International
Extremwetter

Brasilien: Mehr als 50 Tote bei Überschwemmungen in Brasilien

epa12776258 Debris and mud in the aftermath of a storm, in Juiz de Fora, Brazil, 25 February 2026. The Brazilian state of Minas Gerais was hit by torrential rains that triggered widespread flooding an ...
Heftige Regenfälle haben in Brasilien eine Spur der Verwüstung hinterlassen.Bild: keystone
Extremwetter

Mehr als 50 Tote bei Überschwemmungen in Brasilien

26.02.2026, 18:3026.02.2026, 18:30

Nach den verheerenden Überschwemmungen im Südosten Brasiliens hat sich die Zahl der Todesopfer auf 54 erhöht. In der Grossstadt Juiz de Fora wurden nach Angaben der Stadtverwaltung 48 Tote und 13 Vermisste registriert. In der rund 100 Kilometer entfernten Stadt Ubá kamen sechs weitere Menschen ums Leben, zwei gelten dort als vermisst.

Heftige Regenfälle haben seit der Nacht von Montag auf Dienstag im Bundesstaat Minas Gerais eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Überschwemmungen rissen Häuser mit sich und überfluteten Strassen. Mehr als 3'500 Bewohner wurden obdachlos. Die Bergungsarbeiten mussten in der Nacht zu Donnerstag zeitweise wegen anhaltender Regenfälle und der Gefahr neuer Erdrutsche unterbrochen werden. Die hügelige Topografie der Region begünstigt bei Starkregen Erdrutsche und Überschwemmungen.

Besonders stark betroffen war ein Viertel von Juiz de Fora. Dort starb eine Mutter, nachdem sie sich beim Einsturz ihres Hauses schützend auf ihren sechsjährigen Sohn geworfen hatte, wie das Nachrichtenportal «G1» berichtete. «Sie hat sich auf Antony geworfen und so sein Leben gerettet», berichtete die Mutter der Verstorbenen demnach. Der Junge überlebte verschüttet unter den Trümmern.

Eine andere Bewohnerin verlor bei einem Erdrutsch sowohl ihre Mutter als auch ihre zweijährige Tochter. «Es ging alles sehr schnell. Ich habe meine Mutter und meine Tochter auf einmal verloren, alles, was ich in diesem Leben hatte», sagte sie dem Radiosender «Itatiaia» unter Tränen.

Stadt erlebt regenreichsten Februar seit Beginn der Messungen

Die Stadt hatte bereits den Katastrophenfall ausgerufen, den Unterricht an städtischen Schulen ausgesetzt und mehrere Einrichtungen in Notunterkünfte umgewandelt. Bürgermeisterin Margarida Salomão sprach von dem regenreichsten Februar seit Beginn der Messungen und bezeichnete die Lage als kritisch. Weitere Niederschläge werden mindestens bis Freitag erwartet. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Dein Kommentar
YouTube Link
0 / 600
Hier gehts zu den Kommentarregeln.
Hillary Clinton verteidigt sich im Kreuzverhör zu Epstein
Die frühere US-Aussenministerin Hillary Clinton hat bei einer Befragung vor dem US-Parlament jede Kenntnis von Straftaten des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein entschieden zurückgewiesen. In ihrem in den sozialen Medien schriftlich verbreiteten ausführlichen Eröffnungsstatement erklärte sie, sie sei weder mit Epstein geflogen noch habe sie seine Privatinsel oder andere Anwesen besucht. Sie erinnere sich generell an keine konkreten Begegnungen mit dem 2019 in Haft verstorbenen Finanzinvestor und könne keine zusätzlichen Informationen zu den Ermittlungen beitragen.
Zur Story