Schweiz

Junger Mann rettet 81-Jährige vor Zug – dafür erhält er jetzt den Prix Courage

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Preisträger aus dem Kanton St. Gallen

Junger Mann rettet 81-Jährige vor Zug – dafür erhält er jetzt den Prix Courage

07.11.2014, 18:5107.11.2014, 18:51

Adrian Roggensinger aus Murg SG ist mit dem diesjährigen Prix Courage ausgezeichnet worden. Der 22-Jährige erhielt die mit 15'000 Franken dotierte Auszeichnung, weil er in letzter Minute eine 81-jährige Frau vor einem herannahenden Zug gerettet hatte.

Der Postangestellte war mit seinem Lieferwagen zu einem Bahnübergang gefahren, bei dem die Barriere schon geschlossen war. Auf dem Gleis sah er eine betagte Frau hilflos liegen. Die 81-Jährige hatte bei offener Barriere das Bahntrassee überqueren wollen, war mit dem Rollator hängen geblieben, gestürzt und benommen liegengeblieben.

Roggensinger sprang aus dem Auto und zerrte die Frau in letzter Sekunde von den Schienen weg, dann brauste auch schon der Zug durch.

Der Preisträger im Video

Gemäss einer Mitteilung zur Preisvergabe vom Freitagabend in Zürich würdigte «Beobachter»-Chefredaktor Andres Büchi den jungen Retter als einen «Mann, der nie davon träumte, ein Held zu werden, aber im entscheidenden Moment das tat, was einen Helden ausmacht».

Prix Courage Next Generation

Erstmals vergab die Zeitschrift «Beobachter» zudem einen Jugend-Prix-Courage. Er ging an zwei 16-jährige Mädchen aus Hombrechtikon ZH. Den mit 3000 Franken dotierten «Prix Courage Next Generation» erhielten die Sekundarschülerinnen Arina Binz und Fitore Kastrati. Sie hatten richtig reagiert, als eine jüngere Schülerin Suizidgedanken äusserte.

Sie bemerkten, dass eine Schülerin der 1. Sekundarklasse gemobbt und ausgestossen wurde und schliesslich Suizidgedanken äusserte. Umgehend wandten sie sich an die Präventionsstelle der Schule, wurden von dieser gecoacht und kümmerten sich um das jüngere Mädchen. Heute gehe es diesem wieder besser, heisst es in der Mitteilung.

Die Jury-Präsidentin, SP-Ständerätin Pascale Bruderer, lobte, dass die beiden 16-Jährigen ihre eigenen Möglichkeiten ausschöpften aber auch ihre Grenzen erkannten und sich professionelle Hilfe holten. Sie hätten einen «stillen Mut» gezeigt, hätten hingehört und zugehört. (sda)

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