International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Obama und Netanjahu bekräftigen trotz «starken Differenzen» Bündnis zwischen ihren Ländern



President Barack Obama shakes hands with Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu in the Oval Office of the White House in Washington, Monday, Nov. 9, 2015. The president and prime minister sought to mend their fractured relationship during their meeting, the first time they have talked face to face in more than a year. (AP Photo/Andrew Harnik)

Bild: Andrew Harnik/AP/KEYSTONE

Nach ihrem heftigen Streit über das Atomabkommen mit dem Iran haben US-Präsident Barack Obama und der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu bei einem Treffen in Washington die Bedeutung der Beziehungen zwischen beiden Ländern hervorgehoben.

Netanjahus Besuch zeige die «ausserordentliche» Verbindung zwischen den USA und Israel, sagte Obama zu Beginn des Gesprächs am Montag im Weissen Haus. Die Sicherheit Israels sei eine seiner obersten aussenpolitischen Prioritäten. Allerdings sei es kein Geheimnis, dass beide Regierungen beim Iran-Deal «starke Meinungsverschiedenheiten» hätten.

Obama und Netanyahu vor den Medien

abspielen

YouTube/CNN

Auch Netanjahu bezeichnete das Bündnis zwischen den USA und Israel als stark. Im Konflikt mit den Palästinensern erklärte der israelische Regierungschef seine grundsätzliche Unterstützung für eine Zwei-Staaten-Lösung.

«Ich bleibe einer Vision des Friedens von zwei Staaten für zwei Völker verpflichtet - ein entmilitarisierter palästinensischer Staat, der den jüdischen Staat anerkennt», sagte er. Zugleich hob Netanjahu die Entschlossenheit Israels hervor, sich gegen «Terror und Zerstörung» zu verteidigen.

«Pflicht zur Selbstverteidigung»

Angesichts der jüngsten Welle von Attentaten radikaler Palästinenser auf israelische Zivilisten und Sicherheitskräfte machte Obama deutlich, dass Israel «nicht nur das Recht, sondern die Pflicht» zur Selbstverteidigung habe. «Ich möchte sehr klar sagen, dass wir die palästinensische Gewalt gegen unschuldige israelische Zivilisten auf das Schärfste verurteilen», sagte er.

Seit Anfang Oktober ist die Lage im Westjordanland und in Jerusalem äussert angespannt, es gab bereits dutzende Messerattacken von Palästinensern auf Israelis. Insgesamt wurden bei den Anschlägen bislang zehn Israelis getötet. Im Zuge der Unruhen, die sich auch auf das Grenzgebiet zum Gazastreifen ausdehnten, starben im gleichen Zeitraum mehr als 70 Palästinenser und ein arabischer Israeli.

Bei den Gesprächen im Weissen Haus sollte es unter anderem um eine Aufstockung der langfristigen US-Militärhilfe für Israel gehen. Die USA und Israel sind historisch enge Verbündete, das Verhältnis zwischen Obama und Netanjahu gilt aber als beschädigt. Sie hatten sich seit 13 Monaten nicht mehr getroffen. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in der Schweiz und der internationale Vergleich

Die Corona-Zahlen für die Schweiz steigen im Moment rapide. Deshalb findest du hier einen Überblick zu allen neuen sowie aktuellen Fallzahlen für die Schweiz und einen Vergleich zu internationalen Daten zu Neuansteckungen mit dem Coronavirus.

Das Coronavirus hält die Schweiz weiterhin in Atem. Die Zahl der Neuansteckung steigt nach neuesten Entwicklungen in den unterschiedlichen Kantonen seit dem August wieder und viele sprechen bereits von einer zweiten Corona-Welle in Europa und in der Schweiz.

Damit du den Überblick über die sich stetig verändernde epidemiologische Lage behältst, zeigen wir dir hier alle relevanten Statistiken zu den Neuansteckungen, Positivitätsrate, Hospitalisierungen und Todesfällen in den Schweizer …

Artikel lesen
Link zum Artikel