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BEZAHLTE SYMPATHIEBEKUNDUNGEN

Ein Ständchen für den verhafteten «El Chapo»

In Teilen Mexikos brandet dem verhafteten Drogenboss Joaquín «El Chapo» Guzmán eine Sympathiewelle entgegen. Auch ein Lied ist auf Youtube aufgetaucht.
28.02.2014, 01:4728.02.2014, 02:24
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Rund 2000 Menschen waren ganz in Weiss gekleidet und begleitet von einer Band am Mittwoch (Ortszeit) durch die Strassen von Culiacán im Bundesstaat Sinaloa marschiert. Sie riefen Slogans wie «Viva Guzmán» und "Lasst ihn frei!".

Die mexikanischen Behörden nahmen zehn Demonstranten vorübergehend fest und leiteten Ermittlungen wegen der Kundgebung ein. Die Proteste für Guzmán seien etwas, das «wir nicht unterstützen», sagte der Gouverneur von Sinaloa, Mario López Valdez, am Donnerstag.

Dem Drogenbaron wurde auch ein Lied gewidmet. «La captura de El Chapo» (Die Festnahme von «El Chapo») ist auf Youtube zu hören und soll in Kürze auf einer CD des Musikers Gonzalo Peña erscheinen. 

Der mexikanische Sänger Gonzalo Peña huldigt dem verhafteten Drogenboss Joaquín Guzmán - für viel Geld.Quelle: Youtube

Lieder zu Ehren von bekannten Drogenhändlern - sogenannte «Narcocorridos» - sind in Mexiko äusserst populär. Oft bestellen die Verbrechersyndikate eigens Lieder für ihre Anführer. Der Sänger Peña hat schon für alle Kartelle des Landes «Narcocorridos» komponiert. Für ein Lied kassiert er nach eigenen Angaben bis zu 40'000 Dollar. 

Weiss gekleidete Menschen verlangten am Mittwoch in Culiacan, Mexiko, die Freilassung des mutmasslichen Drogenbosses Joaquín «El Chapo» Guzmán.
Weiss gekleidete Menschen verlangten am Mittwoch in Culiacan, Mexiko, die Freilassung des mutmasslichen Drogenbosses Joaquín «El Chapo» Guzmán.Bild: AP

Am Ort von Guzmáns Festnahme entwickelt sich unterdessen ein regelrechter Tourismus. Touristen liessen sich in der Küstenstadt Mazatlán vor der Apartment-Anlage fotografieren, in der «El Chapo» am Wochenende gefasst wurde, berichteten lokale Medien.

Taxifahrer würden spezielle «Narco-Touren» anbieten. Auch in Guamúchil demonstrierten zahlreiche Menschen gegen eine Überstellung des Chefs des Sinaloa-Kartells in die USA und für einen gerechten Prozess. (trs/sda)

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