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Former President Bill Clinton walks off stage after the presidential town hall debate between Republican U.S. presidential nominee Donald Trump and Democratic U.S. presidential nominee Hillary Clinton at Washington University in St. Louis, Missouri, U.S., October 9, 2016. REUTERS/Jim Young

FBI-Bericht belastet Bill Clinton: Hat er sich kaufen lassen? Bild: JIM YOUNG/REUTERS

FBI veröffentlicht alten Entscheid Bill Clintons zu Marc Rich



Eine Woche vor der US-Präsidentenwahl hat das FBI mit der Veröffentlichung eines alten Untersuchungsberichts für eine Überraschung gesorgt. Dabei geht es um eine Amnestie-Entscheidung des damaligen Präsidenten Bill Clinton für den Börsenmakler Marc Rich.

Im Kurznachrichtendienst Twitter wurde am Dienstag mitgeteilt, dass der 129 Seiten lange Bericht zu der 2005 abgeschlossenen Untersuchung online sei. Der Ehemann der derzeitigen Kandidatin für das Weisse Haus, Hillary Clinton, hatte am letzten Tag seiner Präsidentschaft, dem 20. Januar 2001, eine Reihe von Menschen begnadigt, darunter Rich.

JAHRESRUECKBLICK 2013 – OBIT – Der US-Schweizer und in der Zentralschweiz lebende Millionaer Marc Rich verleiht am Dienstag, 5. November 2002 den Schweizerischen Doron-Preis im Zuger Casino. (KEYSTONE/urs Flueeler)

Marc Rich im Jahr 2002. Bild: KEYSTONE

Der Steuerflüchtling hatte sich in die Schweiz abgesetzt und war vom FBI gesucht worden. Die Amnestie löste Argwohn aus, weil Richs Ex-Frau Denise zuvor grosszügige Spenden an die Clintons und die Demokratische Partei gemacht hatte.

Der für Hillary Clinton denkbar ungünstige Zeitpunkt der Veröffentlichung des FBI-Berichts löste sogleich Kritik aus ihrem Lager aus. Sollte es sich nicht um eine Verjährungsfrist gemäss dem Gesetz zur Informationsfreiheit handeln, sei der Vorgang doch «seltsam», erklärte Clintons Sprecher Brian Fallon. Auf die Frage der Nachrichtenagentur AFP, ob es sich bei dem Zeitpunkt um einen Zufall handle, reagierte die Bundespolizei zunächst nicht.

Trump landesweit in Führung

Wegen der E-Mail-Affäre um Hillary Clinton herrscht derzeit grosse Nervosität in ihrem Lager. Clinton hatte in ihrer Amtszeit als Aussenministerin regelwidrig private und damit nicht sonderlich geschützte Server für ihre dienstliche Kommunikation genutzt. FBI-Chef James Comey nahm die im Juli ohne juristische Konsequenzen für Clinton beendeten Untersuchungen zu der Affäre inzwischen neu auf.

In den Umfragen hat ihr Rivale Donald Trump zuletzt aufgeholt. Eine aktuelle Befragung sieht den Republikaner sogar landesweit knapp vorn. (sda/afp)

Hillary Clinton – ihr Leben in Bildern

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • äti 02.11.2016 19:33
    Highlight Highlight Auch hierzulande werden Parteispenden geheim gehalten. Zumindest von der SVP und dies mit respektablem Aufwand. Der Grund? Dürfte exakt derselbe sein der Clintons vorgeworfen wird. Ich sehe nicht, warum sowas in der USA schlechter sein soll.
  • Raphael Stein 02.11.2016 09:12
    Highlight Highlight Das Theater hat immerhin einigen Unterhaltungswert. Bin gespannt wer so last minute von Obama begnadigt wird. Sicher schon mal nicht jene, die zu Unrecht in einem amerikanischen Knast einsitzen.
    • äti 02.11.2016 19:35
      Highlight Highlight Trump natürlich.
  • DerTaran 02.11.2016 07:24
    Highlight Highlight Das stinkt jetzt dann doch nach Wahlbetrug. Trump hat recht.
    • Triumvir 02.11.2016 08:08
      Highlight Highlight Betrug wohl nicht. Aber das FBI und ihr (noch) Chef scheinen offenkundig ein ziemlich dreckiges Manipulationsspielchen zu spielen. Hillary sollte diesen (Sau-)Stall deshalb kräftig ausmisten, falls sie gewinnt.
    • LeChef 02.11.2016 08:51
      Highlight Highlight Hä? Taran, dein Kommentar macht keinen Sinn.
    • DerTaran 02.11.2016 13:07
      Highlight Highlight Doch, wenn man die Ironie versteht, dass Trump vor Wahlbetrug/Manipulation gewarnt hat und das FBI die letzten Tage massiv zu seinen Gunsten eingegriffen hat.
      Natürlich hat Trump nicht erwartet der Profiteur zu sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hoppla! 02.11.2016 07:05
    Highlight Highlight Und all die Empörten kennen die Situation um Marc Rich natürlich aus dem FF und bilden sich darauf basierend ein Urteil?

    Bitte informiert euch vorab was Herr Rich tatsächlich getan hat und weshalb er primär angeklagt wurde. Es gibt hie diverse Quellen, z.B. auch "King of Oil" von Daniel Ammann. Oder sind Fakten heute gar nicht mal mehr wichtig?
    • Focke 02.11.2016 08:00
      Highlight Highlight fakten werden inden usa gedreht und gewendet, bis sie einem passen! dass eine instanz wie das fbi sich jetzt auch noch in den wahlkampf einmischt ist skandallös! die hätten schon vor wochen das aufrollen können, dass ist amtsmissbrauch! regeln gelten nicht mehr,wohin das mündet sehen wir... beide kandidaten sind untragbar für mich, dass die usa nichts besseres zustandebringt, ist bedenklich! ich hoffe wir in der schweiz kopieren diese scheisse nicht auch noch!
    • joe 02.11.2016 09:20
      Highlight Highlight Es geht hier in keinster weise was er getan oder nicht getan hat. Sondern um den Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts!
      Damit greift mM das FBI in den Wahlkampf ein!
  • Randy Orton 02.11.2016 02:11
    Highlight Highlight Die Clintons und ihre Verstrickungen im Finanzsumpf sind despektierlich. Nun muss man aber sehen, dass dies bei den meisten Präsidenten so war (inkl. beiden Bush und weiter zurück) und eigentlich lange bekannt ist. Auch bei Trump besteht das selbe Problem mit finanziellen Abhängigkeiten und Gefälligkeiten. Was mich aber stört und einen schalen Beigeschmack hinterlässt ist der Zeitpunkt all dieser "Veröffentlichungen". Scheint, als hätte jemand absichtlich bis kurz vor den Wahlen gewartet, um von Trumps Fehltritten abzulenken...
  • Spooky 01.11.2016 23:48
    Highlight Highlight Ach, diese Reichen
    Alles die Gleichen

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