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A waitress wearing a face protection mask serves lunch inside the restaurant

Gäste in einem Restaurant in Porrentruy, 31. Mai. Bild: keystone

Die Innenräume sind wieder offen – die Gäste bevorzugen aber die Terrassen

Zum ersten Mal seit Weihnachten sind am Montag die Innenräume der Restaurants wieder bedient worden. Doch viele Gäste bevorzugten vorerst die Terrassen – nicht verwunderlich beim schönen Wetter.



Wie ein Augenschein vor Ort ergab, blieben in der Altstadt von Aarau am Mittag die Innenräume weitgehend leer, die Aussenplätze von Restaurants und Take-Aways hingegen waren gut besetzt. Ausserdem hielten sich zahlreiche Restaurants an die Tradition: «Montag Ruhetag».

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Eine Folge des Home-Office dürfte sein, dass auch die Selbstbedienungsrestaurants von Migros und Coop kaum frequentiert waren: Es gab mehr freie Plätze als Gäste an Tischen.

Ein Kellner steht im geoeffneten Innenbereich eines Restaurants in Lugano, am Montag 31. Mai 2021. Ab heute duerfen die Restaurants auch die Tische im Innern wieder besetzen. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Ein Kellner in Lugano, 31. Mai. Bild: keystone

In der Basler Innenstadt und im Kleinbasel blieb der grosse Ansturm auf die Innenbereiche der Restaurants ebenfalls aus. Auch hier lockte die Sonne die Besucherinnen und Besucher eher auf die Terrassen. Nur vereinzelt waren die Tische im Innern besetzt, wie der Inhaber einer Restaurant-Kette auf Anfrage bestätigte.

Sandra trinkt Kaffee in der Cafe Bar Adrianos, am Montag 31. Mai 2021 in Bern. Ab heute duerfen die Restaurants auch die Tische im Innern wieder besetzen. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Eine Kundin trinkt einen Kaffee in einem Berner Café, 31. Mai. Bild: keystone

Das gleiche Bild bei einem Rundgang in Luzern: Sowohl linksseitig wie rechtsseitig der Reuss als auch auf den Plätzen der Altstadt waren die Terrassen zur Mittagszeit zwar nicht voll, aber teilweise gut besetzt. Bei einem Blick in das Innere der Restaurants konnten dagegen nur vereinzelte Kundinnen und Kunden wahrgenommen werden.

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Auch den Kaffee auf der Terrasse

Bereits am Morgen genossen in Zürich und Winterthur viele Kundinnen und Kunden ihren Kaffee lieber draussen auf der Terrasse. Auch in Neuenburg war noch kein Ansturm auf die Innenräume sichtbar. Doch die Montage seien traditionell eher ruhig, sagte eine Angestellte.

Chantal von dem Restaurant daizy deckt die Tische fuer den Mittagstisch ein, aufgenommen am Montag, 31. Mai 2021 in Zuerich. Ab heute duerfen die Restaurants auch die Tische im Innenbereich wieder besetzen.  (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Der Ansturm bleibt auch in Zürich noch aus, 31. Mai. Bild: keystone

Im Tessiner Ort Tesserete oberhalb von Lugano konnte ein Gourmet-Restaurant bereits einige Reservationen für den Mittag und den Abend verzeichnen. Obwohl sie über eine grosse Terrasse für 50 Personen verfügten, erleichtere ihnen die Öffnung des Innenraums die Arbeit, sagte der Besitzer.

Ein Kellner steht vor dem geoeffneten Innenbereich eines Restaurants in Lugano, am Montag 31. Mai 2021. Ab heute duerfen die Restaurants auch die Tische im Innern wieder besetzen. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Draussen ist's bei dem Wetter eben doch schöner, Restaurant in Lugano, 31. Mai. Bild: keystone

Andere zeigten sich weniger optimistisch: Er habe das Gefühl, die Leute hätten immer noch Angst, sogar auf der Terrasse, und verliessen das Restaurant nach dem Essen so schnell als möglich wieder, sagte ein weiterer Tessiner Betreiber, der an diesem Tag noch keine Gäste bedienen konnte.

Cafetiersuisse optimistisch

Ein Eindruck, den Hanspeter Oettli, Präsident von Cafetiersuisse, dem Branchenverbandes für Cafés und die individuelle Gastronomie, nicht bestätigen kann: Bereits während der Phase der offenen Terrassen hätten einige Betriebe gutes Geschäft gemacht. Und er habe gespürt, dass Vorfreude bei den Gästen und den Wirtinnen und Wirten gross gewesen sei.

Leute essen im Innenbereich eines Restaurants in Lugano, am Montag 31. Mai 2021. Ab heute duerfen die Restaurants auch die Tische im Innern wieder besetzen. (KEYSTONE/Ti-Press/Pablo Gianinazzi)

Mässig gefüllter Innenraum eines Restaurants in Lugano, 31. Mai. Bild: keystone

Natürlich führe die Home-Office-Pflicht noch zu gewissen Einbussen. Aber er hoffe nun auf einen ähnlichen Effekt wie nach dem ersten Shutdown im letzten Frühling, als die Restaurants einen Teil ihrer Verluste wieder kompensieren konnten. Die Öffnung der Innenbereiche gebe ihnen nun einen gewisse Sicherheit.

Seit dem 22. Dezember zu

Die behördlich verordneten Massnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie hatten die Restaurants und Cafés schwer getroffen. Am 22. Dezember mussten sie schliessen, einzig die Hotels durften ihre Gäste noch bewirten. Mitte April konnten sie vorerst ihre Terrassen wieder öffnen.

Seit (heute) Montag dürfen die Restaurants ihre Tische auch im Innern wieder besetzen, jedoch nur mit maximal vier Personen und mit einem Abstand von 1,5 Metern. Sämtliche Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen. Am Tisch muss keine Maske getragen werden. Die Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr wird aufgehoben.

Was sonst wieder erlaubt ist

Ebenfalls Lockerungen gibt es bei den Veranstaltungen mit Publikum: So dürfen nun wieder 100 Personen in Innenräumen und 300 im Freien teilnehmen. Neu darf die Hälfte der Raumkapazität genutzt werden. Für die Kinos eine grosse Erleichterung, wie René Gerber, Generalsekretär ProCinema Schweizerischer Verband für Kino und Filmverleih, auf Anfrage sagte.

Denn wegen der Kapazitätsbeschränkungen hätten Besucherinnen und Besucher zum Teil abgewiesen werden müssen. So verzeichneten die Kinos trotz der Öffnung Mitte April im Vergleich zum Jahr 2019 70 bis 80 Prozent weniger Eintritte.

Positiv wertete Gerber die Tatsache, dass nun auch die Kioske wieder öffnen dürfen, die bis zu 30 Prozent des Umsatzes ausmachten. Er hoffe, dass bald auch wieder grössere Filme gezeigt werden könnten. Denn bis jetzt seien die Blockbuster wegen der Corona-Situation in den grossen Filmländern auch nicht in die Schweizer Kinos gelangt. (jaw/sda)

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So sah der Tag der grossen Lockerungen vor einem Jahr aus

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Nach den Lockerungen geniesst die Schweiz das schöne Wetter
quelle: keystone / pablo gianinazzi
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12.05.2021 – Parmelin über die epidemiologische Lage

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