Mauerfall - 25 Jahre danach
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BERLIN, GERMANY - NOVEMBER 10: In this photo provided by the German Government Press Office (BPA) German Chancellor Angela Merkel (R) meets with former President of the Soviet Union Mikhail Gorbachev at the Chancellery on November 10, 2014 in in Berlin, Germany.  (Photo by Sandra Steins/Bundesregierung via Getty Images)

Gorbatschow weilte zum 25. Jubiläum des Mauerfalls in Deutschland. Bild: Getty Images Europe

Deutschland - Russland

Gorbatschow warnt nach Treffen mit Merkel vor neuer Mauer

Nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow Russland und die EU eindringlich zur Versöhnung aufgerufen. «Wir dürfen nicht zulassen, dass es zu einer neuen Mauer kommt», sagte er nach dem 40-minütigen Gespräch am Montagabend in Berlin zu den aktuellen Spannungen im Zuge der Ukraine-Krise.

«Wir müssen über unseren Schatten springen und diese Risse überwinden», sagte Gorbatschow weiter. Merkel betonte bei dem Gespräch nach Angaben eines Regierungssprechers die grosse langfristige Bedeutung der deutsch-russischen Beziehungen trotz - aller Differenzen.

Der 83-jährige Gorbatschow, der als einer der Wegbereiter der deutschen Einheit gilt, hatte am Wochenende an den Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin teilgenommen. Dabei erhob er schwere Vorwürfe gegen den Westen und warnte mit Blick auf den Ukraine-Konflikt vor einem neuen Kalten Krieg.

Nach seinem Treffen mit Merkel am Montagabend schlug er bei einem feierlichen Abendessen der Senioren-Union (CDU) deutlich versöhnlichere Töne an. «Solange Russland und die Deutschen, solange unsere beiden Länder zueinander finden, miteinander gut auskommen und gute Beziehungen pflegen, solange geht es allen gut», betonte er.

Gorbatschow rief dazu auf die Rhetorik «nicht nur herunterzufahren, sondern komplett zu verändern». Über Merkel sagte er: «Ich empfinde grossen Respekt für Frau Bundeskanzlerin. In Russland mag man sie sehr.»

Fürsprecher Putins

Gorbatschow hatte vor seiner Anreise nach Deutschland angekündigt, dass er bei dem Treffen mit Merkel als Fürsprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin auftreten wolle. Am Wochenende hatte er dem Westen und besonders den USA vorgeworfen, ihre Versprechen nach der Wende 1989 nicht gehalten zu haben. Stattdessen habe man sich zum Sieger im Kalten Krieg erklärt und Vorteile aus Russlands Schwäche gezogen.

Der frühere sowjetische Staatschef traf am Montag auch Helmut Kohl. Er würdigte den Altkanzler als «einmalige Persönlichkeit» mit einem «unglaublichen Willen». Von der Senioren-Union erhielt Gorbatschow die Goldene Medaille für Verdienste um Versöhnung und Verständigung unter den Völkern. (sda/dpa/gag)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Willy D. 10.11.2014 23:15
    Highlight Highlight Ich erlaube mir Herrn Michail Gorbatschow, trotz seiner grossen Verdienste im Zusammenhang mit der deutschen Wiedervereinigung, zuzurufen, dass Russland und seine politische Eliten dazu übergehen sollten, das eigene Haus in Ordnung zu bringen. Sie hatten ja seit 1991 immerhin 23 Jahre Zeit etwas zu verändern, viel ist nicht geschehen. Dann würde auch der Druck der Nachbarstaaten sich von Russland abzuwenden nachlassen.
  • koala 10.11.2014 22:33
    Highlight Highlight Klar hat Deutschland in Russland viele Anhänger und Freunde (z.B. Gerhard Schröder). Was mich allerdings stört ist, dass Madame Merkel den Amerikanern hörig ist und gar nicht mehr primär deutsche Interessen verfolgt (TTIP ahoi!). Ebenfalls finde ich die momentanige Sanktionspolitik gegenüber Russlands grundlegend falsch! Sie trägt überhaupt nichts zur Deeskalation geschweige denn der Förderung des Friedens bei. Ökonomisch gesehen schwächen die Sanktionen nicht nur russische Unternehmen, sondern auch viele europäische Handelspartner. Profitabel ist dies nur für die USA, denn so festigt und vergrössert sich ihr Weltmonopol. Das darf nicht sein! Es ist an der Zeit, dieses Duckmäusertum zu beenden, wirtschaftliche Aspekte sekundär zu behandeln und für den Frieden einzustehen.
  • poesie_vivante 10.11.2014 22:03
    Highlight Highlight Es bräuchte mehr Gorbatschows in der jetzigen Situation, die nicht nur zur Deeskalation im Ukrainekonflikt aufriefen, sondern sie auch ernsthaft betreiben würden ...

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