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U.S. Soldiers stand near the site of Iranian bombing at Ain al-Asad air base in Anbar, Iraq, Monday, Jan. 13, 2020. Ain al-Asad air base was struck by a barrage of Iranian missiles on Wednesday, in retaliation for the U.S. drone strike that killed atop Iranian commander, Gen. Qassem Soleimani, whose killing raised fears of a wider war in the Middle East. (AP Photo/Qassim Abdul-Zahra)

US-Soldaten auf der angegriffenen «Ain al-Asad air base» im Irak. Bild: AP

34 US-Soldaten erlitten Hirnverletzungen durch iranischen Luftangriff



Der Vergeltungsschlag des Irans nach der Tötung Ghassem Soleimanis traf die USA offenbar doch härter, als bisher angenommen: Wie das Pentagon am Freitag mitteilte erlitten 34 US-Soldaten, die auf der angegriffenen US-Basis im Irak stationiert waren, Hirnverletzungen.

Neun US-Armee-Mitglieder befinden sich derzeit in Deutschland, wo sie behandelt werden. Acht Personen wurden gar in die USA zurückgeflogen. 17 Personen sind wieder im Dienst.

Zunächst hiess es von Seiten des US-Präsidenten, «alles sei gut». Todesopfer gab es beim Luftschlag von Anfang Januar keine. Angesprochen auf mögliche Verletzungen meinte Donald Trump diese Woche in Davos: «Ich habe gehört, sie hätten Kopfschmerzen und einige andere Dinge. Aber ich würde sagen und ich kann berichten, dass es nicht sehr ernst ist. Nicht sehr ernst.»

Nach der Tötung von General Soleimani feuerte der Iran elf Raketen auf den Luftwaffenstützpunkt «al-Asad» im Irak. Dort befinden sich mehr als 1000 US-Soldaten zusammen mit irakischen Einheiten. (cma)

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    Alle Leser-Kommentare
  • PaLve! 25.01.2020 19:38
    Highlight Highlight Die Politik hört bei der Tür des Patienten auf.
    Ich verachte die Nahost Politik der Amis total, das hat jedoch nichts mit den verletzten Soldaten zu tun.
    Wenn diese verletzt sind, sind das verletzte Menschen.
    Da zu behaupten das sei Berufsrisiko ist eine Menschenfeindliche Aussage.
  • MartinZH 25.01.2020 15:55
    Highlight Highlight Offensichtlich gibt es hier viele selbsternannte Mediziner (v.a. Neurologen), Militär-Fachleute und üble Zyniker.

    Würde man sich seriös ein bisschen informieren, würde so mancher Kommentarschreiber selber merken, was für hirnlose Voten sie zum besten geben. 😔

    Es sind nicht "nur Kopfschmerzen", wie ihr das kennt. Das sind ernsthafte Verletzungen!

    Class Brian Keaton, ein ehemaliger Marine-Sergeant, musste nach einem Bombenangriff in Irak über drei Jahre [!] im Militär-Spital verbringen, um eine Hirnverletzung und posttraumatische Störungen zu überstehen.

    https://www.watson.ch/amp/!657058101
    • Kruk 25.01.2020 19:28
      Highlight Highlight Weisst du Martin.
      Diesen Kommentierenden geht es um den westlichen Doppelstandard.

      Als die USA sieben Menschen getötet haben, gab es viele Kommentare welche besagten, dass diese schliesslich Militärs seien und dass ihr Tod halt Berufsrisiko sei.

      Das Schicksal dieser Soldaten ist nicht zum lachen. Jeder amerikanischer Angriff hinterlässt zahlreiche solche Fälle.
  • Dong 25.01.2020 10:25
    Highlight Highlight Wie soll ich mir die Hirnverletzungen vorstellen? Äusserlich unverletzte Soldaten, die den (angekündigten) Angriff im Bunker erlebt haben, haben jetzt plötzlich eine Hirnerschütterung?
    • MartinZH 25.01.2020 17:59
      Highlight Highlight Du kannst Dir das in etwa so vorstellen: Eine gewaltige Detonation eines Raketen-Sprengkopfs findet statt. Ein kugeliges Behältnis (Goldfischglas), gefüllt mit einem Vanille-Pudding steht daneben. Die Druckwelle drückt, wie der Blitz, den Pudding gegen eine Innenseite im Glas.

      Jetzt überträgst Du das auf einen Menschenkopf, im Wissen, dass das Gehirn aus rund 80% Wasser besteht, also ungefähr wie der Pudding. In der Hirnregion hat aber auch noch Ohren, Aughölen und eine Nase. Je nachdem, wie die Kopfstellung im Moment der Detonation ist, sucht sich das Hirn z.T. auch einen Weg nach draussen.
    • Dong 25.01.2020 20:48
      Highlight Highlight @MartinZH: Hirntraumata können schon durch Druckwellen einer Explosion hervorgerufen werden, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die US-Soldaten, die ja gewarnt waren, nicht in Deckung gegangen waren. Deshalb erinnert mich das mehr an die Story mit den „Akustik-Atacken“ in der US-Botschaft in Havanna.
  • Andreas Karz 25.01.2020 05:09
    Highlight Highlight Hirnverletzung? Bei Amerikaner? Wie geht das denn? Die haben Trump gewählt. Die halten sich für Gott über die ganze Welt. Die reden von "Verteidigung", obwohl sie ausserhald der eigenen Grenzen bombardieren. So ein Hirn ist doch schon komplett geschädigt.
    • Kruk 25.01.2020 13:36
      Highlight Highlight Sehr schöne Verallgemeinerungen. Es gibt durchaus amerikanische Soldaten die mit ihrer Regierung nicht einverstanden sind.
      Deine Aussage trifft auf Trump zu, nicht aber auf die amerikanische Bevölkerung oder auch nur auf ihre Soldaten.
  • MartinZH 25.01.2020 00:43
    Highlight Highlight Wo bleibt eigentlich das über Stunden – sogar mit Blinklicht – angekündigte Update? 🤔💡😂
  • rosut 24.01.2020 23:26
    Highlight Highlight wichtiges Lied für junge Soldaten

    Play Icon
  • _stefan 24.01.2020 22:24
    Highlight Highlight Vielleicht haben seine Generäle ihn so informiert, aus Angst er würde wieder eine idiotische Racheaktion befehlen...
  • dho 24.01.2020 21:47
    Highlight Highlight Dass der Hirnlose die Hirnverletzungen als "all is good" bezeichnet, ist ja nichts Überraschendes... es gibt jetzt 34 Personen mehr, die so sind wie er 🌞
    • Kruk 25.01.2020 13:19
      Highlight Highlight Nun, ich hoffe sie werden wieder gesund, was ich bei ihm aufgegeben haben.
  • Wiedergabe 24.01.2020 20:28
    Highlight Highlight Der grösste Lügner der jüngeren Geschicht hat also wieder gelogen...
  • MartinZH 24.01.2020 19:15
    Highlight Highlight Das US-Zentralkommando teilte am 16. Januar 2020 mit, dass elf verletzte Soldaten in den Tagen nach den Angriffen als Vorsichtsmassnahme von der Basis Al-Asad ausgeflogen worden sind. Acht von ihnen sind in das US-Militärspital im deutschen Landstuhl (Rheinland-Pfalz) gebracht worden, drei in das Militärläger Arifdschan in Kuwait.
    • soulcrates 24.01.2020 22:52
      Highlight Highlight Du verstehst es nicht.
    • MartinZH 25.01.2020 13:00
      Highlight Highlight @soulcrates: Wenn Du nichts zu sagen hast, kannst Du Dir solche
      Nonsens-Kommentare gleich ersparen..! 👎😂
  • MartinZH 24.01.2020 18:57
    Highlight Highlight Eine solche unüberlegte und verharmlosend Bemerkung – im Zusammenhang mit schwerverletzten US-Soldaten im Auslandeinsatz – kommt bei den latent patriotischen US-Amerikanern ganz schlecht an. Bei Armee-Themen ist das Volk äusserst aufmerksam und reagiert bei verletzten und toten Soldaten überaus empfindlich.

    Trump ist sich gar nicht bewusst, dass ihn solche despektierlichen Äusserungen viel eher den Kopf bei den Wahlen kosten könnte, als der Ausgang des laufenden Brimboriums in Washington, D.C., welches für einen Grossteil der US-Wähler lediglich eine abgehobene Ostküsten-Polit-Show darstellt.
    • Weiter denken 25.01.2020 07:47
      Highlight Highlight Ach Quatsch,
      Das dumme Wahlvieh vergisst das extrem schnell. Es reichen zwei Wochen "good news" und alles ist wieder rosarot für die Trumpisten.
      Der orange Idiot wird seine 8 Jahre Präsidentschaft bekommen.
  • Krokosnuss 24.01.2020 18:50
    Highlight Highlight ...da lieg ich seit mehr als zwei Wochen traumatisiert und immer noch in Behandlung im Lazarett und mein oberster Befehlshaber sagt ich hätt bloss Kopfschmerzen, nichts ernstes..
    • Gonzolino_2017 24.01.2020 19:26
      Highlight Highlight Tja, Krieg ist halt kein Zuckerschlecken! Jeder Soldat weiss auf was er sich einlässt, ist freiwillig bei der Army und wird dafür gut entlöhnt - deshalb gehen sie ja zur Army! Und ja, im Verhältnis zur möglichen Tötung ist tatsächlich nicht viel passiert! Hört doch auf, aus Prinzip Immer alles aufzupuschen! Uns geht es zu gut und nein, von Krieg verstehen wir genau nichts! Und das ist auch gut so, nur sollten wir dann auch auf unsere ewige Klugscheisseritis verzichten - auch wenn es unglaublich schön ist, dafür ein paar Herzen zu bekommen ...
    • Lucas29 24.01.2020 20:17
      Highlight Highlight Natürlich muss er dies sagen, er darf dem Iran bloss keine Zugeständnisse machen...
    • phreko 25.01.2020 00:52
      Highlight Highlight @gonzalino: die werden nicht gut entlöhnt. Viele erhoffen sich dadurch free college odr gar nur einen US-Pass. Ein paar natürlich eine grosse Militärkarriere, aber das sind die wenigsten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Markus97 24.01.2020 18:34
    Highlight Highlight Jösesgott, da haben ein paar Marines eine Gehirnerschütterung. Im Ernst, da ist immernoch nichts dramatisches passiert. Kein Grund, dass irgendjemand getötet oder bombardiert wird. Solch kleine Unfälle dürfte es in deren Ausbildung zu Hauff geben. Haben die meisten Menschen ein-zweimal.
    • Scaros_2 24.01.2020 18:47
      Highlight Highlight Nichts ernstes? Du weisst aber schon, dass Marines oftmals ausgemustert werden wegen solchen Verletzungen wenn sie bekannt werden? Und deswegen viele das versuchen zu vertuschen weil sie weiter dienen wollen.

      Aber später, wenn die schäden extrem werden keine HIlfe bekommen weil nichts protokolliert wurde? Und die Veteranenhilfe lediglich Schmerzpillen verteilt?

      Jaja, ist nichts passiert. Die 34 Marines sind mehr oder weniger geliefert im sozialsystem der USA.
    • rolf.iller 24.01.2020 19:05
      Highlight Highlight Na ja, sie sind zum Beispiel nicht tod
    • xHascox 24.01.2020 19:17
      Highlight Highlight @Scaros_2
      Diese Soldaten sind meines wissens freiwillig dort. Diese Verletzten zu bemitleiden finde ich falsch. Natürlich haben sie das Recht auf beste medizinische Behandlung, und ihr Leben ist auch unentgeltlich.

      Aber schlussendlich weiss jeder, der im Irak stationiert ist, dass etwas passieren kann. Soldaten in dieser Situation sollten bereit sein zu Töten, aber auch zu sterben.

      Das perverse ist natürlich noch immer die USA, dass es Leute gibt, die nur wegen dem Geld in die Armee gehen und als verletzte in Armut leben müssen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sauäschnörrli 24.01.2020 18:33
    Highlight Highlight „All is well“

    Was für ein Hohn für die Verletzten und ihre Angehörigen.

    https://mobile.twitter.com/realdonaldtrump/status/1214739853025394693
    Benutzer Bild
    • Miimiip! aka Roadrunn_er 24.01.2020 19:03
      Highlight Highlight Genau DAS habe ich mir auch gedacht.
      Da sind Leute verwundert worden, weil ein idiotischer Präsident eine gezielte Tötung befohlen hat. Und das wirklich tragische ist, das genau diese Pfeife sagt ‚alles ist gut‘. Genau er der , der den Militärdienst verweigert hat. Eine Schande wie er die Soldaten und Angehörigen mit dieser Aussage behandelt
    • Sauäschnörrli 25.01.2020 13:58
      Highlight Highlight @Cédric, ich bemitleide die Soldaten nicht, solche Verletzungen sind Berufsrisiko. Nur sollte der Commander in Chief hinter seinen Männern stehen und das tut er offensichtlich nicht. Und wenn man jetzt noch miteinbezieht wie die amerikanische Gesellschaft sich mit ihren Soldaten solidarisiert (thank you for your service), hat Trump hier also sicher nicht das Richtige gesagt.
    • Miimiip! aka Roadrunn_er 25.01.2020 14:48
      Highlight Highlight @Cedric
      Kann schon sein das einige Männer kein Mitleid wollen und freiwillig da sind und sich auf den Oberfehlshaber der Streitkräfte verlassen. Aber was ist mit denen die nicht ganz freiwillig da sind und wegen DT nun Beeinträchtigungen erhalten haben?
  • Radesch 24.01.2020 18:26
    Highlight Highlight So dumm wie es klingen mag und so schade es für die Soldaten selbst und auch für die Angehörigen dieser ist. Der USA hat niemand befohlen, dass sie sich im Iran aufhalten müssen. Eigentlich könnte man einfach die Truppen abziehen und alle diese Meldungen hätten ein Ende.
    Die Antwort des Präsidenten lässt wieder einmal ein paar intellektuelle Fragen offen. Wieso sagt er "Kopf tut weh..." anstatt Hirnverletzung?
    • Max Dick 24.01.2020 18:46
      Highlight Highlight Sie sind im Irak stationiert und nicht im Iran, und sie sind auf Bitte der irakischen Regierung dort. Ein minimales Grundwissen wäre schon von Vorteil, bevor man gross anti-amerikanische Parolen in die Welt hinausposaunt, lieber Radesch.
    • Krokosnuss 24.01.2020 19:09
      Highlight Highlight „Eigentlich könnte man einfach die Truppen abziehen und alle diese Meldungen hätten ein Ende.“

      Nope
    • xHascox 24.01.2020 19:20
      Highlight Highlight Sie sind trotzdem freiwillig dort. Jeder Amerikanische Soldat ist freiwillig im Militär. Der Angriff auf den iranischen General war auch freiwillig. Die stationierung von Truppen im Irak ist auch freiwillig.
    Weitere Antworten anzeigen

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