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This undated photo provided by Alqasem family shows Lara Alqasem, a 22-year-old American graduate student with Palestinian grandparents, who landed at Ben-Gurion Airport Tuesday, Oct. 2, 2018, with a valid student visa. But she was barred from entering the country and ordered deported, based on suspicions that she supports the BDS boycott movement. An Israeli court ordered that she remain in custody while she appeals. The weeklong detention is the longest anyone has been held in a boycott-related case. (Alqasem family via AP)

Die Grosseltern der 22-jährigen Lara Alqasem stammen aus Palästina. Die israelischen Behörden erlauben ihr nicht, ihr Austauschjahr an der Hebräischen Universität Jerusalem anzutreten. Bild: AP/Alqasem family

Israel verweigert politisch aktiver US-Studentin Einreise – trotz gültigem Visum



Nach einer Woche Zwangsaufenthalt im Transitbereich des Flughafens von Tel Aviv will eine Studentin aus den USA nun ihr Recht auf Einreise nach Israel gerichtlich einklagen. Die Studentin Lara Alqasem war am Dienstag vergangener Woche in Israel gelandet, um ein Studienjahr in Jerusalem anzutreten.

Allerdings verweigerten die israelischen Sicherheitsbehörden der politisch aktiven Studentin die Einreise. Seitdem sitzt sie am Flughafen fest.

An Egyptian shouts anti-Israeli slogans in front of banners with the Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) logo during the launch of the Egyptian campaign that urges boycott, divestment and sanctions against Israel and Israeli-made goods, at the Egyptian Journalists’ Syndicate in Cairo, Egypt, Monday, April 20, 2015. BDS is a global movement initiated by Palestinian civil society activists in 2005 that organizers say will continue until Israel complies with international law and respects Palestinian rights. (AP Photo/Amr Nabil)

BDS steht für «Boycott, Divestment and Sanctions» gegen Israel, zu Deutsch «Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen».  Bild: AP/AP

Die Einwanderungsbehörde teilte am Dienstagabend mit, dass Alqasem den Flughafen nicht verlassen will und ein Gericht eingeschaltet habe. Israels Behörden verdächtigen die Studentin, die internationale Boykottkampagne BDS gegen Israel zu unterstützen.

Das Parlament hatte im März ein Gesetz verabschiedet, das BDS-Unterstützern die Einreise verwehren soll. Der Protest der Kampagne richtet sich gegen die israelische Besetzung palästinensischer Gebiete, sie setzt unter anderem auf den Boykott israelischer Produkte.

Weiterreise jederzeit möglich

Eine israelische Behördensprecherin betonte, dass die Studentin nicht festgehalten werde und jederzeit in die USA heimreisen könne. «Sie steht nicht unter Arrest. Ihr wird lediglich die Einreise verweigert», sagte die Sprecherin. Der Fall der Studentin werde nun von einem Gericht in Tel Aviv geprüft.

Die «Jerusalem Post» berichtete unter Berufung auf Alqasems Mutter, dass die Studentin sich für einen Ein-Jahres-Kurs in Menschenrechten an der Hebräischen Universität Jerusalem eingeschrieben habe. Dafür habe sie ein israelisches Visum bekommen. Die Zeitung berichtete zudem, dass Alqasem an ihrer Heimatuniversität in Florida Vorsitzende einer pro-palästinensischen Studentengruppe gewesen sei.

epa05252412 Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu (R) sits next to Israeli Public security Minister Gilad Erdan during the weekly cabinet meeting at his Jerusalem's office, 10 April 2016.  EPA/GALI TIBBON / POOL

Gilad Erdan (links) mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu. Bild: EPA/AFP POOL

Ein Vertreter der Hebräischen Universität Jerusalem appellierte an die israelischen Behörden, die Studentin einreisen zu lassen. Israels Minister für Innere Sicherheit, Gilad Erdan, sagte am Dienstag im Armeeradio, der Studentin könnte eine Einreisegenehmigung erteilt werden, wenn sie sich öffentlich von der BDS-Kampagne distanziere. (sda/afp)

Israel will mit zehnjährigen Haftstrafen gegen Videoaufnahmen von Soldaten vorgehen: 

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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Anded 10.10.2018 11:12
    Highlight Highlight Ist schon ein Unterschied, ob jemand einfach eine Regierung kritisiert oder auch öffentlich dafür ist, dass ein Staat scheitert und von der Landkarte verschwindet.

    Ist ja auch ein Unterschied zwischen einem sachlichen Kritiker des Asylwesens und einem Glatzkopf in Nazi-Kluft der "wir sind das Volk" schreit.

    Und dass jemandem die Einreise verweigert wird, wenn seine Story nicht passt, resp. ein falsches Motiv vorgeschoben wird, ist etwas was auf der ganzen Welt geschieht.
  • Dan Rifter 10.10.2018 10:28
    Highlight Highlight BDS kannte ich gar nicht.
    Findi guet!
  • Rabbi Jussuf 10.10.2018 10:17
    Highlight Highlight Gab es nicht einmal ein Einreiseverbot für Pierre Vogel in die Schweiz?
    Der aktuelle Fall scheint mir ziemlich gleich gelagert zu sein.
  • Frances Ryder 10.10.2018 08:42
    Highlight Highlight Die USA macht doch genau das Gleiche oder nicht? Wenn man politisch aktiv oder Unterstützer einer kommunistischen Partei ist, gibts kein Visa. Die westliche Welt solte schon lange genau die gleich beschränkten Einreiseregeln auf Amerikaner anwenden, wie sie es auf ihre Einreisenden tun. In diesem Sinne ist dieser Schritt von Israel nur zu begrüssen.
  • N. Y. P. 10.10.2018 08:08
    Highlight Highlight Ich werde nie nach Israel reisen.

    Ich verstehe das Land nicht. Ich verstehe die Politik nicht. Sie foutieren sich um die UNO. Die Meinung anderer ist ihnen egal.
    • Rabbi Jussuf 10.10.2018 10:15
      Highlight Highlight N.Y.P.
      An Stelle von Israel würde ich mich auch um die inflationären UN-Resolutionen foutieren. Hätte es jede einzelne eingehalten, gäbe es Israel schon längst nicht mehr.
      Und warum soll sich Israel alleine an die Resolutionen halten, während seine Nachbarn sich sowieso nicht daran halten?
    • Smeyers 11.10.2018 21:55
      Highlight Highlight NYP, man merkt das Du nie in Israel warst. Sonst würdest Du nicht so schreiben. Entweder nennt man das Ignoranz, man kann es aber auch Antisemitusmus nennen, zuletzt liegt beides in der Unwissenheit und Unkenntnis begründet.
  • pumpkin42 10.10.2018 07:57
    Highlight Highlight Dieses Vorgehen ist überall auf der Welt normal. Ein Visum ist keine Garantie für eine problemlose Einreise. Die USA sind übrigens ebenfalls dafür bekannt, Personen trotz gültigen Visas nicht einreisen zu lassen, z.B. wegen politischen Einstellungen.
  • amorosa 10.10.2018 07:41
    Highlight Highlight Die Frau will einfach nur provozieren und einen medialen Sturm auslösen (watson spielt hier leider wieder mit)!
    Wenn sie Israel boykotieren will, soll sie ihr Studium doch in irgend einer anderen Stadt machen. Warum nicht an der Universität in Gaza, Kairo oder einer in Saudi-Arabien??
    • hesorry 10.10.2018 08:25
      Highlight Highlight 1 ein like der BDS-Seite genügt um als Unterstützer zu gelten

      2. Uni ist nicht gleich Staat. Die uni ist unter Umständen sogar Staats kritisch. Ist doch nur gut, dass sie sich vorort informieren will

      3. Schonmal versucht nach Gaza zu kommen oder ins sonstige palestina? --> israel kontrolliert die grenze und entscheidet ob du rein kannst


      Aber finde ich wirklich super wie du ohne jegliche Reflektion ihr Provokation vorwirfst. DAS ist Provokation.
  • Dogbone 10.10.2018 06:42
    Highlight Highlight Würde man einen Israelischen Bürger nicht in ein Land einreisen lassen, weil er schliesslich aus einem Apartheidregime und Besatzungsmacht kommt und diese möglicherweise aktiv unterstützt, würde der ganze israelische Haufen Antisemitismus rumschreien.

    Wie sehr muss Israel Angst haben vor einer Studentin, dass sie möglicherweise das ganze System über den Haufen schmeisst? Einmal mehr eine peinliche und lächerliche Geschichte für ein Gebiet, welches als rechtmässiger Staat akzeptiert und für voll genommen werden will. Für mich immer mehr nicht zu vereinbaren.
    • Smeyers 10.10.2018 07:22
      Highlight Highlight Es geht nicht um Angst. Diese Frau kritisiert und boykottiert Israel als Land und Gesellschaft, will aber auf dessen Kosten studieren?

      Wenn das kein falsches Karakter ist, oder naiv wie das jemand schon sagte.

      Oder viel einfacher, auch du würdest nicht deinen Nachbarn zu dir zum Essen einladen wenn er dich ständig beleidigt.
    • Sapientia et Virtus 10.10.2018 07:33
      Highlight Highlight Der Vergleich hinkt gewaltig: Die junge Frau darf wegen ihren politischen Aktivitäten nicht einreisen, nicht weil sie für die Politik ihres Heimatlandes in Geiseöhaft genommen wird.
    • just sayin' 10.10.2018 08:16
      Highlight Highlight es gibt haufenweise länder, in die israelis grundsätzlich nicht einreisen können.

      und „nein“ - es wird nicht antisemitismus gerufen
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 10.10.2018 06:03
    Highlight Highlight Sie kritisiert Israel für seine Politik und ist dann verwundert wenn die sagen: Du kommst hier nicht rein. Die junge Frau ist wohl recht naiv.
    • Astrogator 10.10.2018 07:22
      Highlight Highlight Ja genau, wie konnte die naive Träumerin glauben Israel sei ein Rechtsstaat, eine funktionierende Demokratie die auch Kritik zulässt.
    • Midnight 10.10.2018 07:35
      Highlight Highlight Ach, darf man heute nicht mal mehr Kritik an der Politik eines Landes üben? In dem Fall müsste man mich ja nach Guantanamo verfrachten 😱.

      Nein echt jetzt, diese Aktion ist sowas von lächerlich und Istrales Verhalten einfach unterirdisch.
      Was will man damit erreichen?
    • walsi 10.10.2018 07:57
      Highlight Highlight @Astrgator: Die USA hat mal einen Mann nicht einreisen lassen nur weil er getwittert hat, dass er es in Las Veges richtig krachen lassen wird. Es käme aber nun niemand auf die Idee zu behaupten die USA seien kein Rechtsstaat.

      https://www.google.ch/amp/s/mobil.derstandard.at/1326504103009/Destroy-US-Behoerden-nehmen-Briten-wegen-Witzes-auf-Twitter-fest%3famplified=true
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  • HundBasil 10.10.2018 05:33
    Highlight Highlight Recht so. BDS ist eine üble Organisation. Letztlich will sie Israel von der Landkarte radieren. Die Frau kann jederzeit zurück in die USA fliegen. Eigentlich seltsam, dass diese Geschichte überhaupt in den Medien kommt.
    • walsi 10.10.2018 06:06
      Highlight Highlight Das die Geschichte in den Medien kommt ist nicht seltsam. Man will damit den Druck auf Israel erhöhen sie einreisen zu lassen. Man hofft, dass man einen Sturm der Entrüstung auslösen kann und sich Israel dann gezwungen sieht die Studentin einreisen zu lassen. Bei der Schweiz würde das vielleicht funktionieren, bei Israel denke ich das weniger.
    • Cytat 10.10.2018 06:46
      Highlight Highlight Yap. In normale Sprache nennt man das Provokation.
    • wololowarlord 10.10.2018 06:51
      Highlight Highlight ein demokratischer staat lässt eine kritische studentin aus politischen gründen nicht einreisen. ist das nicht berichtenswert? so von wegen meinungsfreiheit etc?
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