Donald Trump will 5000 US-Soldaten nach Polen schicken – und überrascht sogar das Pentagon
US-Präsident Donald Trump will überraschend 5000 Soldaten nach Polen verlegen. Das kündigte Trump am Donnerstag auf seiner Plattform Truth Social an. Damit widersprach er der erst vor wenigen Tagen getroffenen Entscheidung des Pentagon, geplante Truppenverlegungen nach Polen wieder zu stoppen.
Trump begründete den Schritt mit dem «erfolgreichen Wahlsieg» des nationalkonservativen polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, den er bereits im Wahlkampf unterstützt hatte. Nawroki ist seit August 2025 Staatspräsident in Polen. Nach Angaben der «New York Times» soll die Ankündigung selbst im Pentagon für Überraschung gesorgt haben.
Verwirrung um US-Truppen in Europa
Der neue Plan ist Teil einer seit Wochen impulsiv wirkenden US-Politik gegenüber Europa. Vor drei Wochen erklärte das Pentagon, rund 5000 US-Soldaten aus Deutschland abzuziehen, nachdem Trump sich auf Truth Social über Bundeskanzler Friedrich Merz ausgelassen und angekündigt hatte, einen Truppenabzug in Deutschland zu prüfen.
Ein Teil der Kräfte sollte in die USA zurückkehren, andere an neue Standorte verlegt werden. Zudem wurde ein unter Präsident Joe Biden geplanter Ausbau amerikanischer Artillerieeinheiten in Europa gestoppt.
Kurz darauf stoppte das Pentagon dann auch die geplante Verlegung von mehr als 4000 Soldaten nach Polen, obwohl einige Einheiten bereits mit Ausrüstung im Land eingetroffen waren.
Kritik aus Polen und den USA
Die Entscheidung löste in den USA scharfe parteiübergreifende Kritik von Abgeordneten aus. Sie warnten demnach, Truppenreduzierungen in Osteuropa könnten ein falsches Signal an Russland senden. Auch in Polen sorgte der Schritt für Unruhe: Polnische Regierungsvertreter sollen in Washington in mehreren dringlichen Telefonaten interveniert haben.
Noch am Dienstag hatte das Pentagon erklärt, es handle sich lediglich um eine «vorübergehende Verzögerung» der Truppenverlegung nach Polen. Mit Trumps neuem Vorstoss scheint diese Entscheidung nun wieder kassiert worden zu sein.
Das Pentagon wollte diese Entwicklung gegenüber der «New-York-Times» nicht kommentieren und verwies für Fragen an das Weisse Haus. Offen bleibt daher die Frage, ob das US-Militär jetzt an anderer Stelle Truppen abziehen müsste, um Trumps übergeordnetes Ziel der Truppenreduzierung in der EU zu erreichen.
Die NATO betonte zuletzt, mögliche Truppenverschiebungen würden die Verteidigungsfähigkeit des Bündnisses nicht beeinträchtigen. Kanada und Deutschland hätten ihre Präsenz an der Ostflanke bereits verstärkt.
Verwendete Quellen:

