Schweiz
Bern

Warten auf Wahlresultat: Berner, so könnt ihr rascher zählen

Berner, schickt die Urnen doch das nächste Mal nach Aarau!

Zuerst sah alles gut aus. Um fünf vor 12 aber kehrte sich das Blatt.
20.10.2015, 07:4320.10.2015, 10:47
Samuel Thomi / Aargauer Zeitung

Es sah alles so gut aus: Statt vor Mitternacht, wie angekündigt, wollte Bern am Sonntag kurzfristig schon um 21.45 Uhr die Nationalratsergebnisse verkünden. Doch dann zog sich alles hin. Bis sprichwörtlich um 5 vor 12 der Schuss draussen war: drei Abwahlen.

Resultate auf Papier

Dabei ginge das Auszählen längst viel schneller. Würde Bern nur seine Strukturen etwas straffen. Heute erfassen die 356 Gemeinden die Stimmen in drei verschiedenen Programmen. Rund ein Dutzend Gemeinden notieren die Resultate gar noch auf Papier, bringen diese zum Statthalter, der meldet sie dann nach Bern.

Jetzt auf

Für die Auswertung der Panaschierstimmen, die im Frühling erscheint, erfasst der Bund dann alles wieder elektronisch. Dass die Rest-Schweiz den Berner Bär zu Reformen zwingt, geziemt sich nicht. Trotzdem, liebe Berner: Bringt die Urnen nach Aarau!

Da ist es erklärtes Ziel der Aargauer Staatskanzlei, jeweils als erster Kanton die Resultate zu verkünden. Ab Bern in 36 Minuten zu erreichen. Und sogar aus Gadmen im Haslital führt sonntags um 12.34 Uhr in gut drei Stunden ein Weg nach Aarau. Das ist alleweil schneller als bis spät in die Nacht die eigenen weitläufigen Strukturen zu beschäftigen.

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
4 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4
Was ein EU-Parlamentarier von der Personenfreizügigkeit hält
Christophe Grudler kommt aus dem französischen Belfort und sitzt für die liberale Modem-Partei im EU-Parlament. Was hält er von der Personenfreizügigkeit?
In ihrer Region leben Grenzgänger im Camper, weil es zu wenige Wohnungen gibt. Sorgt die Personenfreizügigkeit auch auf französischer Seite für Probleme?
Christophe Grudler: Ein intensiver Austausch bringt immer positive und negative Effekte mit sich, das ist normal. Neben den Vorteilen für Wirtschaft und Beschäftigung gibt es immer auch negative Auswirkungen, darunter den Druck auf den Wohnungsmarkt, den wir auch auf französischer Seite kennen. Aber die Bilanz bleibt positiv. Die Schweiz profitiert von den qualifizierten Arbeitskräften. Und die Grenzgänger bringen gute Löhne nach Hause.
Zur Story