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Tarantino über Boykottaufruf der US-Polizei: «Sie wollen mir den Mund verbieten»

04.11.2015, 16:22

Quentin Tarantino hat sich unbeeindruckt von Aufrufen der US-Polizei zum Boykott seiner Filme gezeigt. Anstatt sich mit den Fällen von Polizeigewalt zu befassen, werde versucht, ihn einzuschüchtern und als Polizistenhasser darzustellen, sagte Tarantino der «Los Angeles Times». Dies sei aber nicht der Fall, betonte der Oscar-Gewinner.

«Nicht alle Polizisten sind Mörder. Das habe ich nicht gesagt. Ich habe das auch nie angedeutet», sagte der Regisseur. «Wenn ich einen Mord sehe, kann ich nicht schweigen. Ich muss einen Ermordeten ermordet nennen und einen Mörder einen Mörder.» Der Boykottaufruf solle ihn knebeln: «Ihre Botschaft ist klar. Sie wollen mich ausschalten, sie wollen mich diskreditieren, sie wollen mich einschüchtern. Sie wollen mir den Mund verbieten und – was noch viel wichtiger ist – eine Botschaft an andere Prominente senden.»

Bild: Virginia Mayo/AP/KEYSTONE

Tarantino hatte unter anderem am 24. Oktober an einer Demonstration gegen Polizeigewalt in New York teilgenommen, bei der der Polizei Rassismus gegenüber Schwarzen und Latinos vorgeworfen wurde. Dabei hatte Tarantino gefordert, Gewalt von Polizisten schärfer zu ahnden.

Die Betroffenen müssten bis heute nur selten Strafe fürchten, kritisierte der Regisseur von «Pulp Fiction» und «Reservoir Dogs». Anschliessend riefen Polizeigewerkschaften in mehreren Bundesstaaten dazu auf, Tarantinos Filme, vor allem den zu Weihnachten in den USA neu erscheinenden «The Hateful Eight», zu boykottieren.

Der Trailer von «The Hateful Eight»

(sda/apa/afp)

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