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Trump-Anhänger und Trump-Gegner marschieren in US-Städten auf

05.11.2020, 16:23

Während das Warten auf das endgültige Wahlresultat andauert, nimmt die Unruhe in mehreren amerikanischen Städten zu. Trump-Anhänger marschierten vor Wahllokalen auf, Trump-Gegner sperrten Strassen. Ein Überblick:

Detroit, Michigan

«Stop the count!» («Stoppt die Auszählung!») skandierten dutzende von Trump-Anhängern vor dem TCF-Center in Detroit in Michigan, noch bevor der US-Staat an Biden ging. Die Demonstranten schlugen an Fenster und Türen und verlangten Einlass («Let us in!»), nachdem ihnen gesagt wurde, sie könnten das Wahlbüro nicht betreten, in dem die Auszählung stattfand.

Die Trump-Anhänger behaupteten, es gebe nicht genug republikanische Wahlbeobachter. Die Polizei musste intervenieren, die Fenster wurden dann mit Sichtblenden abgedeckt.

Auch vor einem Kongresszentrum in Detroit versammelten sich mehrere Trump-Anhänger und verlangten den Stopp der Stimmen-Auszählung.

Die Nachrichtenagentur Reuters meldete, rund 100 Personen hätten sich in Detroit versammelt, um die Auszählung aller Stimmen zu verlangen. Trump müsse dabei gestoppt werden, «die Wahl zu stehlen».

Phoenix, Arizona

Auch in Phoenix, der grössten Stadt des nach wie vor hart umkämpften US-Staats Arizona, sammelten sich rund 150 Trump-Anhänger, von denen einige mit halbautomatischen Gewehren bewaffnet waren, wie eine Korrespondentin des Nachrichtensenders CNN berichtete. Die Gruppe zog vom State Kapitol zum Wahlbüro des Maricopa Countys und verlangte dort Einlass, um die korrekte Auszählung der Wahlzettel zu überprüfen. Sie wurden von Polizisten daran gehindert, in das Büro einzudringen.

Einige der Demonstranten griffen den Trump-nahen TV-Sender Fox an, weil dieser in seiner Berichterstattung Arizona schon früh Biden zugeschlagen hatte.

In Phoenix skandierten die Trump-Anhänger nicht «Stop the count!», sondern «Stop the steal!» («Stoppt den Diebstahl!»), da in Arizona Joe Biden in Führung liegt. Das Wahlbüro von Maricopa County teilte mit, man lasse sich nicht einschüchtern und dankte dem Sheriff, der «seinen Job mache, so dass wir unseren machen können».

Als die Gruppe vom Gelände vor dem Wahlbüro abzog, stimmte sie das Lied «YMCA» von Village People an, das oft am Ende von Trumps Wahlkampf-Auftritten abgespielt wurde.

Las Vegas, Nevada

In der Wüstenmetropole im US-Staat Nevada kamen etwa 75 fahnenschwingende Trump-Anhänger für eine kurze Demonstration vor dem Wahlbüro des Clark County zusammen. Auch hier skandierten sie «Stop the steal!» – in Nevada führt Biden vor Trump. Ein Mann, der eine Maske mit der US-Flagge trug, sagte: «It's time for the purge!» («Es ist Zeit für die Säuberung!»).

Trump-Anhänger vor dem Wahlbüro des Maricopa Countys in Phoenix.
Trump-Anhänger vor dem Wahlbüro des Maricopa Countys in Phoenix.
Bild: keystone

Portland, Oregon

In Portland im US-Staat Oregon versammelten sich hunderte von Trump-Gegnern unter dem Motto «Count every vote!» («Zählt jede Stimme!») , um gegen die Versuche des Präsidenten zu protestieren, den Wahlausgang zu beeinflussen. «The vote is over, the fight goes on» («Die Wahl ist vorbei, der Kampf geht weiter») stand auf einem Schild.

Demonstranten verbrennen eine US-Flagge.
Demonstranten verbrennen eine US-Flagge.
Bild: AP

Die meisten Teilnehmer der Kundgebung blieben friedlich, doch mindestens zehn Demonstranten wurden verhaftet, nachdem Schaufenster eingeschlagen und Polizisten angegriffen wurden. Gouverneurin Kate Brown liess deshalb Einheiten der Nationalgarde in der Stadt auffahren. Portland war in diesem Sommer Schauplatz von zum Teil gewalttätigen Demonstrationen der «Black-Lives-Matter»-Bewegung gewesen.

Nationalgarde markiert Präsenz in Portland.
Nationalgarde markiert Präsenz in Portland.
Bild: keystone

Minneapolis, Minnesota

In Minnesota blockierten rund zweihundert Demonstranten die Fernstrasse Interstate 94, um gegen die Rede von Präsident Trump zu protestieren. Die Polizei verhaftete mehrere von ihnen.

Die Aktion war von Twin Cities for Justice 4 Jamar zusammen mit der National Alliance Against Racist and Political Regression organisiert worden. In Minneapolis war im Mai der Afroamerikaner George Floyd bei seiner Verhaftung getötet worden, was zu grossflächigen Protesten der «Black-Lives-Matter»-Bewegung im ganzen Land geführt hatte.

Trotz der Verhaftungen blieben die Demonstranten ruhig, wie ein Journalist auf Twitter berichtete:

New York City, New York

In Manhattan fand ein friedlicher Protest von Trump-Gegnern statt, die verlangten, dass alle Stimmen gezählt werden müssten.

Als gewaltbereite Demonstranten aus der Kundgebung heraus brände legten und die Polizisten mit Eiern und Müll bewarfen, wurden mindestens 20 Personen verhaftet. Später gab die Polizei bekannt, es seien auch Waffen sichergestellt worden.

Auch einige Trump-Anhänger versammelten sich in der Nähe des Trump Towers.

Philadelphia, Pennsylvania

Der Swing State Pennsylvania ist hart umkämpft: Trump liegt in Führung, aber Biden holt stetig auf. Der Oberste Gerichtshof des Staates bestimmte, dass Briefwahlstimmen noch bis zum 6. November akzeptiert werden, wenn sie nicht später als am Wahltag abgestempelt wurden. Nachdem das Trump-Lager beim Obersten Gerichtshof gegen diesen Entscheid Klage erhob, versammelten sich zahlreiche Demonstranten mit «Count-every-vote»-Schildern in der Metropole Philadelphia.

«Zählt jede Stimme!» in Philadelphia.
«Zählt jede Stimme!» in Philadelphia.
Bild: keystone

Chicago, Illinois

Auch in der Millionenstadt im Midwest demonstrierten Trump-Gegner für die vollständige Auszählung der Stimmen. Im Zentrum von Chicago skandierten sie «Trump out! Power to the people!» («Trump raus! Die Macht dem Volk!»). Weitere Anliegen der Demonstranten waren die Rechte von Immigranten und der Entzug von finanziellen Mitteln für die Polizei («Defunding of the police»).

Trump-Gegner in Chicago.
Trump-Gegner in Chicago.
Bild: keystone

Trump: «Ein riesiger Betrug am amerikanischen Volk»

Video: watson/leb
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Derweil in der Donald-Trump-Fasnachtsmasken-Fabrik in China ...

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Derweil in der Donald-Trump-Fasnachtsmasken-Fabrik in China ...
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