Nigeria
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Doctors attends to a sick child rescued by Nigerian soldiers from Boko Haram extremists at a refugee camp in Yola, Nigeria Sunday, May 3, 2015, after being rescued from captivity by Boko Haram fighters. Their faces were gaunt with signs of malnutrition but the girls are alive and free, among a group of 275 children and women rescued by the Nigerian military, and the first to arrive at a refugee camp Saturday after a three-day journey to safety. They came from the Sambisa Forest, thought to be the last stronghold of the Islamic extremists, where the Nigerian military said it has rescued more than 677 girls and women and destroyed more than a dozen insurgent camps in the past week. ( AP Photo/Sunday Alamba)

Ärzte kümmern sich als Erstes um die Frauen. Später sollen sich Trauma-Experten um sie kümmern.  Bild: Sunday Alamba/AP/KEYSTONE

Die aus den Fängen von Boko Haram befreiten Frauen sind völlig traumatisiert – jetzt werden sie in Auffanglagern behandelt



Die nigerianische Armee hat am Sonntag 275 Frauen und Kinder, die aus der Gewalt der Extremistengruppe Boko Haram befreit wurden, in ein Auffanglager gebracht. Die Frauen und Kinder seien traumatisiert und unterernährt, teilte das Militär am Sonntag mit.

Sie seien in ein Camp in Yola im Bundesstaat Adamawa gebracht worden, wo ihre Identität festgestellt werden solle. In dem Lager sollen sie von Trauma-Experten behandelt werden und weitere Unterstützung erhalten, um sich zu erholen und künftig wieder ein normales Leben führen zu können, wie der Leiter der Notfallbehörde Nema, Muhammad Sani Sidi, mitteilte.

Die 275-köpfige Gruppe gehört zu insgesamt fast 700 Frauen und Kindern, die in den vergangenen Tagen im Sambisa-Wald im Nordosten Nigerias aus der Gewalt von Boko Haram befreit wurden. Laut Nema-Sprecher Sami Datti wurden einige der Frauen und Kinder bei der Befreiungsaktion verletzt und werden im Spital behandelt.

Women and children rescued by Nigeria soldiers from Boko Haram extremists at Sambisa forest arrive at a refugee camp in Yola, Nigeria Saturday, May. 2, 2015. More than 677 girls and women have been released this week, as the Nigerian military continues its campaign to push the Islamic extremists out their last remaining strongholds in the Sambisa Forest. ( AP Photo/Sunday Alamba)

Die Frauen und Kinder stehen an für Nahrung. Ihnen steht ein langer Prozess zurück in ein «normales» Leben bevor. Bild: Sunday Alamba/AP/KEYSTONE

Wie die Streitkräfte am Sonntag weiter mitteilten, wurden im Bundesstaat Adamawa 260 Frauen und Kinder aufgespürt, die vor Boko Haram geflohen waren. Sie seien zurück in ihre Heimatorte gebracht worden. Einige von ihnen hätten erzählt, dass sie vor einem Boko-Haram-Angriff geflohen seien, andere seien entführt worden.

Laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International entführte Boko Haram seit Anfang 2014 im Norden Nigerias mindestens 2000 Frauen und Mädchen. Frühere Geiseln berichteten von Zwangsverheiratungen, sexuellem Missbrauch und erzwungenen Kampfeinsätzen für die Islamisten.

Boko Haram kämpft mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit dem Jahr 2009 tötete die Gruppe bei Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen mehr als 15'000 Menschen. Das nigerianische Militär wird im Kampf gegen Boko Haram von Truppen aus den Nachbarländern Kamerun, Niger und Tschad unterstützt. (feb/sda/afp)

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Boko Haram hat in Nigeria seit 2013 fast tausend Kinder entführt

Im Nordosten Nigerias hat die Islamistengruppe Boko Haram nach Angaben des Uno-Kinderhilfswerks Unicef seit 2013 mehr als tausend Kinder entführt. Darunter seien auch die 276 Mädchen, die am 14. April 2014 aus einer Schule in der Stadt Chibok verschleppt wurden.

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