Schweiz
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Die neue Sonntagszeitung

Bild: KEYSTONE

Immigration, Ecopop und Katastrophenroboter

Das schreiben die Sonntagszeitungen

UBS-Manager steht vor Gericht, Spekulationsstopp-Initiative der Jungsozialisten wird abgelehnt und Christoph Blocher rudert bei der Immigrationsdiskussion zurück. Weitere Schlagzeilen der Sonntagsblätter im Überblick.



«NZZ am Sonntag»

UBS-Topmanager Raoul Weil steht vor Gericht

Der Prozess gegen UBS-Topmanager Raoul Weil soll vier Wochen dauern. Dies erklärte das Büro des zuständigen Richters in Fort Lauderdale, Florida. Der Staatsanwalt wirft Weil vor, er habe als Chef der UBS-Vermögensverwaltung mitgeholfen, Kundenvermögen von 20 Milliarden Dollar vor den US-Steuerbehörden zu verstecken. Die Verteidiger von Weil bekunden Mühe entlastende Dokumente in den Prozess einbringen zu können. Dem Bericht zufolge sperrt sich die US-Staatsanwaltschaft dagegen, Berichte der Eidgenössischen Bankenkommission (EBK) und der Finma zur UBS- Affäre zu akzeptieren. Bei einer Verurteilung drohen Raoul Weil bis zu fünf Jahren Gefängnis.

Lawyer David Mandel, right, walks with his client, Raoul Weil, 54, the former top executive with Swiss bank UBS AG, Tuesday, Jan. 7, 2014, in Fort Lauderdale, Fla. Weil, who was a fugitive for years, pleaded not guilty to U.S. fraud conspiracy charges stemming from a broad federal tax evasion investigation. Weil entered the plea in a Florida courtroom to charges first filed in 2008. Prosecutors say Weil, who left UBS in 2009, conspired as its chief of Global Wealth Management to hide $20 billion in assets from the Internal Revenue Service using secret overseas accounts for thousands of wealthy customers. (AP Photo/J Pat Carter)

Raoul Weil (l.) mit seinem Anwalt. Bild: AP

Spekulationsstopp-Initiative abgelehnt

Der Bundesrat erteilt der Spekulationsstopp-Initiative der Jungsozialisten eine Abfuhr. Dies bestätigt Vizekanzler André Simonazzi gegenüber der Zeitung. Der Bundesrat folgte damit dem Antrag des federführenden Wirtschaftsministers Johann Schneider-Ammann, nicht aber, ohne diesen nochmals ins Gebet zu nehmen. Mehrere Departemente waren dem Vernehmen nach mit der Qualität von Schneider-Ammanns Antrag unzufrieden. Der Bundesrat trug dem FDP-Magistraten darum auf, seine Argumentation bei der nun anstehenden Erarbeitung der Botschaft noch zu vertiefen.

«Sonntagszeitung /Le Matin Dimanche»

SVP-Vizepräsident Christoph Blocher rudert beim Thema Immigration zurück

Der SVP-Chefstratege zeigt sich im Hinblick auf eine europakompatible Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative erstmals seit der Abstimmung vom 9. Februar kompromissbereit. Er erklärt im Interview, seine Partei werde sich keiner Diskussion verschliessen, wenn die Reduktion der Zuwanderung durch ein besseres System als mit Kontingenten erreicht werden könne. Blocher hat zwar nach wie vor grosse Vorbehalte gegen Alternativen zu den bisher geforderten Kontingenten. Doch er ist bereit, auch andere Lösungen zu prüfen. Eine zumindest theoretische Möglichkeit sieht der SVP-Vordenker in einer Art Einwandererabgabe. Nach dem Modell des Freiburger Ökonomen Professor Reiner Eichenberger würden Unternehmen, die Ausländer beschäftigen, sowie Einwanderer finanziell belastet.

Swiss Peoples Party (SVP) Vice President Christoph Blocher speaks to media during a news conference on popular initiatives in Bern August 12, 2014. REUTERS/Ruben Sprich (SWITZERLAND - Tags: POLITICS HEADSHOT)

 Christoph Blocher gibt sich kompromissbereit. Bild: REUTERS

«SonntagsBlick»

ETH-Präsident warnt vor Ecopop

Der Präsident der ETH Zürich, Ralph Eichler, warnt vor Ecopop und will Wohnungen subventionieren. In der Schweiz hätten gut zehn bis zwölf Millionen Leute Platz, sagt Eichler im Interview. Wenn man nur schon in der Stadt Zürich alle Häuser um ein paar Stockwerke erhöhte, könnten dort viel mehr Leute wohnen und müssten nicht pendeln. Eichler unterstreicht die negativen Folgen eines «Ja zu Ecopop». «Damit wären die bilateralen Verträge mit der EU weg.» Die ETH würde dann vom europäischen Wettbewerb ausgeschlossen.

Uni Zürich entwickelt Roboter für Atomkatastrophen

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Drohnen mit Wärmebildkameras könnten auch in der Schweiz eingesetzt werden. video: youtube/ailabrpg

Der italienische Wissenschaftler Davide Scaramuzza, Leiter des Labors für künstliche Intelligenz an der Uni Zürich, hat einen neuen Roboter entwickelt, der künftig bei Natur- und insbesondere Atomkatastrophen zum Einsatz kommen soll. Scaramuzza steht bereits in Kontakt mit der internationalen Atomenergiebehörde in Wien. Ohne menschliche Steuerung dringt der Roboter in verstrahlte und vom Einsturz bedrohte Gebäude vor und liefert aus dem Innern wichtige Informationen. Auch in der Schweiz kann die neue Technik eingesetzt werden: Mit Wärmebildkameras ausgerüstete Drohnen sollen bei der Suche und Bergung von Menschen zum Einsatz kommen. (sda)

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Kommentar

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