International
USA

Trump erhebt 25 Prozent Zoll für Länder mit Iran-Geschäften

Trump erhebt 25-Prozent-Zölle gegen Iran-Handelspartner – diese Länder sind betroffen

Für alle Länder, die Geschäfte mit dem Iran machen, sollen US-Zölle von 25 Prozent gelten.
13.01.2026, 04:0913.01.2026, 04:09

Das kündigte Präsident Donald Trump auf der Online-Plattform Truth Social an. In dem kurzen Beitrag mit drei Sätzen wurde zunächst nicht klar, was genau die Formulierung «Geschäfte mit dem Iran machen» umfasst. Zu den wichtigsten Handelspartnern der Islamischen Republik, die von den USA und der EU mit weitreichenden Sanktionen belegt ist, gehören unter anderem Indien, China und die Türkei.

President Donald Trump speaks to reporters while in flight on Air Force One to Joint Base Andrews, Md., Sunday, Jan. 11, 2026. (AP Photo/Julia Demaree Nikhinson)
Donald Trump
Donald Trump erlässt Sanktionen gegen Irans Handelspartner.Bild: keystone

Es ist nicht das erste Mal, dass der US-Präsident zu solchen «indirekten» Zöllen greift. Trump hatte im Ukraine-Krieg bereits Zölle von bis zu 50 Prozent auf Waren aus Indien im Zusammenhang mit Käufen russischem Erdöls durch das Land verhängt. Zusätzliche Zölle gegen China könnten unterdessen den Handelskonflikt zwischen Peking und Washington nach relativer Ruhe wieder aufbauschen.

Landesweite Proteste

Seit mehr als zwei Wochen demonstrieren Iranerinnen und Iraner gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Die durch eine Wirtschaftskrise ausgelösten Proteste haben sich inzwischen eine landesweite Dimension angenommen. In Städten kam es zu heftigen Ausschreitungen und schweren Unruhen. Der Sicherheitsapparat reagiert mit brutaler Härte. Hunderte Demonstranten sind nach Angaben von Aktivisten bereits getötet worden. Es sind die schwersten Proteste im Iran seit Jahren.

Die aktuellen Entwicklungen im Ticker:

Trump hatte den Demonstranten öffentlich den Rücken gestärkt und die iranische Regierung vor Repressionen gewarnt. Am Wochenende sagte er vor Journalisten, dass die Regierung in Teheran verhandeln wolle. (sda/dpa)

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29 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Doppellottotreffer
13.01.2026 06:32registriert September 2021
"Zu den wichtigsten Handelspartnern der Islamischen Republik, die von den USA und der EU mit weitreichenden Sanktionen belegt ist, gehören unter anderem Indien, China und die Türkei."

Ja, und Russland nicht vergessen! Russland ist ein sehr wichtiger Handelspartner des Iran, den Trump bisher immer mit Samthandschuhen anfasste. Wahrscheinlich hat jetzt Trump einfach wie auch der Autor des Artikels vergessen, dass jetzt auch Russland unter die Räder kommt.
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Minotauro
13.01.2026 07:19registriert August 2022
Der Handel mit dem grössten Terrorregime der Welt (25%) ist also weniger schlimm als ein negatives, logisches Handelsdefizit mit der USA (39%)?

Mit der Politik sind wie echt zum Untergang geweiht 🙈
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Dr. Rodney McKay
13.01.2026 05:42registriert September 2024
Diese Massnahme ist mir durchaus Sympathisch, denn sie schadet auch anderen Ländern wie der Türkei.

Ich bezweifle aber das dies reichen wird. Will man dieses Land wirklich befreien braucht es eine gewisse Intervention von aussen.
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