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Diese 5 Optionen für einen US-Angriff im Iran prüft Trump

News Bilder des Tages April 10, 2025, Washington, Dc, United States: U.S President Donald Trump, listens during a cabinet meeting at the Cabinet Room of the White House, April 10, 2025 in Washington,  ...
Die Optionen gehen über die Vorschläge hinaus, die Trump vor zwei Wochen in Betracht gezogen hatte, um sein Versprechen einzulösen, die Tötung von Demonstranten durch iranische Sicherheitskräfte und verbündete Milizen zu beenden.Bild: www.imago-images.de

Diese 5 militärischen Optionen prüft Trump im Konflikt mit Iran

US-Präsident Donald Trump lässt derzeit mehrere militärische Szenarien gegen Iran ausarbeiten. Sie reichen von gezielten Luftschlägen bis hin zu verdeckten Kommandoeinsätzen. Noch ist keine Entscheidung gefallen.
30.01.2026, 16:4930.01.2026, 18:00

Nach Angaben mehrerer US-Regierungsvertreter hat Präsident Donald Trump in den vergangenen Tagen eine erweiterte Palette möglicher militärischer Schritte gegen Iran prüfen lassen. Die Optionen gehen deutlich über jene hinaus, die noch vor wenigen Wochen im Zusammenhang mit den damaligen Massenprotesten im Land diskutiert wurden. Ziel sei es, Irans Nuklear- und Raketenprogramme weiter zu schwächen oder den politischen Machtkern des Regimes unter Druck zu setzen.

Eine militärische Freigabe liegt bislang nicht vor. Laut dem Weissen Haus bleibe Trump weiterhin offen für eine diplomatische Lösung. Gleichzeitig dienten die öffentlich kommunizierten Drohungen auch dazu, Iran zu Verhandlungen zu bewegen.

Weitere Luftschläge gegen Atomprogramm

Zu den naheliegendsten Optionen zählen erneute gezielte Luftangriffe auf Irans Nuklearanlagen. Zwar erklärte Trump wiederholt, das iranische Atomprogramm sei bereits «obliteriert» worden, interne Strategiedokumente sprechen jedoch lediglich von einer «signifikanten Schwächung» durch die US-Angriffe im Juni.

US-Forderungen beinhalten einen dauerhaften Verzicht Irans auf Urananreicherung sowie die Aufgabe bestehender Lagerbestände. Ein Grossteil des hoch angereicherten Materials gilt allerdings als unter Trümmern verschüttet, was präzise Nachschläge technisch und politisch heikel macht.

KEYPIX - epa12667204 A burnt out bus depot damaged during recent anti-government protests, in Tehran, Iran, 21 January 2026. Iran is experiencing a nationwide internet blackout that began on 08 Januar ...
Busse die bei den jüngsten Protesten in Brand gesetzt wurden.Bild: keystone

Geheime Kommandoeinsätze auf iranischem Boden

Als besonders riskant gelten verdeckte Einsätze von US-Spezialkräften. Diese könnten gezielt Anlagen zerstören, die bei früheren Angriffen nicht getroffen wurden. Das US-Militär trainiert seit Jahren für solche Missionen.

Trump hat sich in der Vergangenheit jedoch skeptisch gegenüber Bodeneinsätzen gezeigt und mehrfach auf die gescheiterte Geiselbefreiung unter Präsident Jimmy Carter 1980 verwiesen. Laut Regierungsvertretern hat dieses historische Scheitern bis heute grossen Einfluss auf Trumps Abwägungen.

Schläge gegen politische und militärische Führung

Eine weitere Variante wären Angriffe auf militärische Kommandozentralen oder Führungspersonen des Regimes. Ziel wäre es, Instabilität zu erzeugen und einen Machtwechsel von innen zu begünstigen. Wer ein solches Machtvakuum füllen könnte, gilt jedoch als völlig offen.

Zusätzlich spielt Trumps persönliche Motivation eine Rolle: US-Justizbehörden hatten im vergangenen Jahr erklärt, iranische Akteure hätten Anschlagspläne gegen ihn diskutiert.

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Der oberste Führer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei. Trump ist teilweise motiviert, iranische Führer anzugreifen, weil sie versucht haben, ihn zu ermorden.Bild: keystone

Unterstützung israelischer Angriffe auf das Raketenprogramm

Israel drängt laut US-Vertretern auf eine erneute gemeinsame Offensive gegen Irans ballistisches Raketenarsenal. Geheimdienstinformationen zufolge hat Iran Teile dieses Programms nach dem Krieg im vergangenen Sommer wieder aufgebaut.

Iranische Militärvertreter warnten zuletzt, jeder US-Angriff werde als Kriegshandlung betrachtet und mit Gegenangriffen beantwortet. Besonders Israel sieht sich durch Irans Raketenfähigkeit direkt bedroht.

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Ein beschädigtes Haus in Teheran nach einem israelischen Luftangriff im vergangenen August.Bild: www.imago-images.de

Kombination mehrerer militärischer Schritte

Regierungsvertreter betonen, dass die Optionen nicht isoliert betrachtet werden. Möglich sei auch eine abgestufte Kombination aus Luftschlägen, verdeckten Operationen und politischem Druck. Ein klar definiertes Endziel gebe es jedoch noch nicht.

Militärische Vorbereitung läuft

Unabhängig von einer Entscheidung baut das US-Militär seine Präsenz in der Region weiter aus. Der Flugzeugträger Abraham Lincoln operiert im Arabischen Meer, begleitet von mehreren Zerstörern. Zusätzliche Kampfjets, Langstreckenbomber in erhöhter Alarmbereitschaft sowie Patriot- und THAAD-Abwehrsysteme sollen US-Truppen vor möglichen Vergeltungsschlägen schützen.

Offene Rechtsfragen

Unklar bleibt, auf welcher rechtlichen Grundlage ein Angriff erfolgen würde. Ohne Zustimmung des Kongresses wären grössere Operationen rechtlich umstritten. Die Regierung könnte Irans Rolle als staatlicher Unterstützer des Terrorismus als Begründung anführen, ähnlich wie beim Drohnenangriff auf General Qassim Suleimani im Jahr 2020.

Innerhalb von Trumps Beraterkreis besteht laut US-Vertretern bislang keine Einigkeit. Klar ist lediglich: Jede militärische Eskalation gegen Iran wäre deutlich komplexer und riskanter als frühere US-Operationen – und hätte weitreichende Folgen für die gesamte Region. (mke)

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Iran-Proteste 2026
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Iran-Proteste 2026

Ende Dezember begannen Proteste in Iran. Die Aufnahme zeigt Teheran am 9. Januar.

quelle: keystone
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