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A police official stands guard in front of the Al Noor mosque in Christchurch, New Zealand, Tuesday, March 19, 2019. Christchurch was beginning to return to a semblance of normalcy Tuesday. Streets near the hospital that had been closed for four days reopened to traffic as relatives and friends of Friday's shooting victims continued to stream in from around the world. (AP Photo/Vincent Thian)

Ein Polizist hält Wache vor der Al Noor Moschee in Christchurch. Bild: AP/AP

Christchurch-Attentäter tauschte Mails aus mit Österreichs «Identitären»



Der mutmassliche Attentäter von Christchurch und der Chef der «Identitären» in Österreich haben sich öfter Mails geschrieben als bisher bekannt. Dies berichtet der öffentlich-rechtliche ORF am Dienstagabend.

Demnach wollte sich Österreichs «Identitären»-Chef Martin Sellner mit dem späteren Attentäter treffen, sollte der mal in Wien sein. «Wenn du jemals nach Wien kommst, müssen wir auf einen Kaffee oder ein Bier gehen», schrieb Sellner mehr als ein Jahr vor dem Attentat von Christchurch an den späteren Massenmörder Brenton Tarrant.

Auch der Australier lud Sellner ein, falls dieser mal Australien oder Neuseeland bereisen sollte. «Wir haben Menschen in beiden Ländern, die dich gerne in ihrem Haus aufnehmen würden», schrieb der Attentäter.

Sellner bestätigte dem ORF laut dem Bericht die Echtheit der Mails und wiederholte das am Abend auch via Twitter. Ein Treffen mit Tarrant habe es aber nicht gegeben. Bisher war bekannt, dass Tarrant den «Identitären» in Österreich im Januar 2018 - also mehr als ein Jahr vor seinem Terroranschlag auf zwei Moscheen in Christchurch - 1500 Euro gespendet und Sellner sich dafür mit einer Standard-Mail bedankt hatte.

epa07503808 Martin Sellner, leader of the far right Identitarian Movement Austria (Identitaere Bewegung Oesterreich), speaks to supporters during a demonstration in front of the Justice Ministry of Austria in Vienna, Austria, 13 April 2019. The Identitarian Movement protest for a freedom of speech after a police raid at the its leader's house. Media reports state that investigators into the New Zealand Mosque terror attacks alleged Sellner had been given money by the Christchurch attacker. Sellner denies the allegations and any involvement in the events.  EPA/FLORIAN WIESER

Rechtsextremer Aktivist Martin Sellner. Bild: EPA/EPA

Bei dem Terror-Anschlag Mitte März wurden 50 Menschen getötet. Der Australier Tarrant - ein Rechtsextremist und Rassist - sitzt im einzigen Hochsicherheitsgefängnis des Landes in Auckland in Untersuchungshaft. Ihm wird 50-facher Mord und 39-facher Mordversuch zur Last gelegt. Nach dem Anschlag wurde Sellners Wohnung wegen der Spende durchsucht und ein Verfahren wegen des Verdachts der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung eingeleitet. (sda/dpa)

Attacke auf zwei Moscheen in Neuseeland

49 Tote, ein Manifest und grosse Trauer

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51
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51Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Partikel 15.05.2019 16:38
    Highlight Highlight Ich habe die Kommentarregeln gelesen.
    Das war kein Rundumschlag gegen die Rechten, sondern eine als Frage formulierter Satz.
    Ich wundere mich über den Begriff Identitäre. Aber schön, bleiben wir bei den kuscheligen Namen, oder Beschreibungen für Natürlich Zündet Zündholz. Oder lieber wieder nicht Veröffentlchen?
    • Kruk 16.05.2019 17:35
      Highlight Highlight Deine Frage war absolut berechtigt und ja die sind sich sehr ähnlich.
  • Oiproll 15.05.2019 10:36
    Highlight Highlight Ach ja....Sellner und seine Hipsterfaschos. Ich hoffe dieses Gesoxs verschwindet schon bald wieder in der Bedoitungslosigkeit wo sie hingehören.
    • Cédric Wermutstropfen 15.05.2019 14:11
      Highlight Highlight Was hat denn die Ideologie der Identitären mit Faschismus zu tun? Bitte erklären Sie mir das, ich bin gespannt.
    • Oiproll 16.05.2019 07:31
      Highlight Highlight Ach komm,cedric....die Verbindungen der IB mit rechtsextremen und neofaschischtischen Bewegungen sind bekannt. Nur weil sie sich einen seriösen und moderaten Anstrich verpassen wollen,kann man das noch lange nicht ernst nehmen. Stichwort CasaPound,Burschenschaften,Kubitchek,uswundsofort. Und der Glaube an Verschwörungstheorien à la "der grosse Austausch"sind nebenbei auch noch ziemlich lächerlich.....
  • Magnum 15.05.2019 10:32
    Highlight Highlight Kleines Gedankenexperiment:
    Man ersetze Sellner durch einen Exponenten der äusseren Linken. Und den Massenmörder von Christchurch durch den Berliner Weihnachtsmarkt-Attentäter Anis Amri. Und diese beiden hätten freundschaftliche Mails ausgetauscht und sich gegenseitig in ihrem Kampf bestärkt. Was dann wohl los wäre?
    Wer die Identitären noch immer als relativ gewaltfreie (uhumm...), harmlose Patrioten verharmlost, ist Teil eines Problems, das Menschenleben kostet. Diese Salonnazis treiben mit ihrer Bedrohungs-Rhetorik Extremisten zu Bluttaten, in vermeintlicher Selbstverteidigung.
  • Kruk 15.05.2019 08:36
    Highlight Highlight Auf einen kaffee wollten sie sich treffen, habe ich richtig gelesen KAFFEE?
    Ist das nicht dieses Getränk das via Muslime zu uns gekommen ist?

    Jeder der etwas anderes zu sich nimmt als haferschleimgrütze ist kein wahrer Identitärer!!!
    • Cédric Wermutstropfen 15.05.2019 11:27
      Highlight Highlight @Kruk: Weshalb schreibst Du überhaupt Kommentare über die Identitäre, wenn Du absolut keine Ahnung hast? Warst Du z.B. schon einmal an einem Stammtisch der IB? Vermutlich nicht, ich schon. Du verkennst, wie heterogen das politische Spektrum ist. Für Dich ist vermutlich auch die SVP eine Nazi-Partei. Ich erkenne bei Dir weder einen Funken Differenzierungsvermögen noch Sachverstand. Das ist schade.
    • Kruk 15.05.2019 13:52
      Highlight Highlight Schade ist, dass es Menschen gibt die sich von Demagogen verführen lassen.
    • Cédric Wermutstropfen 15.05.2019 14:09
      Highlight Highlight @Kruk: Schön, dass Sie immerhin zur Selbstreflexion fähig sind. Diese Eigenschaft lobe ich mir.
  • Kruk 15.05.2019 08:25
    Highlight Highlight Die Identitären sollten, nach ihrer eigenen Ideologie, eigentlich dagegen sein, dass weisse Menschen in Australien oder Neuseeland leben dürfen.

    • Aurum 15.05.2019 08:57
      Highlight Highlight Du verlangst derarte schlüsse von den Identitären? Das ist viel zu komplex für die!
    • Cédric Wermutstropfen 15.05.2019 11:18
      Highlight Highlight Nein, sie sind auch nicht per se dagegen, dass z.B. Asiaten usw. in Europa leben. Kulturelle Assimilation ist hier das Stichwort. Wenn ich bspw. eine Asiatin heiratete und Kinder mit ihr hier in der Schweiz hätte - nicht einmal das würde der identitären Ideologie widersprechen. Sie schreiben hier einfach planlos irgendetwas, weil für Sie die Identitären wohl einfach irgendwelche Rechte sind.
    • Kruk 15.05.2019 13:50
      Highlight Highlight @ Tropfen, also wäre es ganz ok wenn ein Paar Asiaten 3/4 von uns umbringen würden um einen Staat hier zugründen.
      Nein es sind nicht irgendwelche rechte, es sind völlig verwirrte rechtsextreme die noch ein paar Jahre Schule nötig hätten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LibConTheo 15.05.2019 07:13
    Highlight Highlight Diese Erkenntnis ändert nichts am Umstand, dass Sellner weder über das Vorhaben noch über die Motivation von Tarrant Bescheid gewusst haben kann.

    Wenn eine Organisation eine grössere Spende erhält ist es normal, dass man sich beim Spender bedankt und vielleicht auch einen Dialog startet.

    Was hier (nach wie vor) versucht wird, ist die IBÖ ausradieren zu können anhand Verbindungen zum Terror.

    Mag man sich nicht mit deren Gedankengut identifizieren aber die IBÖ ist um weiten gewaltfreier als es andere politische Gruppierungen sind in Österreich.

    Sellner hat meine Unterstützung.
    • Fly Baby 15.05.2019 07:39
      Highlight Highlight Hast du auch gespendet?
    • Kreuzritter 15.05.2019 07:39
      Highlight Highlight Ich könnte es nicht besser sagen. Thumbs up
    • Sapere Aude 15.05.2019 07:56
      Highlight Highlight Was Sellner wirklich gewusst hat, sei dahingestellt. Er wird wissen, wie man sich von solchen Individuen distanziert. Dass die Identitären teil des braunen Sumpfs ist, lässt sich kaum von der Hand weisen. Gewaltfrei ist die Organisation schon lange nicht mehr, kein Wunder steht sie deshalb unter Beobachtung des Verfassungsschutzes. Für die Relativierungsversuche dieser Organisation habe ich nur ein müdes Lächeln übrig. War schon immer und ist es bis heute, eine faschistoide Gruppierung. #Alerta
    Weitere Antworten anzeigen
  • Partikel 15.05.2019 05:12
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • James Blond007 15.05.2019 06:54
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    • Arthur Sunil 15.05.2019 08:09
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    • goschi 15.05.2019 08:55
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