindungen zur Gülen-Bewegung mehr als 113'000 Menschen festgenommen worden. 47'155 dieser Verdächtigen sässen in Untersuchungshaft, sagte Innenminister Süleyman Soylu nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu vom Sonntagabend.

Der Rest sei meist unter Auflagen freigelassen worden. Unter den Verdächtigen in Untersuchungshaft seien auch 2575 Richter und Staatsanwälte sowie 168 Generäle.

Die Regierung macht die Bewegung des in den USA lebenden sunnitischen Predigers Fethullah Gülen für den Putschversuch verantwortlich. Vertreter westlicher Staaten zeigten sich zuletzt nicht überzeugt davon.

«Die Türkei hat auf den verschiedensten Ebenen versucht, uns davon zu überzeugen. Das ist ihr aber bislang nicht gelungen», sagte etwa der Chef des deutschen Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, im vergangenen Monat dem «Spiegel».

Der Auswärtige Ausschuss des britischen Parlaments monierte, es sei «nicht durch öffentlich zugängliche Nachweise belegt», dass Gülen-Anhänger die alleinigen Urheber gewesen seien. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Netflix zeigt live, wie ein Mensch sein Leben riskiert – Expertin erklärt das Phänomen
In der Nacht auf den 24. Januar besteigt der Extremsportler den Taipei 101 ohne Seil – und die Menschheit kann dabei live zusehen. Eine Expertin ordnet ein.
Schon seit Jahrhunderten fühlen sich Menschen von Ereignissen angezogen, bei denen sie zusehen können, wie andere Menschen sich in Lebensgefahr begeben. So kämpften bereits Gladiatoren bei den Römern zur Unterhaltung der Menschen in Arenen, oft bis zum Tod. Und auch in unserer Zeit werden in vielen Zirkusaufführungen halsbrecherische Kunststücke aufgeführt, die bei nur einem Fehltritt tödlich enden könnten.
Zur Story