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Brock Turner leaves the Santa Clara County Main Jail in San Jose, Calif., on Friday, Sept. 2, 2016. Turner, whose six-month sentence for sexually assaulting an unconscious woman at Stanford University sparked national outcry, was released from jail after serving half his term. (Dan Honda/Bay Area News Group via AP)

Hier verlässt Brock Turner nach nur drei Monaten das Gefängnis. Bild: AP/Bay Area News Group

Missbrauchsfall in Stanford: Turner kann das Gefängnis nach nur drei Monaten wieder verlassen



Der Fall sorgte weit über die USA hinaus für Aufsehen: Ein 19-jähriger Elite-Schwimmer der Stanford-Universität vergeht sich nach einer Verbindungs-Party an einer bewusstlosen Studentin und wird dabei von zwei anderen Studenten erwischt.

Nach einem Aufsehen erregenden Prozess wird der Täter Brock Turner zu nur sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Der Richter argumentierte in seiner Urteilsverkündung, dass mehr als sechs Monate Gefängnis, dem jungen Mann nicht zumutbar seien und sein weiteres Leben «schwer beeinflussen» würden.

Jetzt, drei Monate später, ist der ehemalige Elite-Schwimmer bereits wieder auf freiem Fuss und die Empörung flammt wieder auf. Die Halbierung der Haftstrafe ist bei einem sauberen Strafregisterauszug und guter Führung in den USA üblich. Doch in diesem Fall nervt es selbst die Polizisten, die ihn beim Verlassen des Santa Clara County Jail mit bösen Blicken strafen: 

Brock Turner, the former Stanford swimmer convicted of sexually assaulting an unconscious woman, leaves the Santa Clara County Jail in San Jose, California, U.S. September 2, 2016. REUTERS/Stephen Lam

Dieses Foto gibt nach Brocks Entlassung am meisten zu reden. Bild: STEPHEN LAM/REUTERS

Brocks Entlassung wurde von wütenden Demonstranten begleitet. Eine Studentin reagierte aus Protest gegen die frühe Entlassung mit einer Bilderserie: 

Nicht zuletzt hatte der Fall durch die eindrücklichen Rede des Opfers vor Gericht Aufmerksamkeit erhalten. Das Dokument wurde später publiziert und und von watson komplett ins Deutsche übersetzt

Am meisten belastet das Opfer, dass Turner sich nie für seine Tat entschuldigt hat: «Er hat sich nur dafür entschuldigt, zu viel getrunken zu haben und hat immer noch nicht erkannt, was er mir mit seinem sexuellen Missbrauch angetan hatte und wie er mich in der ganzen Zeit seither zum Opfer gemacht hat, immer und immer wieder», so kommentiert sie Turners Verhalten

In der Rede beschreibt sie auch ihr Trauma: «Ich stand da, untersuchte meinen Körper unter dem Wasserstrahl und entschied, dass ich meinen Körper nicht mehr will.»

Hier ganze erschütternde Dokument von Brock's Opfer in deutscher Fassung: 

Brock Turner wurde des «Überfalls mit der Absicht, eine berauschte Frau zu vergewaltigen», «sexuellen Einführens eines Fremdobjekts» und «sexuellen Einführens eines Fremdobjekts bei einer bewusstlosen Frau» schuldig gesprochen. Er ist nun drei Jahre lang auf Bewährung und muss sich in einer Kartei für Sexualstraftäter registrieren. (rar)

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    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 05.09.2016 23:49
    Highlight Highlight "Es würde sein keben schwer beeinflussen."
    Ja, sicher. Volles verständnis. Armer Kerl, den das Schicksal nun hart anfasst. Momoll.



    wsr da nich was? Oder wer?
    Die scheint etwas hysterisch. Ich kenne das. Geht bald wieder weg. Einfach nicht zu viel beachtung schenken.


    Trali und trala und eine Vergewaltigung ist mir nichts dir nichts weggeredet, wie wenn nichts gewesen wäre.
    S c h e i s s e.
    Das darf doch nicht wahr sein.
  • Sam5 05.09.2016 18:13
    Highlight Highlight Den reichen gehört die welt
  • Scaros_2 05.09.2016 13:15
    Highlight Highlight Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten für den Weissen Menschen!
    • D(r)ummer 05.09.2016 13:41
      Highlight Highlight Man muss nicht mal die Hautfarbe erwähnen. "Land der unmöglich Beschränkten" würde in diesem Fall auch reichen...
    • Scaros_2 05.09.2016 13:58
      Highlight Highlight das schon richtig aber in dem Fall muss die Hautfarbe eine Rolle spielen, denn ein Schwarzer hätte nie diesen.......sagen wir mal "Bonus"
  • Spinoza 05.09.2016 13:01
    Highlight Highlight Das unten angehängte Video von Prof. Janice Fiamengo gibt eine neue Perspektive zur (Un-)Gerechtigkeit dieses Videos. Ich empfehle es allen Lesern zu sehen, besonders auch den Schreibern von Watson, die munter den Begriff 'raper' gebrauchen, scheinbar ohne sich vertieft mit dem Fall auseinandergesetzt zu haben.
    • Spinoza 05.09.2016 13:06
      Highlight Highlight
      Play Icon
    • Special K 05.09.2016 13:53
      Highlight Highlight Janice Fiamengo ist eine erklärte Antifeministin. Ich würde sie nicht unbedingt als neutral betrachten. Als Englischprofessorin ist sie auch nicht unbedingt vom Fach. Findest du sechs Monate Gefängnis genug für die Tat?
    • Spinoza 05.09.2016 14:16
      Highlight Highlight Janice Fiamengo ist eine erklärte Aktivistin für gleiche Recht für Frauen und Männer. Sie ist gegen den ideologischen, akademischen second-wave Feminismus in Nordamerika, der die Redefreiheit einschränken will und allen jungen Männern sagt, sie hätten ihren Studienplatz nur ihrem white-male priviledge zu verdanken und seien prädestinierte Vergewaltiger.
      Suche nach dem Youtube Video Janice Fiamengo - institutions of higher indoctrination. Dort wird klar, wogegen sie sich engagiert und dass es nicht das ist, was wir hier Feminismus nennen würden.
      Hast Du das Video gesehen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Malina 05.09.2016 12:43
    Highlight Highlight Ich bin angeekelt
    • Chihirovocale 05.09.2016 13:13
      Highlight Highlight Aber nicht nur von dem verwöhnten Kerlchen, sondern nich viel mehr von einen Richter der offensichtlich nicht verstanden hat um was es geht... Der Typ hat das Leben der Frau auch zerstört, oder zumindest langfristig beeinträchtigt... Dass dann aber seine Zukunft nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen werden soll, ist doch der blanke Hohn. 😡

7-Jähriger liefert sich Tanz-Battle mit Polizisten

Ein ziemlich cooles Tanz-Battle lieferten sich kürzlich der 7-jährige Jayden und ein Polizist aus Denver.

Der Junge wollte eigentlich nur ein Bild des Motorrads machen, doch der Polizist fordert den Jungen kurzerhand zu einem Battle heraus. Der Vater des 7-Jährigen filmte dabei mit seinem Handy – und stellte den unterhaltsamen Tanzwettbewerb darauf ins Netz. Das war begeistert – von den Tanzkünsten Jaydens und natürlich auch jenen des Polizisten.

(ohe)

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