Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Andreas Thiel: «Wir schlittern ungemütlichen Zeiten entgegen»



Der Satiriker Andreas Thiel hat in einem Interview wieder einmal seine Meinung bekräftigt, der Prophet Mohammed sei keine religiöse Autorität, sondern bloss ein Kriegstreiber wie Hitler und Napoleon. Ausserdem wirft er der SP vor, sie strebe ein Einparteiensystem an.

Andreas Thiel, Satiriker, spricht an der Dreikoenigstagung 2016 der Medieninstitute des Verbandes Schweizer Medien am Dienstag, 12. Januar 2016, im World Trade Center in Zuerich. 
(KEYSTONE/Gaetan Bally)

Andreas Thiel, hier an der Dreikönigstagung 2016 der Medieninstitute des Verbandes Schweizer Medien, provoziert gerne.
Bild: KEYSTONE

«Sowohl bei der SVP aber auch bei der CVP oder der FDP geht man davon aus, dass es mehrere Parteien braucht, um im Wettkampf der Ideen zu einer bestmöglichen Lösung zu gelangen. Nur die Sozialdemokraten wollen, dass alle so denken wie sie selbst. Das ist die undemokratischste Idee in unserer Demokratie», sagte der Provokateur dem «Walliser Boten».

«Gelebter» Tabubruch

Thiel wehrt sich im Übrigen dagegen, ein reiner Provokateur zu sein. Je heftiger die Reaktionen jeweils auf einen seiner Tabubrüche seien, desto sicherer sei er, damit einen wunden Punkt getroffen zu haben.

Er werde auf der Strasse oft beschimpft, berichtet Thiel. Daraus mache er jeweils eine religiöse Übung: «Ich versuche zu verzeihen, den Leuten nicht böse zu sein, zu vergessen». Er lasse Gnade walten, weil er wisse: «Wir schlittern ungemütlichen Zeiten entgegen. Bei zunehmender Polarisierung ist die Satire der einzige Schlüssel für mehr Toleranz.»

(aargauerzeitung.ch)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen
38
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • simiimi 21.02.2016 23:31
    Highlight Highlight Als Liberaler bin ich ja sonst häufig einig mit Thiel, doch hier kann ich echt nur den Kopf schütteln. Ich habe zahlreiche SP-Anhänger in meinem Freundeskreis mit denen ich respektvoll und konstruktiv diskutieren kann, Thiel sollte keine Gräben ausheben wo wo keine sind.
  • andersen 16.02.2016 09:42
    Highlight Highlight Also, die Frage stellt sich:
    Kann die Schweiz dieser religiöse Analphabetismus leisten?
    Muslime gab es schon in der Schweiz, bevor Herr Thiel geboren wurde, ich erwähne gerne der nette muslimische Gemüsehändler von nebenan.
    Selbst ich verstehe der Koran nicht, sie ist auf arabisch.

    Wie die Menschen Gottesdienste in feiert, wissen die Menschen nicht alleine, sie müssen es lernen und auch denken, das der Mensch, die mich gegenüber sitzt, auch ein Gottes Geschöpf ist.

    Herr Thiel erfindet aber immer neue Zauber, der Zauberstab, die er in der Hand hielt, wird leider kein Funzeln verbreiten.




  • fuegy 15.02.2016 16:50
    Highlight Highlight Herr Thiel, wir schlittern nicht auf ungemütliche Zeiten zu, wir sind bereits mitten drin! Da Sie das aber noch nicht bemerkt haben, spricht für sich...
  • Alex_Steiner 15.02.2016 16:48
    Highlight Highlight Andreas Thiel: "Wir schlittern ungemütlichen Zeiten entgegen"

    Warum? Geht er auf Tour durch die Schweiz?
  • Rööfe 15.02.2016 16:34
    Highlight Highlight Herr Thiel weiss gar nicht was Bedrohung heisst. Er soll mal die Mitarbeiter der Kesb Winterthur, das Ehepaar Ritzmann und den Jugendanwalt Gürber fragen, was die toleranten SVPler so an Drohungen drauf haben. Sind wurden nicht nur auf der Strasse beschimpft, sondern mussten alle unter Polizeischutz gestellt werden. Der SVP-Mob ähnelt immer mehr den damaligen Schläger aus den 30er in Deutschland.
    • Raembe 15.02.2016 17:39
      Highlight Highlight Herr Thiel hat nach seinen Islam Aussagen mehrere Morddrohungen erhalten. Öffentlich Aufftritte gingen oder gehen nicht ohne Polizei Schutz. Äussern Sie bitte keine Unterstellungen, wenn Sie keine Ahnung haben. Danke
  • Tilman Fliegel 15.02.2016 15:39
    Highlight Highlight Ich finde es eine Frechheit, dass ein so reaktionärer Mensch mit einem Irokesen rumläuft.
  • Daniel Caduff 15.02.2016 15:23
    Highlight Highlight Solange 30% "das Volk" sind, besteht keine Gefahr, dass irgendjemand der SVP ihren Allmachtsanspruch ernsthaft streitig machen würde.

    • Mamititti 15.02.2016 17:10
      Highlight Highlight 30% der wählenden Bevölkerung ;)
  • Linus Luchs 15.02.2016 14:53
    Highlight Highlight Aus dem aktuellen Parteiprogramm der svp:

    „Mit Ausnahme der SVP ziehen alle andern Parteien auf die Gegenseite. Sie unterwandern und zerstören diese Staatssäulen […] Die andern Parteien achten fremde Gesetze mehr als Schweizer Gesetze […] Die andern Parteien missachten den Föderalismus […] Doch die SVP ist die einzige Partei, die sich konsequent für die Erfolgssäule der Unabhängigkeit […]“

    Nein, Andreas Thiel ist kein Satiriker. Er ist nichts als ein Sprachrohr der svp mit auffälliger Frisur.
    • manhunt 15.02.2016 15:27
      Highlight Highlight tja, ohne seine auffällige frisur wäre er bloss noch ein sprachrohr der svp. und von denen gibt's dermassen viele, da würde diese knalltüte ja glatt untergehen.
  • manhunt 15.02.2016 14:35
    Highlight Highlight komisch, ist es doch stets die sünnelipartei, welche keine kompromisse eingehen möchte. auch ist es die sünnelipartei, deren erklärtes ziel es ist, "die wahlen zu gewinnen". was durchaus den anspruch auf die parlamentsmehrheit durchblicken lässt.
    oder hat er das ironisch gemeint und verstehe einfach den humor des herrn thiel nicht? weil mit satire haben seine aussagen so gar nichts am hut...
    • Raembe 15.02.2016 17:45
      Highlight Highlight Seien wir ehrlich, weder die SP noch die SVP gehen gerne Kompromisse miteinander ein. Ich wähle keine Partei spezifisch. Aber in einem Punkt muss ich der SVP recht geben, sie haben bisher jeden SP Bundesrat durchgewunken. Umgekehrt war das z.B dieses Jahr anders. Die Kandidaten mussten ins Profil der SP passen. Seit ein weniger objektiv.
    • din Vater 15.02.2016 21:07
      Highlight Highlight @Raembe: Aha, da lern ich doch noch was. Hab gar nicht gewusst, dass die SVP damals geholfen hat Christiane Brunner durchzuwinken.
    • Raembe 15.02.2016 22:51
      Highlight Highlight @ din vater, kann sein, auch ich mach fehler. Aber der Punkt ist doch, das es momentan mehr ein gegeneinander, als ein miteinander im Parlament. Um zu streiten brauchts immer mind zwei.
    Weitere Antworten anzeigen
  • nimmersatt 15.02.2016 14:34
    Highlight Highlight es ist schon äusserst bedauerlich, dass sich solche Figuren in der öffentlichkeit derart durchzusetzen vermögen.

    Einfach nur lächerlich, diese unreflektierte Haltung! Thiel ist der Anti-Satiriker, der Anti-Künstler par excellance. Fragt sich nur ob er aus Erfolgsgründen auf diesen populistischen Zug aufspringt, oder ob er schlicht weg glaubt, was er da rauslässt
    • oppeano 15.02.2016 15:50
      Highlight Highlight Wie lange kennen Sie Andreas Thiel schon? Etwas seit Schawinski?
    • nimmersatt 15.02.2016 16:28
      Highlight Highlight als ob das eine Rolle spielen würde - gemessen wird daran, was er zum Diskurs beiträgt.

      Aber um ihre Frage xu beantworten: vor etwa 12-15 Jahren besuchte ich eine seiner Vorstellungen. Schon damals störte ich mich an seiner simplifizistischen Vorstellung von Satire. Schon damals war er der 'Köppel der Satire' stets auf der Suche nach gegenpositionen an sich. Die Gegenposition ergibt sich dabei weniger aus einer Haltung als aus Opportunismus. Dies ist bis heute Program
  • klugundweise 15.02.2016 14:10
    Highlight Highlight Den andern unterstellen, was man selber will:
    Thiel: SVP als einzige Partei
    Blocher: Diktatur
    So funktionieren nationalistische Populisten, wie die Geschichtsbücher belegen.
    • TheMan 15.02.2016 14:26
      Highlight Highlight Ach ja und welche Partei möchte die SVP verbieten? Die SP. Wer möchte in die EU und in den Kommunismus? Die SP. Die EU ist eine Diktatur. Blocher möchte nie eine Diktatur. Für was auch?
    • oskar 15.02.2016 14:35
      Highlight Highlight @the man: die sp will in den kommunismus und die eu ist eine diktatur 😂. glaubst du auch an marsmenschen?
    • TheMan 15.02.2016 14:51
      Highlight Highlight Oskar die SP ist Kommunistisch pur. Aber das will kein Linker akzeptieren. Die EU eine Diktatur. Jawohl das Volk hat nichts aber genau nichts zu melden. Aber ist halt so eine Linke Rosa Brille. EU und Kommunismus gut. SVP und Rechte Parteien Schlecht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pun 15.02.2016 13:44
    Highlight Highlight Haha, wirklich gute Satire für einmal, Herr Thiel. Habe doch tatsächlich ein bisschen geschmunzelt.
    • jk8 15.02.2016 16:01
      Highlight Highlight Ich bin den Tränen näher, als einem Schmunzeln...
    • pun 15.02.2016 16:33
      Highlight Highlight Dann trägst du noch zu viel Hoffnung für die verlorenen Seelen der dem Zeitgeist und Rechtspopulismus auf den Leim gegangenen in dir. Ich kann bei solch abstrusen Aussagen wie denjenigen von Thiel in diesem Artikel eigentlich nicht mehr weinen, drum versuch ichs mit Schmunzeln... Vielleicht meint er ja alles gar nicht ernst und lacht uns alle in fünf Jahren aus und schreibt ein Enthüllungsbuch: "Spiesser from the inside - Business Punk on the outside".

Klima-Aktivisten besetzen Bundesplatz ++ Stadt will Protestcamp vorerst nicht räumen

In den frühen Morgenstunden sind hunderte Personen mit Sack und Pack auf den Bundesplatz geströmt. Nun bauen sie ein illegales Zeltcamp auf, um gegen die aktuelle Klimapolitik zu protestieren. Eine Räumung kommt für den Berner Stadtpräsidenten noch nicht infrage.

Achtung, fertig, los: Um 4.40 Uhr strömen rund 200 Aktivistinnen und Aktivisten von allen Seiten auf den Bundesplatz. Die Klimabewegung geht auf Konfrontationskurs.

«We want Climate Justice, now», skandieren sie. Dann legen sie sich mit ihren Schlafsäcken und Rucksäcken in einer Menschenkette auf den Boden und besetzen das politische Zentrum der Schweiz.

Es geht Schlag auf Schlag. Lieferwagen und Traktoren mit Bootsanhängern fahren vor. Innert Minuten wird das Material für eine ganze …

Artikel lesen
Link zum Artikel