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Trump feuert seinen Wahlkampf-Manager – nur 3 Monate vor der Abstimmung



epa08255954 Brad Parscale (R), campaign manager for Trump's 2020 re-election campaign, and Lara Trump (L), the wife of Eric Trump, speak at the 47th annual Conservative Political Action Conference (CPAC) at the Gaylord National Resort & Convention Center in National Harbor, Maryland, USA, 28 February 2020. The American Conservative Union's CPAC continues through 29 February.  EPA/ERIK S. LESSER

Laura Trump, Ehefrau von Donalds Sohn Eric, im Gespräch mit Brad Parscale, nun Ex-Wahlkampfmanager des Präsidenten. Bild: EPA

Nur gut drei Monate vor der US-Wahl hat Präsident Donald Trump seinen Wahlkampfmanager ausgewechselt. Bill Stepien werde die Leitung der Kampagne übernehmen, der bisherige Chef Brad Parscale werde sich weiter um Digitales und soziale Netzwerke kümmern, erklärte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) über Twitter. Beide hätten seit Jahren gut für ihn gearbeitet, erklärte er weiter.

Der überraschende Personalwechsel dürfte auch mit den zuletzt für den Republikaner Trump sehr schlechten Umfragewerten zusammenhängen. Jüngste Erhebungen geben dem designierten Kandidaten der Demokraten, Joe Biden, einen sehr soliden Vorsprung. Bis zur Wahl am 3. November sind es aber noch gut drei Monate, was noch viel Raum für Überraschungen lässt.

Umfragen zeigen unterdessen, dass eine Mehrheit der Wähler nicht von Trumps Umgang mit der Coronavirus-Pandemie beeindruckt ist. Die Pandemie ist in den USA weiter ausser Kontrolle - und eine Besserung scheint bei derzeit täglich Zehntausenden Neuinfektionen pro Tag bis auf Weiteres auch nicht in Sicht.

Trump weist die schlechten Umfragewerte zurück. Er verweist darauf, dass Umfragen 2016 einen Sieg seiner damaligen Gegnerin Hillary Clinton prognostizierten - und damit falsch lagen. In seinem Tweet erklärte er, der Sieg in diesem Jahr sollte einfacher sein als jener vor vier Jahren, «weil unsere Umfragewerte schnell ansteigen».

Das deckt sich allerdings nicht mit den öffentlich bekannten Umfragen, die Biden deutlich in Führung sehen, wie ein Überblick auf der Webseite RealClearPolitics zeigt. In einem von der Webseite FiveThirthyEight errechneten Durchschnitt landesweiter Umfragen etwa liegt Biden bei 50.3 Prozent, Trump bei 41.2 Prozent der Stimmen.

US-Medienberichten zufolge machte Trump seinen bisherigen Wahlkampfmanager Parscale für die gescheiterte Kundgebung im Bundesstaat Oklahoma im Juni verantwortlich. Es sollte Trumps erste grosse Veranstaltung seit der Zuspitzung der Corona-Pandemie in den USA sein. Trump zufolge wollten trotz des Corona-Risikos bis zu eine Million Menschen an der Veranstaltung teilnehmen. Neben dem gemieteten Stadion wurde auch ein Aussenbereich mit Bühne errichtet. Letztlich blieben jedoch sogar in der Sporthalle Tausende Sitze frei.

Eine weitere Grossveranstaltung, die ursprünglich fürs vergangene Wochenende im Freien im Staat New Hampshire geplant gewesen war, wurde mit Blick auf zu befürchtendes schlechtes Wetter abgesagt. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Relativist 16.07.2020 10:37
    Highlight Highlight "Bis zur Wahl am 3. November sind es aber noch gut drei Monate, was noch viel Raum für Überraschungen lässt."

    Im Oktober beginnt The Storm und das Great Awakening findet statt. Dann werden all die Pädos welche Kinder töten um mit Adrenochrome Unsterblichkeit zu erreichen verhaftet. Inklusive Joe Biden.

    Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen. Habe mich gestern wieder Mal in die Abgründe von #QAnon begeben. Gleichzeitig faszinierend und beängstigend. Auch weil es eine wachsende Bewegung ist die (leider) polit-philosophisch ernst genommen werden sollte.
  • Emil Eugster 16.07.2020 10:05
    Highlight Highlight Jared hat ja schon vor Wochen angekündigt, dass es keine Wahlen geben soll und Trump hat gesagt er würde das Militär in von Demokraten regierten Städte einmarschieren lassen, damit die mit Gewalt das Kommando übernehmen.
    Das sieht nicht aus, als habe er vor Wahlen Stattfinden zu lassen und Ausnahmezustand und Bürgerkrieg ähnliche Situationen sollen ihm dabei helfen.
    Was braucht er da noch einen Wahlkampf-Manager?
    Das kann doch sicher Jared auch noch übernehmen.
  • Neemoo 16.07.2020 09:53
    Highlight Highlight Ich stelle mir gerade vor, die Wahlen beginnen um "Präsi"Trumpel, wie er alleine vor dem weissen Haus eine letzte Medienkonferenz twittert...ALLEINE!
    WIRKLICH ALLEINE
  • wasps 16.07.2020 09:42
    Highlight Highlight Die Nerven liegen blank.
  • Smeyers 16.07.2020 09:24
    Highlight Highlight Falscher Titel, er hat ihn nicht gefeuert. Er hat einfach die Positionen ausgetauscht.
  • landre 16.07.2020 09:22
    Highlight Highlight Auch wenn oder falls "easy and lazy copy and paste" von Quelle Keystone...

    Es ist eine Wahl und keine Abstimmung(!)
    • Heidi Weston 16.07.2020 10:32
      Highlight Highlight Das Synonym von Abstimmung ist Wahl.
  • Doppelpass 16.07.2020 09:04
    Highlight Highlight hmmm.... vielleicht müsste er die Statistiker austauschen... oder die Bevölkerung auswechseln...
  • Blitzesammler 16.07.2020 08:17
    Highlight Highlight 41.2% !!!! gefährliche Menschen in einem Land mit 327 Millionen Einwohnern bedeutet, dass knapp 135 Milionen Amis Trumps Arbeit und Haltungen unterstützen. Kann es wirklich soo viel Ignoranz geben? Wenn das mal gut geht!?
    • Relativist 16.07.2020 11:26
      Highlight Highlight Billiges Americabashing. Da müssen Sie sich schon noch etwas mehr mit der Situation auseinandersetzen.
      Viele dieser 41.2% sind Single Issue Voters. Zum Beispiel die Evangelikaler. Solange Trump Schritt für Schritt Roe v Wade untergräbt, werden die ihm die Stange halten. Ähnliches gilt für Small Government Liberale, welche nur deswegen nie einen Demokraten wählen würden.
      Dann kommen natürlich noch die 2nd Ammendment Verfechter dazu. Und und und.
      Jede einzelne Gruppe davon verspricht sich von Trump genau ein Resultat und wählen ihn, weil sie das von den Dems nicht erhalten.
    • Relativist 16.07.2020 11:30
      Highlight Highlight Schlussendlich ist dies m.E. ein Fehler des Zweiparteiensystems. Wenn die Single Issue Voters einen Einfluss auf die Politik haben wollen, müssen sie sich zwischen einer von zwei Personen entscheiden. Dann müssen sie mit allem Negativen dieser Person leben.
      Persönlich habe ich mir nach der Wahl von Trump erhofft, dass er die Spaltung einer der zwei Parteien provoziert. Dies hätte eine Spaltung der Gegenpartei in zwei Teile ermöglich (jeweils Zentristen und Flügel). Wäre das passiert, wäre er (ungewollt) zum Retter der amerikanischen Demokratie geworden. Das ist leider nicht eingetroffen.
    • lilie 16.07.2020 12:10
      Highlight Highlight @Relativist: Danke für die Hintergründe.

      Für mich macht es das aber keinen Deut besser. Denn unter dem Strich heisst das, dass diese Wähler bereit sind, alles vor die Hunde gehen zu lassen, wenn nur ihr eines, kleines Problemchen bearbeitet wird.

      Es spricht nicht für ein Land, wenn ein wesentlicher Anteil seiner Wähler so gar kein Bewusstsein für das hat, was unmittelbar neben ihren Partikularinteressen (die selber schon höchst begrenzt sind) passiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 16.07.2020 07:47
    Highlight Highlight Gehen ihm nicht langsam die Leute aus? 😏
    • Fruchtzwerg 16.07.2020 10:07
      Highlight Highlight Für Nachschub an Irren in seinem Umfeld und der Familie sollte gesorgt sein...
    • Therealmonti 16.07.2020 11:37
      Highlight Highlight Nein, lilie. Die Dummen sterben nie aus.
    • Eistgleichemcequadrat 16.07.2020 13:24
      Highlight Highlight Bei so 20 Mio Arbeitslosen?
  • Theor 16.07.2020 07:38
    Highlight Highlight Gut, jetzt da Trump das Problem lokalisiert und ausgetauscht hat, werden die Umfragewerte ja wieder hochgehen müssen und die Menschen werden ihn wieder lieben.

    /ironie off
  • Kronrod 16.07.2020 07:37
    Highlight Highlight Doch, seine Aussage deckt sich sehr wohl mit den öffentlichen Umfragen. Im Juli 2016 lag er gegen Clinton unter 40%. Dieses Jahr liegt er zum gleichen Zeitpunkt über 40%. Von daher hat er einen Punkt und es besteht durchaus eine Chance, dass er trotz dem Widerstand der Medien wieder gewinnt.
    Benutzer Bild
  • mbr72 16.07.2020 07:35
    Highlight Highlight 41%? Zum jetzigen Zeitpunkt? Nach DIESEN 4 Jahren?? Dieses Volk ist wirklich FUBAR...
  • goschi 16.07.2020 07:31
    Highlight Highlight Falscher Titel.

    Es ist eine Wahl, keine Abstimmung.

    Abstimmung geht über ein Sachgeschäft
    Wahl geht um die Wahl einer Person in ein Amt.
    • tr3 16.07.2020 08:27
      Highlight Highlight „Eine Abstimmung ist ein Instrument der gemeinschaftlichen Willenserklärung eines Kollegialorgans oder einer Personengruppe über vorgegebene Sachverhalte oder Wahlvorschläge durch Abgabe einer Stimme.“
    • landre 16.07.2020 09:30
      Highlight Highlight @tr3

      "Abstimmung über die Berufung bestimmter Personen in bestimmte Ämter, Funktionen, über die Zusammensetzung bestimmter Gremien, Vertretungen, Körperschaften durch Stimmabgabe"

      [https://www.duden.de/rechtschreibung/Wahl]

      Rein sprachlich gesehen hast Du Recht, kontextuell bzw vor allem auf einem Schweizer Portal wäre es nicht verboten zu differenzieren...
    • Heidi Weston 16.07.2020 10:31
      Highlight Highlight @goschi

      Wiktionary

      Bedeutungen:
      1. Wahl 2. Teilnahme an einer Wahl durch Abgabe der Stimme, Ergebnis der Wahl nach Abgabe aller Stimmen 3. Einwirkung auf das Zusammenspiel mehrerer Komponenten, Beurteilung dieses Zusammenwirkens 4. Verständigung mehrerer Beteiligter über ein Vorgehen oder über die Lösung eines Problems

      Synonyme:
      [1, 2] Wahl

      Interssant ist nicht ihr Kommentar, sonder die anzahl Herzchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 16.07.2020 07:19
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