Italien
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epa05745918 A handout photo made available by the Italian Mountain Rescue Service 'Corpo Nazionale Soccorso Alpino e Speleologico' (CNSAS) on 24 January 2017 shows rescue crews during search and rescue operations for missing guests at the Hotel Rigopiano in Farindola, Abruzzo region, Italy, 24 January 2017. Search operations for people still missing after an avalanche that hit the hotel on 18 January continued on 24 January amid extreme weather conditions, according to authorities.  EPA/SOCCORSO ALPINO HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES/NO ARCHIVES

Rettungskräfte beim verschütteten Hotel in Italien. Bild: EPA/ANSA /CNSAS

Alle Vermissten aus Lawinen-Hotel in Italien tot geborgen



Nach dem Lawinenunglück in Italien haben die Katastrophenhelfer alle noch Vermissten tot aus den Trümmern des Hotels in den Abruzzen geborgen. 29 Leichen wurden insgesamt gefunden, wie die Feuerwehr kurz nach Mitternacht am Donnerstag mitteilte.

11 Menschen überlebten das Unglück: Zwei Personen hatten sich im Freien aufgehalten, als die gewaltige Lawine am Mittwoch vergangener Woche über dem Hotel Rigopiano niederging. Neun Menschen - darunter vier Kinder - wurden aus den Trümmern befreit. Am Mittwoch waren nach einer Woche gefährlicher und komplizierter Bergungsarbeiten noch immer rund 200 Helfer im Einsatz.

Nach einer Erdbebenserie hatten vergangenen Mittwoch Schneemassen das Hotel in der Gemeinde Farindola verschüttet. Wegen meterhohen Schnees erreichten die ersten Rettungskräfte den Unglücksort erst mitten in der Nacht am Donnerstag auf Skiern.

Sie verschafften sich zunächst mit Schaufeln Zutritt in das Hotel, in dem sich zum Zeitpunkt des Unglücks mehr Menschen aufgehalten hatten, als zunächst vermutet. Freitagvormittag hatte einige Angehörige die erste gute Nachricht nach mehr als 40 Stunden des Bangens erreicht: Die Einsatzkräfte orteten Überlebende und retteten schliesslich mehrere Menschen.

Vorwürfe gegen Behörden

Nach dem Lawinenunglück mehren sich die Vorwürfe gegen die Behörden. Die Staatsanwaltschaft in Pescara ermittelt gegen unbekannt wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung. Sie geht unter anderem Anschuldigungen nach, wonach Notrufe ignoriert worden sein sollen und sich der Rettungseinsatz in der Abruzzen-Gemeinde verzögert haben soll.

Es würden auch alle Entscheidungen überprüft, die zur Eröffnung des Hotels geführt hätten, hatte Staatsanwältin Cristina Tedeschini gesagt. Es stellt sich die Frage, ob das Hotel an dem Steilhang nach den heftigen Schneefällen in der Region nicht schon vorher hätte evakuiert werden müssen.

Das Hotel Rigopiano liegt in 1200 Metern Höhe unter einem Steilhang am Fusse des Bergmassivs Gran Sasso. Die Zufahrtsstrassen waren wegen des hohen Schnees vor dem Unglück nicht passierbar.

epa05732073 A handout photo made available by the Italian Guardia di Finanza showing snow fill up  the interior of the hotel Rigopiano in the town of Farindola, overwhelmed the previous night by a snow avalanche after three earthquakes hit, in Abruzzo region, Italy, 19 January 2017. According to an Italian mountain rescue team, several people have been killed in the avalanche that hit the hotel near the Gran Sasso mountain.  EPA/GUARDIA DI FINANZA / PRESS OFFICE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Schnee im Inneren des Hotels. Bild: EPA/GUARDIA DI FINANZA

Nicht vorschnell nach Sündenbock suchen

Die italienische Regierung versprach eine genaue Untersuchung möglicher Fehler bei dem Rettungseinsatz. Juristische Ermittlungen würden klären, ob es Verzögerungen bei dem Einsatz gegeben habe und wer dafür verantwortlich sei, hatte Ministerpräsident Paolo Gentiloni am Mittwoch vor dem Senat in Rom gesagt.

«Die Regierung fürchtet sich nicht vor der Wahrheit.» Man dürfe aber nicht vorschnell nach einem Sündenbock suchen. Die Einsatzkräfte hätten alles in ihrer Macht Stehende getan, um Leben zu retten. (cma/sda/dpa)

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