Irak
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Im Nordirak

IS-Kämpfer lassen verschleppte Männer frei



Kämpfer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) haben dutzende im Nordirak verschleppte Männer wieder freigelassen. Die Terrorgruppe hatte die Männer entführt, weil in deren Dörfer IS-Flaggen verbrannt worden waren.

Die Kämpfer hätten 162 der 170 Männer, die am Freitag in zwei Dörfern verschleppt wurden, freigelassen, sagten ein Geheimdienstoffizier und ein örtlicher Beamter am Samstag. Die 170 Männer waren aus den Dörfern Al-Schadschara und Gharib in der Provinz Kirkuk entführt worden, nachdem dort Flaggen der Extremistengruppe verbrannt worden waren.

JAHRESRUECKBLICK 2014 – INTERNATIONAL – This undated image posted on a militant website on Tuesday, Jan. 14, 2014, which has been verified and is consistent with other AP reporting, shows fighters from the al-Qaida linked Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) marching in Raqqa, Syria. Across the broad swath of territory it controls from northern Syria through northern and western Iraq, the extremist group known as the Islamic State has proven to be highly organized governors. (KEYSTONE/AP Photo/Militant Website)

Weil in Dörfern solche Flaggen verbrannt worden sind, verschleppten die IS-Miliz fast 200 Männer.  Bild: AP Militant Website

Am Samstag sagte ein 39-Jähriger aus Al-Schadschara, der unter den Freigelassenen war, er und die anderen Männer seien zu einem offenen Gelände gebracht worden. Dort seien sie gefesselt und nach den Verantwortlichen für die Flaggen-Verbrennung befragt worden. 

Acht Männer weiterhin in IS-Gewalt

Über Nacht seien sie in Häusern festgehalten worden, in denen fünf bis zehn Männer pro Zimmer gewesen seien. Bis auf acht Männer seien alle freigelassen worden. Ein anderer Dorfbewohner bestätigte die Freilassung duzender Männer.

Die Dschihadisten haben im Irak bereits mehrmals Massenfestnahmen vorgenommen, um den Widerstand der Bevölkerung in ihren Einflussgebieten zu brechen. Viele der Gefangenen wurden hingerichtet, auch in Syrien, wo der IS ebenfalls grosse Gebiete kontrolliert.

Der IS hatte im Sommer binnen weniger Wochen weite Gebiete im Norden und Westen des Irak in seine Gewalt gebracht. Zuletzt hat die Dschihadisten-Miliz aber eine Reihe von Rückschlägen erlitten. So gelang es der Armee sowie schiitischen und kurdischen Milizen, mehrere Gebiete zurückzuerobern. (feb/sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 04.01.2015 11:49
    Highlight Highlight Nachdem der Iran ebenfalls mit Luftangriffen gegen die IS in den Konflikt eingegriffen hat, muss man sich nun überlegen, ob man nun auf der Seite des Schurkenstaates Iran ist, der Kopfgelder auf Schriftsteller aussetzt die ermordet werden sollen, oder auf der Seite der IS-Killer.
    Am besten hält sich der Westen aus dem Kampf der Mörder ( PKK, IS, Assad, Iran, Hisollah etc. ) vollständig raus und schaut nur zu, wie lange das Morden unter den Mördern noch weitergeht.

Bilal reist in den Dschihad und rechnet dann mit dem «IS» ab – Kurz darauf ist der Deutsche tot

Ein 17-jähriger Hamburger zieht in den bewaffneten Dschihad – doch das Leben an der Front in Syrien und im Irak desillusioniert ihn. Es folgt eine Abrechnung mit dem «IS». Kurz danach ist Bilal tot. Eine Audiodatei gewährt seltene Einblicke. 

Sie sind männlich, jung, ohne Perspektiven, der Salafisten-Szene nahe. Sie sind die perfekte Beute für den «IS». Mit Propagandavideos, die vermeintlich heroische Kämpfer Seite an Seite in der Wüste Syriens zeigen, lockt die Terrormiliz neue Rekruten in den Dschihad.

Doch der angeblich «heilige Krieg» ist ganz anders, als die Hochglanz-Propaganda-Version verspricht.

Eine Audiodatei, die der Hamburger Verfassungsschutz veröffentlichte, gewährt nun seltene Einblicke in das Leben der …

Artikel lesen
Link zum Artikel