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Heiliges Haar

Dieser Schwanz macht ihn zwar zur Gottheit – aber nicht zum Frauenhelden



Video: YouTube/Barcroft TV

Bild

Eine Zeichnung von Hanuman aus dem 19. Jahrhundert. Bild: Wikipedia/Hanuman

Seinem 36 Zentimeter langen, haarigen Schwanz am Rücken hat er es zu verdanken, dass er eine lokale Berühmtheit in Indien ist: Der 35-jährige Teepflücker Chandre Oraon wird in seinem Heimatdorf Alipurduar als Inkarnation des Affengottes Hanuman gesehen. Einige wandern sogar mehrere Hundert Kilometer, um sich von Oraon segnen oder sich von Krankheiten und Gebrechen heilen zu lassen. 

So wie Monika Lakda, die mit einem Kleinkind Hilfe suchte. Im Video erklärt sie, dass der Sohn ihres Bruders Fieber hat und die verabreichten Medikamente nicht nützen. Sie suchen Hilfe bei Oraon: «Wir glauben, dass er die Inkarnation von Hanuman ist. Man sagt, er wäre am heiligen Hanuman-Tag geboren worden. Also glauben wir an ihn.»

Keine wollte die indische Gottheit zum Mann haben

Obwohl die Menschen an manchen Tagen sogar Anstehen müssen, um von Oraon empfangen zu werden, wollte ihn keine einzige Frau heiraten – nicht mal seine jetzige. Über 20 Damen lehnten seine Heiratsanträge ab, eine sagte ihm direkt ins Gesicht, es wäre wegen dem Schwanz.

Das war für Oraon jedoch kein Grund den Schwanz abzurasieren oder sich mit dem Single-Dasein abzufinden. Er fragte weiter. Jetzt ist er mit der 38-jährige Maino verheiratet. Aber auch sie ist mit ihm und seinen Gotteshaaren nicht glücklich: «Er sieht nicht gut aus», sagt sie. «Meine Eltern verstarben früh und meine Brüder wollten, dass ich heirate. Die Hochzeit war ein Kompromiss.» (lis)

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