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Das «Massaker-Gewehr» AR-15 steht vor dem Aus



epa07855608 (FILE) - Vendor Jack Riddle looks through the scope while showing a Colt AR-15 rifle to customers at Chuck's Firearms gun store in Atlanta, Georgia USA, 27 July 2012 (reissued 20 September 2019). US arms producer Colt announced on 20 September 2019 they are suspending the production of the AR-15 semi-automatic rifles and other sporting rifles for consumers.  EPA/ERIK S. LESSER *** Local Caption *** 50443059

Viele der letzten Massaker in den USA wurden mit dem AR-15 begangen. Bild: EPA

Der legendäre US-Waffenhersteller Colt hat das Aus für sein Sturmgewehr AR-15 angekündigt, das oft auch von Amokläufern genutzt wurde. Als Grund nannte Verwaltungsratspräsident Dennis Veilleux eine «Überkapazität» auf dem Markt für moderne Sportwaffen.

Er ging in seiner Erklärung nicht auf die Rolle des halbautomatischen Gewehrs bei einigen der schlimmsten Amokläufe in der jüngeren US-Geschichte ein.

Veilleux erklärte, Colt werde weiterhin Sturmgewehre für das US-Militär und die Strafverfolgungsbehörden herstellen sowie seine weltberühmten Revolver. Colt war der erste US-Waffenhersteller, der eine halbautomatische Waffe auf Basis des vom Militär genutzten M-13-Gewehrs auf den zivilen Markt brachte. Colts dafür genutzte Bezeichnung AR-15 hat sich inzwischen als Oberbegriff für diese Art von Gewehren durchgesetzt, die beliebt bei Jägern und Waffenliebhabern in den USA sind.

Die Exportschlager der Schweizer Rüstungsindustrie

Das Sturmgewehr AR-15 geriet immer wieder in die Schlagzeilen, weil es bei einigen der verheerendsten Amokläufen der US-Geschichte genutzt wurde. Dazu zählten unter anderem 2012 der Schusswaffenangriff an der Sandy-Hook-Grundschule in Newton im Bundesstaat Connecticut mit 26 Toten sowie das Blutbad an einer High School in Parkland im Bundesstaat Florida im vergangenen Jahr, bei dem 17 Menschen starben.

Auch in diesem Jahr gab es bereits wieder mehrere opferreiche Amokläufe in den USA. Danach ertönten immer wieder Forderungen nach einem Verbot von Sturmgewehren. Bisher wurden jedoch keine nennenswerten Massnahmen ergriffen, um das Problem anzugehen. Dies ist zu grossen Teilen auf den Einfluss der mächtigen US-Waffenlobby NRA zurückzuführen. (aeg/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • RatioRegat 21.09.2019 11:01
    Highlight Highlight "Colt war der erste US-Waffenhersteller, der eine halbautomatische Waffe auf Basis des vom Militär genutzten M-13-Gewehrs auf den zivilen Markt brachte."

    Was zum Teufel ist ein M-13 Gewehr? Meinten Sie nicht das M16?
  • Mugendai 21.09.2019 10:50
    Highlight Highlight Colt sistiert die zivile Fertigung nur. AR15 von S&W, Daniel Defense, Aeroprecision, Astra, SDM, Norinco, Schmeisser, Hera, Sig Sauer und vielen vielen anderen gibts weiterhin am Zivilmarkt.
    Wäre nicht mal gross einen Artikel wert gewesen, aber die Anspielungen kann man wohl nicht sein lassen.
  • Frankygoes 21.09.2019 10:37
    Highlight Highlight Tönt für mich wie Werbung. Die Fans stürmen die Geschäfte, weil das Ding angeblich bald nicht mehr produziert wird...
  • FrancoL 21.09.2019 10:04
    Highlight Highlight “Als Grund nannte Verwaltungsratspräsident Dennis Veilleux eine «Überkapazität» auf dem Markt für moderne Sportwaffen"

    Schöner Ausdruck "Sportwaffe". Doch das zeigt wie ein Teil dieser Leute ticken.
    • Mugendai 21.09.2019 11:20
      Highlight Highlight Militärisch und jagdlich sind die meisten AR15 auch nicht zu gebrauchen. Bleibt noch Schiesssport. Für Home Defense ist ein AR15 auch nicht unbedingt doe erste Wahl.
    • AdiB 21.09.2019 11:32
      Highlight Highlight @mugendai, dafür das du es als so schlecht veschreibst, hat diese waffe geholfen viele menschenleben zu beenden. Also sie ist schon effektiv das musst du zu geben.
    • FrancoL 21.09.2019 11:36
      Highlight Highlight Also sagen Sie, wenn das Ding nicht zu gebrauchen ist da nur noch für den Schiesssport? Ich würde sagen da erst recht nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Klaus07 21.09.2019 09:28
    Highlight Highlight „Als Grund nannte Verwaltungsratspräsident Dennis Veilleux eine «Überkapazität» auf dem Markt für moderne Sportwaffen.“

    Seit wann ist ein Sturmgewehr eine Sportwaffe?
    • Klaus07 21.09.2019 12:37
      Highlight Highlight Anstatt Blitze zu drücken, soll mir bitte jemand einen Sport mit Halbautomatischen Sturmgewehr aufzählen.
      Die Schweizer Tradition des Sturmgewehrsschiessen sehe ich nicht als Sport, es dient einzig und alleine der Wehrpflicht.
    • DemonCore 21.09.2019 12:43
      Highlight Highlight Sturmgewehr ist ein Propagandabegriff der damaligen deutschen Kriegsführung, ähnlich wie Blitzbomber, Atlantikwall oder Endsieg. Technisch korrekt wäre 'Maschinenkarabiner', sofern es sich tatsächlich um eine automatische Waffe handelt. Es gibt auch AR15 die nur halbautomatisch sind, wie z.B. die zivilen Versionen des Stgw 90. Deshalb kann Sportwaffe schon zutreffend sein.
    • Mugendai 21.09.2019 13:01
      Highlight Highlight Das AR15 ist kein Sturmgewehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Safado 21.09.2019 08:18
    Highlight Highlight Den Grund für die Einstellung des Verkaufes dieses Gewehres den der VP von Colt angab, glaube ich ihm auf's Wort. Das ist Business und hat null und nichts mit moralischen/ethischen Aspekten zu tun.

    P.S. Die Schweiz stellt wirklich top Geräte her. Habe mich immer gefreut (stolz) wenn ich die Pilatus am Himmel über Brasilien sah.
    Logisch - am Besten wäre, die ganze Welt bräuchte kein Kriegsmsterial mehr. Aber noch gibt es leider Kriege auf dieser Welt. Und dies nicht wegen den Waffen. Es gibt Waffen weil es Kriege gibt.
    Irgendwann entwickelt sich die Menschheit als Ganzes zum Frieden. 🙏
    • Walter Sahli 21.09.2019 09:19
      Highlight Highlight Kriege sind kein unabwendbares Naturereignis, sondern etwas , das wir Menschen willentlich tun! Wir könnten uns einfach anders entscheiden, aber offenbar findenwir Krieg gut.
    • Klaus07 21.09.2019 09:44
      Highlight Highlight Kriege entstehen, wenn sich die Machtverhältnisse zwischen zwei Kontrahenten verändern. Die Machtverhältnisse ändern sich meistens durch neue Kriegstechniken oder durch eine Modernisierung der Armee. Dabei spielen Waffen eine zentrale Rolle. Daher ist Ihre Aussage, dass Kriege nicht durch Waffen ausgelöst werden falsch. Man stelle sich den zweiten Weltkrieg vor, mit Armeen die nur mit Messer und Pfeil und Bogen bewaffnet gewesen wären.
    • Wasmanvonhieraussehenkann 21.09.2019 09:45
      Highlight Highlight Kriegsmaterial, genau das ist das AR15. Kann das jemand mal den Amis erklären.
      Aber wenn der Verwaltungsratspräsident etwas von „modernen Sportwaffen“ faselt , zeigt das eigentlich schon alles...🤦‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Läggerli 21.09.2019 07:40
    Highlight Highlight Das ist ein wenig, wie wenn die Migros eine Sorte Schoggijoghurt aus dem Sortiment nimmt. Es gibt noch dutzende andere Hersteller und Varianten und die freuts, dass es eine Alternative weniger gibt. Einen Engpass wird aber nicht geben.
  • UncleDavid1985 21.09.2019 07:11
    Highlight Highlight Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass es noch ca. 100 weitere Hersteller auf dem Markt gibt die AR15s herstellen, teilweise auch in deutlich besserer qualität als Colt. Das Gewehr ist alles Amdere als "vor dem Aus".
    • Kong 21.09.2019 08:10
      Highlight Highlight ich denke auch das diese Lücke im Sinne von Angebot und Nachfrage gefüllt wird, gleichzeitig wird Colt mit „Unterhalt“ und Zubehör Geld verdienen... das ist noch kein Wandel...
    • Der Schütze 21.09.2019 08:47
      Highlight Highlight Danke Dir für deine Sachlichkeit. Alleine in Deutschland gibt es ca 5 Hersteller von Ar15. Auch in der Schweiz gibt es einen. Das mit der Überkapazität stimmt, was jedoch der Beliebtheit nichts schadet. Nur die Preise gehen in den Keller. Das bedeutet aber das sich auch viele finanziell schlechter gestellte eine Waffe zur Verteidigung leisten können. Das Gewehr ist übrigens ein Gewehr wie andere auch. Kein MaSsAkEr- Gewehr. Es ist einfach fas beliebteste Gewehr in den USA, deshalb taucht es auch so viel in den Statistiken auf. Für die meisten Morde werden jedoch Faustfeuerwaffen benutzt.
    • Hierundjetzt 21.09.2019 09:05
      Highlight Highlight Yup. Sagt der VRP auch indirekt. „Überkapazität“ = zuviele Anbieter
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