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Andreas Thiel: «Wir schlittern ungemütlichen Zeiten entgegen»

15.02.2016, 13:2315.02.2016, 13:28

Der Satiriker Andreas Thiel hat in einem Interview wieder einmal seine Meinung bekräftigt, der Prophet Mohammed sei keine religiöse Autorität, sondern bloss ein Kriegstreiber wie Hitler und Napoleon. Ausserdem wirft er der SP vor, sie strebe ein Einparteiensystem an.

Andreas Thiel, hier an der Dreikönigstagung 2016 der Medieninstitute des Verbandes Schweizer Medien, provoziert gerne.<br data-editable="remove">
Andreas Thiel, hier an der Dreikönigstagung 2016 der Medieninstitute des Verbandes Schweizer Medien, provoziert gerne.
Bild: KEYSTONE

«Sowohl bei der SVP aber auch bei der CVP oder der FDP geht man davon aus, dass es mehrere Parteien braucht, um im Wettkampf der Ideen zu einer bestmöglichen Lösung zu gelangen. Nur die Sozialdemokraten wollen, dass alle so denken wie sie selbst. Das ist die undemokratischste Idee in unserer Demokratie», sagte der Provokateur dem «Walliser Boten».

«Gelebter» Tabubruch

Jetzt auf

Thiel wehrt sich im Übrigen dagegen, ein reiner Provokateur zu sein. Je heftiger die Reaktionen jeweils auf einen seiner Tabubrüche seien, desto sicherer sei er, damit einen wunden Punkt getroffen zu haben.

Er werde auf der Strasse oft beschimpft, berichtet Thiel. Daraus mache er jeweils eine religiöse Übung: «Ich versuche zu verzeihen, den Leuten nicht böse zu sein, zu vergessen». Er lasse Gnade walten, weil er wisse: «Wir schlittern ungemütlichen Zeiten entgegen. Bei zunehmender Polarisierung ist die Satire der einzige Schlüssel für mehr Toleranz.»

(aargauerzeitung.ch)

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