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Nach acht Tagen: Drei Menschen in Nepal aus Trümmerhaufen befreit – ein Geretteter soll über 100 Jahre alt sein



Entgegen aller Erwartung sind acht Tage nach dem verheerenden Himalaya-Erdbeben drei Menschen lebend aus den Trümmern geborgen worden, so die Behörden. Die Regierung Nepals hatte am Samstag erklärt, es gebe quasi keine Hoffnung mehr, noch Überlebende zu finden.

Soldaten und Polizisten hätten zwei Frauen und einen Mann ausgegraben und in das Bezirksspital gebracht, sagte der örtliche Polizist Ram Bahadur Nepali am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Der gerettete Mann soll mindestens 100 Jahre alt sein, sagte Laxmi Dhakal, Sprecher des nepalesischen Innenministeriums. Zwei von ihnen hätten unter den Überresten ihres Lehmhauses im Dorf Kerabari im Distrikt Sindhupalchowk gelegen. Einer sei in der Nähe von einem Erdrutsch erfasst und begraben worden.

epaselect epa04729942 A picture made available 02 May shows a woman carrying her baby through what is left of Barpak village, epicenter of the devastating earthquake that hit the country on 25 April 2015, Nepal, 01 May 2015. The confirmed official death toll increased to 6,621, with more than 14,000 injured, an Interior Ministry spokesman said. The 7.8-magnitude earthquake was the deadliest in the country for more than 80 years, destroying an estimated 300,000 houses across northern Nepal.  EPA/DIEGO AZUBEL

Die Behörden waren sich sicher, dass es keine Hoffnung auf weitere Überlebende gibt. Bild: DIEGO AZUBEL/EPA/KEYSTONE

Innenministeriumssprecher Laxmi Dhakal bestätigte die an ein Wunder grenzende Rettung der drei Verschütteten. Zuletzt waren am Donnerstag ein 18-Jähriger sowie eine junge Frau gerettet worden. Sie hatten jeweils unter zusammengefallenen Häusern in der Hauptstadt Kathmandu gelegen. 

Chaotische Verteilung von Hilfsgütern

Das Erdbeben mit einer Stärke von 7,8 hatte am Samstag vor einer Woche den Himalaya erschüttert. Bei der Verteilung von Hilfsgütern gibt es weiterhin grosse Probleme. Der Flughafen von Kathmandu ist völlig überlastet, Berichten zufolge wurden Hilfslieferungen zudem nur stockend vom Zoll abgefertigt oder an der Grenze zu Indien gar abgewiesen.

Die Zahl der Toten in den betroffenen Ländern Nepal, Indien und China liegt inzwischen bei mehr als 7100. Tausende Menschen werden noch vermisst, darunter 1000 Europäer. Wie der Chef der Tourismusbehörde, Tulsi Gautam, sagte, wurden landesweit bislang die Leichen von 54 Ausländern geborgen.

epa04730562 A picture made available on 02 May 2015 of relief goods for Nepal being prepared to be loaded onto a military transport airplane at the Military Airport in Warsaw's Okecie airport, Poland, 01 May 2015. Five military transport aircraft are assigned to fly relief goods into the earthquake-stricken regions of Nepal.  EPA/JAKUB KAMINSKI  EPA/JAKUB KAMINSKI POLAND OUT

Der Flughafen in Kathmandu ist überlastet. Bild: EPA/PAP

Finanzminister Ram Sharan Mahat sagte am Sonntag, die Regierung rechne damit, dass die Totenzahl noch «viel höher» steigen werde. Es gebe «immer noch Dörfer, von denen wir wissen, dass alle Häuser zerstört wurden, die wir aber noch nicht erreichen konnten», gab er an. (lhr/sda/dpa/afp)

Retter in Nepal befreien 15-Jährigen

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Retter in Nepal befreien 15-Jährigen
quelle: x02814 / navesh chitrakar
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