International
USA

Kehrtwende nach Obamas Öffnung: USA stimmen gegen Aufhebung des Kuba-Embargos.

epa06242948 View of the US embassy in Havana, Cuba, 03 October 2017. Cuban Foreign Minister Bruno Rodriguez informed that Cuba considers 'unacceptable', 'unfounded' and of 'em ...
Die US-Botschaft in Havanna.Bild: EPA/EFE

Kein Ende des Embargos – Trumps UNO-Botschafterin macht Obamas Kuba-Politik rückgängig

01.11.2017, 21:0901.11.2017, 21:09

Die USA haben zum 25. Mal gegen eine Resolution der UNO-Vollversammlung gestimmt, die das Embargo gegen das sozialistisch regierte Kuba verurteilt. In der Abstimmung forderten sämtliche der 193 Mitgliedstaaten mit Ausnahme der USA und Israel am Mittwoch eine Aufhebung des Embargos.

Vergangenes Jahr hatten die USA sich unter der Präsidentschaft von Barack Obama überraschend enthalten. Hintergrund waren der von Obama und dem kubanischen Präsidenten Raúl Castro eingeleitete Neuanfang diplomatischer Beziehungen beider Länder und Aufweichungen der seit 1960 bestehenden Handelsbeschränkungen.

Obamas Nachfolger Donald Trump hatte die Lockerungen teils wieder rückgängig gemacht. Das Embargo kann vollständig nur vom US-Kongress aufgehoben werden.

«Die USA fürchten weder in dieser Kammer noch irgendwo anders, isoliert zu werden», sagte die UNO-Botschafterin der USA, Nikki Haley. «Unsere Prinzipien stehen nicht zur Abstimmung.» Die jährliche Abstimmung im UNO-Plenum bezeichnete sie als «politisches Theater». (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
1 Kommentar
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1
Warum Xi das Militär säubert
Der chinesische Präsident hat fast die gesamte Spitze seiner Armee eliminiert.
General Zhang Youxia schien eigentlich unantastbar. Er ist, oder war, nicht nur ein langjähriger Freund von Präsident Xi Jinping. Die Väter der beiden waren Mitstreiter in Maos Kampf gegen die Nationalisten von Chiang Kai-shek. Xi machte Karriere in der Politik, Zhang in der Armee. Als einer der wenigen Generäle mit Kriegserfahrung – Zhang war 1979 im kurzen Krieg gegen Vietnam an der Front aktiv – war er respektiert und beliebt. «Er hatte eine Aura von Kompetenz um sich», erklärt denn auch Drew Thompson, ein ehemaliger hoher Mitarbeiter im Pentagon, gegenüber dem «Economist». «Die anderen Generäle der chinesischen Volksarmee (PLA) und ihre Stabsoffiziere sahen dies und respektierten ihn. Wenn er einen Raum betrat, standen sie schneller auf.»
Zur Story