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Ban Ki-Moon: Staaten sollen deutlich mehr Syrer aufnehmen



UN chief Ban Ki-moon speaks during a press conference at Tunis-Carthage Airport in Tunis, Tunisia. Tuesday, March 29, 2016. Ban Ki Moon has pledged the United Nations' support for Tunisia as the U.N. Secretary-General wrapped a two-day visit to the North African country.(AP Photo/Hassene Dridi)

Bild: Hassene Dridi/AP/KEYSTONE

UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon fordert die internationale Gemeinschaft auf, zur Entlastung der Nachbarländer Syriens deutlich mehr Flüchtlinge als bisher aufzunehmen. An der Genfer UNO-Flüchtlingskonferenz rief Ban am Mittwoch dazu auf, «Verantwortung zu teilen».

Von den bislang insgesamt 4,8 Millionen Syrern, die in die Türkei, in den Libanon, nach Jordanien und Ägypten sowie in den Irak geflohen seien, sollten wohlhabendere Staaten wenigstens zehn Prozent aufnehmen. Das wären 480'000 Menschen.

Dies sei «eine relativ kleine Zahl» verglichen mit den Lasten, die Nachbarländer Syriens seit Jahren tragen würden, erklärte der UNO-Generalsekretär.

In Genf beraten Vertreter von mehr als 90 Staaten und zahlreichen internationalen Organisationen über Möglichkeiten einer gerechteren Verteilung von Kriegsflüchtlingen aus Syrien. Die Schweiz ist vertreten durch Mario Gattiker, Staatssekretär für Migration.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) hofft auf freiwillige Zusagen vor allem seitens wohlhabender Länder. Einige von ihnen hätten bislang - anders als zum Beispiel Deutschland oder Norwegen - nur geringe Beiträge zur Hilfe für Syrer in Not geleistet, kritisierten in Genf Vertreter internationaler Hilfsorganisationen. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Herbert Anneler 30.03.2016 19:36
    Highlight Highlight Eine durch UNO-Truppen geschützte entmilitarisierte Zone in Syrien, in welcher die Flüchtlinge wieder eine Existenz aufbauen könnten, wäre wohl dass Sinnvollste. Dies müsste mit Polizei, Verwaltung, Schulen und Gewerbe beginnen und könnte sich allmählich auch in den Bereich von Dienstleistungen und IT entwickeln - kluge Köpfe gäbe es in Syrien genug! Nach Kriegsende könnte von dort aus das völlig zerstörte Land wieder aufgebaut werden - ein ökonomischer und zivilgesellschaftlicher Brückenkopf gewissermassen. Dies wäre viel besser, als Menschen auf wildfremde Länder zu verteilen.
    2 0 Melden
  • Kookaburra 30.03.2016 17:23
    Highlight Highlight Im Jahr 2014 gab Ban Ki-Moons Heimatland nur 94 von 2896 Asylanträgen statt.
    3 0 Melden

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