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UNO-Vollversammlung fordert

Israel soll Libanon für Ölkatastrophe entschädigen



Die Vollversammlung der UNO hat mit überwältigender Mehrheit Israel aufgefordert, den Libanon für eine Ölkatastrophe nach einem israelischen Luftangriff zu entschädigen. Mit 170 zu 6 Stimmen stimmte die Versammlung am Freitag (Ortszeit) dafür, dass Israel «schnell und angemessen» Kompensation leisten solle.

Gegen die juristisch nicht bindende Resolution stimmten nur Israel, die USA, Kanada, Australien, Mikronesien und die Marshall-Inseln.

150 Kilometer Küste verschmutzt

Nach der Entführung zweier israelischer Soldaten durch die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah hatte die israelische Luftwaffe 2006 einen grossangelegten Libanonfeldzug begonnen und zahlreiche Infrastruktureinrichtungen angegriffen. Bei dem Bombardement eines küstennahen Kraftwerkes liefen Schätzungen zufolge rund 15'000 Tonnen Erdöl aus und verschmutzten 150 Kilometer Küste im Libanon und in Syrien.

Der Resolution zufolge soll Israel auch «andere direkt betroffene Staaten» entschädigen, doch wird Syrien nicht namentlich genannt. Die Weltgemeinschaft wurde aufgerufen, dem Libanon bei der Behebung der Umweltschäden zu helfen. Medienberichten zufolge soll Israel zum Ausgleich der Kosten für die Schadensbehebung mehr als 850 Millionen Dollar bezahlen. (sda/dpa)

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