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Bangkok sucht Thailänder im Ausland, die nicht «anständig» um den König trauern



Entrüstet über teils unvorteilhafte Berichterstattung über die Familie des verstorbenen Königs Bhumibol hat die Regierung in Thailand nun hartes Durchgreifen angekündigt.

People take a picture of a drawing portrait of the late Thai King Bhumibol Adulyadej in Bangkok, Thailand, Tuesday, Oct. 18, 2016. Bhumibol was 8 when he got hold of his first camera - a Coronet Midget given by his mother - and rarely was one out of reach through most of his life, capturing both domestic scenes and documenting his efforts to improve rural lives. (AP Photo/Sakchai Lalit)

Die Trauer um den Tod von König Bhumibol ist gross. Gross genug? Das Militär ermittelt. Bild: Sakchai Lalit/AP/KEYSTONE

Die Regierung bitte ausländische Diplomaten um Hilfe, um Thailänder im Ausland aufzuspüren, die Majestätsbeleidigung begangen haben, sagte Justizminister Paiboon Koomchaya. Die Behörden zu Hause wurden aufgerufen, die sozialen Medien genau unter die Lupe zu nehmen und despektierliche Äusserungen sofort zu ahnden.

Viele Menschen empfinden schon das tragen bunter Kleidung als Majestätsbeleidigung. Thailänder bedrohen seit Tagen Landsleute, die ihrer Ansicht nach nicht gebührend um den König trauern.

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Ein Mob zerrte am Dienstag einen Mann nahe Bangkok aus seinem Haus und zwang ihn, sich vor einem Porträt des Monarchen zu entschuldigen, wie Lokalmedien berichten. Er soll etwas Despektierliches in sozialen Medien gepostet haben.

Mit dem harten Durchgreifen sollen solche Übergriffe verhindert werden, sagte ein Sprecher der Militärjunta. Majestätsbeleidigung kann mit 15 Jahren Haft geahndet werden.

König Bhumibol war vergangene Woche im Alter von 88 Jahren gestorben. Er wurde tief verehrt. Praktisch das ganze Land trägt seit seinem Tod schwarz. Zehntausende warten täglich vor dem Königspalast in Bangkok, um ihm vor einem Porträt die letzte Ehre zu erweisen.

(sda/dpa)

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