International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05936303 US President Donald J. Trump makes fist as he speaks at the Pennsylvania Farm Show Complex in Harrisburg, Pennsylvania, USA, 29 April 2017. The rally marked the president's 100th day in office.  EPA/TRACIE VAN AUKEN

Donald Trump in Harrisburg, Pennsylvania. Bild: TRACIE VAN AUKEN/EPA/KEYSTONE

Und am 100. Abend ...

Vor einer begeisterten Menge zog Donald Trump Bilanz über seine ersten 100 Tage im Amt. Ein Heimspiel, mehr als 100 Meilen vom Weissen Haus entfernt.



«Er habe gedacht, es sei einfacher.» Donald Trump liess diese Woche zum ersten Mal durchblicken, dass er an seinem neuen Job manchmal ordentlich zu nagen hat. Man sei sehr isoliert als US-Präsident, meinte der 70-Jährige, «in meinem früheren Leben war immer so viel los.» 

Gestern Abend, an seinem 100. Amtstag, kehrte Trump Washington den Rücken zu. Gemäss Tradition wäre in der Hauptstadt eigentlich ein Galadinner mit Journalisten auf dem Programm des Präsidenten gestanden. Doch der Republikaner strich den Termin schon vor Wochen und flog stattdessen nach Pennsylvania, wo er zu seinen Anhängern sprach. 

Und dort, weg vom Alltag im Oval Office und weg von der Isolation, fühlte sich der Präsident wieder pudelwohl. Es stand wieder der Trump auf der Bühne, den wir vom Wahlkampf kennen. Bissig, euphorisch, Schläge austeilend. 

«In einem Hotel-Ballsaal in unserer Hauptstadt hat sich gerade eine grosse Gruppe von Hollywood-Schauspielern und Washingtoner Medien versammelt, um sich zu trösten», scherzte Trump. «Ich könnte nicht entzückter sein, als mehr als 100 Meilen von ihnen entfernt zu sein.»

Er sei froh, den Abend nicht in Washington verbringen zu müssen, so der Präsident, schliesslich sei die Menge in Harrisburg «viel, viel grösser» und die Leute «viel besser». Die Menge dankte es mit einem: «USA! USA! USA!»

Trump verpasste es denn auch nicht, die Stimmung gegen die Medien weiter anzuheizen und bezeichnete «CNN» und «MSNBC» als «Fake News». Buh-Rufe. 

Nachdem ebendiese Medien die ersten 100 Amtstage von Trump bereits in aller Breite analysiert hatten – und ihm alles andere als ein gutes Zeugnis ausstellten –, zog der Präsident gestern selber Bilanz. Die ersten 100 Tage seien «sehr aufregend und sehr produktiv» gewesen, meinte Trump. «Macht euch bereit für die grossen, grossen Kämpfe die anstehen, welche wir alle gewinnen werden.»

Die Mauer

Ein solcher «Kampf» dürfte die Errichtung der Grenzmauer zu Mexiko werden. In den vergangenen Tagen wurde immer wieder angezweifelt, ob Trumps Mauer denn auch tatsächlich gebaut würde.

Nach den kürzlich bekannt gewordenen Steuerplänen der Regierung kamen viele Experten zum Schluss, dass der Bau der Mauer nicht finanzierbar sei. Trumps Regierung sieht massive Steuerkürzungen vor, dies könnte ein grosses Loch in die US-Staatskasse reissen.

Der US-Präsident beruhigte gestern jedoch seine Anhänger. «Wir werden die Mauer bauen, macht euch keine Sorgen», rief er ihnen zu. Zuvor skandierte die Menge in Harrisburg: «Build that wall» – «Baut die Mauer». 

Klimapolitik

Desweiteren kündigte der Präsident der Vereingigten Staaten an, dass in den nächsten zwei Wochen ein «grosser Entscheid» zum Pariser Klimaabkommen anstehe. Er beschwerte sich, dass die Vereinbarung einseitig sei. «Die USA bezahlen Milliarden, China, Russland und Indien nichts», so Trump.

Gleichzeitig machte er gestern Werbung für fossile Brennstoffe. «Wir haben den Krieg gegen die schöne, saubere Kohle beendet», so Trump unter tosendem Beifall, «und wir schicken unsere grossartigen Kohle-Mineure zurück zur Arbeit.»

Zum Schluss seiner Rede setzte Trump auf die volle Ladung Pathos. «Egal ob wir schwarz, braun oder weiss sind, wir bluten alle das rote Blut der Patrioten.» 

Ab Montag wartet wieder der Alltag. 

100 Tage Trump in 90 Bildern

Das könnte dich auch interessieren:

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

157
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

47
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

156
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

103
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

57
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Lehrer M. zur Pisa-Studie: «Schüler erzählen mir fast triumphierend, dass sie nicht lesen»

157
Link zum Artikel

Toiletgate im Weissen Haus: Wegen Trumps Klo-Tirade lacht das Internet Tränen

47
Link zum Artikel

Stell dir deine Pizza zusammen und wir sagen dir, ob du Gourmet oder Banause bist

156
Link zum Artikel

8 Zeichnungen des ersten Terrorhäftlings, die zeigen, wie die Amerikaner folterten

229
Link zum Artikel

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

103
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

57
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

33
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

15
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

12
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dmax 30.04.2017 11:06
    Highlight Highlight wieso erinnert mich trump bei seinen ansprachen immer wieder an mussolini?
  • MartinArnold 30.04.2017 08:55
    Highlight Highlight Bilanz nach 100 Tagen Trump.
    Die plus Seite:
    - sieht ziemlich negativ aus!
  • Butzdi 30.04.2017 08:48
    Highlight Highlight Wer sich vor einer Wohltätigkeitsveranstaltung drückt und stattdessen eine Wahlveranstaltung hält hat weder Nerven noch Ethik. Es gab sehr viele freie Plätze an seiner Veranstaltung, aber er log wieder einmal über die Anzahl Zuschauer dass sich die Balken biegen. Zur selben Zeit lief in Washington eine Demonstration, die mehr Teilnehmer hatte als Trumps Amtseinführung. Es gab also viele Gründe für Trump, nicht in Washington zu sein, aber keiner der Gründe hat sich etwas mit Rückgrat zu tun.
    Viel Platz und Neonazis.
    Benutzer Bild
    • Rubby 30.04.2017 12:12
      Highlight Highlight Wie recht du hast....dieser mann ist wirklich ein krankhafter narzisst....so langsam aber sicher wird der mann immer peinlicher...amerika ist für ihn nicht "first"....sondern "donald trump first" er merkt nicht mal mehr wenn er lügt....und gerät wirklich in rage wenn er nicht an erster stelle steht...was hat er denn geleistet die 100 tage...????....erreicht hat er mit sicherheit eines....er hat seine glaubwürdigkeit verspielt....er hat die menschen getäuscht...über ihn witzelt und lächelt die ganze welt....!!!!.....das hat er erreicht !!!!
  • AnnaFänger 30.04.2017 07:45
    Highlight Highlight Lets get ready to trumpel...!!!! #showman #wrestler
  • User03 30.04.2017 07:30
    Highlight Highlight Wer will mit mir wetten?
    1. Trump wird erschossen.
    2. Trump wird des Amtes enthoben.
    (3. Trump bleibt 4 Jahre Präsident)

    Option 3. leider nicht verfügbar, weil quote zu hoch und unauszahlbar.
  • flyingdutch18 30.04.2017 06:20
    Highlight Highlight Dieser Mann ist nur als Wahlkämpfer gut. Als Präsident des mächtigsten Lands der Welt versagt er kläglich. Leider keine schönen Aussichten für die nächsten 1'000 Tage.
  • Ursus ZH 30.04.2017 05:48
    Highlight Highlight Ich hab mal gemeint, in den USA könne ein Präsident des Amtes enthoben werden, wenn bei ihm eine Geisteskrankheit festgestellt wird. Offenbar hab ich mich getauscht.
    • Dominik I. 30.04.2017 09:52
      Highlight Highlight Doch, das 25th Amendment wurde z.B. durch George W. Bush verwendet, als dieser eine Darmspiehelung hatte. Nach zwei Stunden wurde es wieder rückgängig gemacht.
    • Spinoza 30.04.2017 11:18
      Highlight Highlight Also zu Zeiten FDRs, Wilsons und JFKs gab es den 25. Verfassungszusatz noch nicht. Und es gibt durchaus Quellen, die besagen, dass Mitgliedern von Reagans Kabinett teilweise kurz davor standen, den 25. Verfassungszusatz in Kraft zu setzen.
  • zombie woof 30.04.2017 05:29
    Highlight Highlight Wieso kommen mir hier Lemminge in den Sinn?
    • Saperlot 30.04.2017 08:10
      Highlight Highlight Oder minions die "Banana" rufen oder eben "coal" (Kohle).

Lisa Page packt aus – als Trump den Orgasmus simulierte, wurde es ihr zu viel

Seit fast zwei Jahren zieht Donald Trump über Lisa Page her. Kürzlich simulierte der US-Präsident bei einer Wahlkampfveranstaltung gar einen Orgasmus, um sie in den Dreck zu ziehen. Für Page ist es der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Zwei Jahre lang hat Lisa Page geschwiegen. Nun hat sie genug. Die ehemalige FBI-Anwältin hat die pausenlosen Attacken des US-Präsidenten satt und hat am Sonntag in einem Interview mit ihm abgerechnet.

Im Gespräch mit dem Daily Beast erzählt Page, was passiert ist, nachdem vor zwei Jahren Textnachrichten zwischen ihr und FBI-Agent Peter Strzok veröffentlicht wurden. Die beiden hatten eine Affäre und waren in die Untersuchungen zu Hillary Clintons Emails und zu Russland involviert.

Mehrfach äussern …

Artikel lesen
Link zum Artikel