Nach jüngsten Trump-Entgleisungen: Barack Obama meldet sich zu Wort
Der frühere US-Präsident Barack Obama hat den derzeitigen Amtsträger im Weissen Haus, Donald Trump, scharf kritisiert. Mit Blick auf Trumps Vorgehen mit Agenten der Einwanderungsbehörde ICE und der Nationalgarde in Städten wie Minneapolis, Los Angeles, Portland und Chicago, sagte Obama im Interview mit dem Youtuber Brian Tyler Cohen: Das steht «im Widerspruch dazu, wie unsere Demokratie meiner Meinung nach funktionieren sollte».
Trumps Regierung hatte die Einheiten nach heftigen Protesten zuletzt zwar zurückgezogen. Dennoch sieht Obama die USA in einem kritischen Zustand. Der frühere US-Präsident sagte, er glaube, dass die Mehrheit der US-Bevölkerung mit Trumps politischem Stil und Vorgehen nicht übereinstimme.
Obama kritisiert US-Präsident Donald Trump
Während der ehemalige US-Präsident das Video aber mit keinem Wort erwähnte, zielte Obamas Kritik auf die Politik, Rhetorik und vor allem die Inszenierung ab, mit welcher Trump sich in der Öffentlichkeit darstellt.
Besonders Trumps Internetauftritte bewertete Obama kritisch: Trotz «dieser Art von Clownshow», glaube die Mehrheit der US-Bevölkerung «immer noch an Anstand, Höflichkeit und Freundlichkeit».
Verunglimpfung der Obamas: Aufregung um Trumps Affen-Video
Trump hatte zuletzt mit einem rassistischen Post für Aufsehen gesorgt, in dem Obama und dessen Frau Michelle als Affen dargestellt worden waren. Der Post wurde später gelöscht, dennoch lehnte es Trump ab, sich für den Fehler zu entschuldigen.
Dies sei das Rassistischste, was er bisher aus diesem Weissen Haus gesehen habe, schrieb der schwarze republikanische Senator Tim Scott auf X. Für eine Entschuldigung sieht Trump dennoch keinen Grund. Auf eine entsprechende Frage sagte er vor Journalisten: «Nein, ich habe keinen Fehler gemacht.»
Obama blickt auf die Zwischenwahlen im November
Obama ging auch im Verlauf des Interviews nicht auf den Vorfall ein. Angesichts der Zwischenwahlen im November sagte er aber: Seine demokratische Partei hätte eine politische Chance.
Obama wörtlich: «Die Leute, gegen die wir politisch antreten – das derzeitige Weisse Haus, diese Regierung und ihre Unterstützer – benehmen sich so schlecht, machen so verrückte Sachen, dass es für unsere Seite nicht schwer sein sollte, sich auf die Bereiche zu einigen, in denen wir übereinstimmen, und uns darauf zu konzentrieren.»
Verwendete Quellen:
- youtube.com: Barack Obama breaks silence (Englisch)

