Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
SVP Basel-Stadt: Wahlplakat

«Das ist fahrlässig» – die SVP Basel-Stadt geht mit Terrorangst auf Stimmenfang

Die SVP Basel-Stadt hat ihre Wahlkampagne lanciert: Mit einem Wahlplakat schürt diese die Ängste vor einem Terroranschlag in Basel.



Der Startschuss für den Wahlherbst in Basel ist gefallen. Dies zeigt die von der SVP Basel-Stadt am Montag lancierte Kampagne für die Grossrats-Wahlen. Ein Plakat sticht besonders ins Auge: Auf grünem Grund prangt da in weissen Lettern der Schriftzug «Paris. Würzburg. Nizza. ... Basel?». 

«Sie schaffen es immer wieder das Niveau weiter zu drücken.»

Twitter-User

Breite Kritik im Netz

Sebastian Frehner, Präsident der Basler SVP, betont laut «20 Minuten» denn auch: «An der Bundesfeier am Rhein hatte die Polizei alle Zufahrten mit Kastenwagen verbarrikadiert und war schwer bewaffnet. Das war eine Reaktion auf die Terrorattacken.» Er wird noch deutlicher: «Ich sage nicht, das passiert hier jetzt auch, aber die Gefahr ist real.»

Dass die SVP mit Terror-Angst auf Stimmenfang geht, ärgert die Linken gewaltig. Brigitte Hollinger, Präsidentin der SP Basel-Stadt, nimmt auf Facebook kein Blatt vor den Mund:

Bild

Im Kommentar zum Post schreibt eine Facebook-Userin: «Einfach nur pietätlos gegenüber all den Opfern und deren Familien!»

Auch sonst rumort es wegen des Plakats in den sozialen Medien, wie ein Blick auf Twitter zeigt:

#Angstmacherei...

Der bekannte Basler Werber David Schärer findet das Kampagnensujet ebenfalls verantwortungslos, auch aus berufsethischer Sicht, wie er gegenüber «20 Minuten» sagt. Bei den zitierten Anschlägen seien hunderte Menschen getötet worden. «Daraus politisches Kapital schlagen zu wollen, ist stossend.»

Frehner selbst hält sich mit Äusserungen im Netz zurück. Zuletzt kam er unter Druck, als Christoph Blocher dessen Rücktritt gefordert hatte. Ob seine Terrorangst-Kampagne SVP-intern mitgetragen wird, bleibt offen. (rwy)

Das könnte dich auch interessieren:

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Epidemiologe will Fernunterricht für Gymi-Schüler

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Jetzt entscheidet wohl das Volk über das Anti-Terror-Gesetz – ein Überblick in 5 Punkten

Mit dem Anti-Terror-Gesetz kann gegen gefährliche Personen auch ohne richterlichen Beschluss vorgegangen werden. Kritiker befürchten eine Verletzung der Grundrechte. Heute wurden die Unterschriften für das Referendum eingereicht.

«Willkürparagraph» nennen die Gegner das neue Bundesgesetz über polizeiliche Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus. Eine unheilige Allianz brachte die 50'000 nötigen Unterschriften für ein Referendum gegen das Gesetz zusammen und reichte diese heute bei der Bundeskanzlei ein. Nach deren Prüfung hat damit wohl das Volk das letzte Wort. Was du über die Vorlage wissen musst.

Ab 2015 entfachten die Anschläge des Islamischen Staats in europäischen Städten auch in der Schweiz eine Diskussion …

Artikel lesen
Link zum Artikel